„Bay­ern blüht“ – Bewer­tung von Natur­gär­ten im Land­kreis Forchheim

Zertifizierung im Naturgarten bei Familie Richter v.l.n.r. Peter und Sylvia Richter (Gartenbesitzer), Brigitte Wagner und Norbert Jungkunz (Zertifizierer)
Zertifizierung im Naturgarten bei Familie Richter. V.l.n.r.: Peter und Sylvia Richter (Gartenbesitzer), Brigitte Wagner und Norbert Jungkunz (Zertifizierer). (Foto: LRA Forchheim)

Um die Gar­ten­pla­ket­te „Bay­ern blüht – Natur­gar­ten“ erhal­ten zu kön­nen, müs­sen umfang­rei­che Kern­kri­te­ri­en, sowie ein über­wie­gen­der Teil der bei­den Kate­go­rien der „Kann“-Kriterien erfüllt wer­den. Zu die­sem Zweck sind im Land­kreis wie­der ein Team von spe­zi­ell für die Tätig­keit aus­ge­bil­de­te Zer­ti­fi­zie­rer in den gemel­de­ten Gär­ten unter­wegs. Wer sei­nen Gar­ten als Natur­gar­ten zer­ti­fi­zie­ren las­sen will, kann sich jetzt anmelden.

Bri­git­te Wag­ner und Nor­bert Jung­kunz über­prü­fen die ein­zel­nen Kern­kri­te­ri­en wie z. B. den Ver­zicht auf che­mi­sche Pflan­zen­schutz­mit­tel und ob alle ande­ren Maß­nah­men zur Ver­mei­dung von Krank­hei­ten und Schäd­lin­ge ergrif­fen wur­den. Hier­zu zäh­len unter ande­rem die Kul­tur­schutz­net­ze. Wei­ter gehö­ren der Ver­zicht auf che­misch-syn­the­ti­sche Dün­ger und Torf dazu.

Zusätz­lich wird der Gesamt­ein­druck des Gar­tens durch die Zer­ti­fi­zie­rer bewer­tet. Hier­bei sind alle Maß­nah­men will­kom­men, die eine hohe öko­lo­gi­sche Viel­falt för­dern. Um die Bio­di­ver­si­tät im eige­nen Gar­ten zu för­dern kön­nen Trocken­mau­ern, Stein­hau­fen und Feucht­bio­to­pe ange­legt, Lebens­räu­me für Vögel und Insek­ten geschaf­fen werden.

Neben den bereits genann­ten „Muss“ Kri­te­ri­en gibt es eine Rei­he von „Kann“ Kri­te­ri­en. Bei die­sen Kri­te­ri­en geht es haupt­säch­lich um die Arten­viel­falt und die Nut­zung im Gar­ten. Neben ein­fach blü­hen­den Blu­men und Stau­den als Insek­ten­nah­rung wer­den vari­an­ten­rei­che Hecken und Gehöl­ze, die stand­ort­ge­rech­te Pflan­zung von Laub- und Obst­bäu­men und die Viel­falt der Lebens­räu­me beur­teilt. Ein wil­des Eck, das zulas­sen von Wild­kraut sowie exten­si­ve Grün­flä­chen zäh­len eben­so zum Naturgarten.

Die öko­lo­gi­sche Bewirt­schaf­tung des Natur­gar­tens ist ein wei­te­res Kri­te­ri­um. Hier­zu zäh­len Gemü­se- und Kräu­ter­bee­te, ein sinn­vol­les Kom­post Manage­ment, eine Regen­was­ser­nut­zung und spar­sa­me Was­ser­ver­wen­dung. Alle Kri­te­ri­en die vom Zer­ti­fi­zie­rer geprüft wer­den, fin­den sie im Detail auf der Inter­net­sei­te: https://​www​.lwg​.bay​ern​.de/​g​a​r​t​e​n​a​k​a​d​e​m​i​e​/​v​e​r​a​n​s​t​a​l​t​u​n​g​e​n​/​2​1​5​9​6​4​/​i​n​d​e​x​.​php

Für Anmel­dung und Durch­füh­rung der Zer­ti­fi­zie­rung zum Natur­gar­ten steht im Land­kreis der Fach­be­ra­ter für Gar­ten­kul­tur und Lan­des­pfle­ge Hans Schil­ling unter der 09191/86–1095 oder per Mail unter hans.​schilling@​lra-​fo.​de zur Verfügung.

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