Forch­hei­mer Tri­ath­le­ten aus 2. Bun­des­li­ga über­ra­schend in Regio­nal­li­ga abgestiegen

Steffen Lotter und Felix Grampp
Steffen Lotter und Felix Grampp (Foto: SSV Forchheim)

Im letz­ten Wett­kampf der Sai­son rut­schen die Forch­hei­mer Män­ner erst­mals auf einen von drei Abstiegs­plät­zen und müs­sen näch­stes Jahr in der Regio­nal­li­ga star­ten. Forch­heim stell­te mit eini­gen star­ken Nach­wuchs­kräf­ten in die­ser Sai­son den wohl jemals stärk­sten Kader der Ver­eins­ge­schich­te und konn­te trotz­dem nicht die Liga halten.

Viern­heim

Mit beson­de­rem Tri­ath­lon­for­mat läu­te­ten die Forch­hei­mer Zweit­bun­des­li­gi­sten das Liga­fi­na­le 2022 in Viern­heim ein. Es galt in einem Staf­fel­for­mat je Ath­let 350 m im Schwimm­becken zu absol­vie­ren und anschlie­ßend gemein­sam 10 km Rad zu fah­ren und 2,5 km zu laufen.

Im Ver­hält­nis zur kur­zen Rad- und Lauf­di­stanz waren an die­sem Tag die sum­mier­ten 1,4‑km-Schwimmen beson­ders aus­schlag­ge­bend. Die Jungs tra­ten mit Stef­fen Lot­ter, Felix Grampp, Ben Kauf­mann und Jan Plu­ta an. Felix sprang für Micha Grosch ein, der sich einen Haar­riss nach einem Rad­sturz zuge­zo­gen hat.

Im Vor­feld prob­ten die Jungs beson­ders die Wech­sel, das Rad­fah­ren und Lau­fen. Felix bekam die Auf­ga­be, sei­ne Rad­stär­ke aus­zu­spie­len und das Team bei der 2. Dis­zi­plin wei­ter nach vor­ne zu brin­gen. Im Abschluss­lauf soll­ten Ben und Jan von hin­ten schieben.

Als fit­te­ster Forch­hei­mer bekam Jan beim Schwim­men die vier­te Posi­ti­on, sodass er zum Rad­fah­ren kei­ne Pau­se hat­te und mit den drei war­ten­den Jungs direkt auf das Rad stieg.

Im Wett­kampf selbst konn­ten die Forch­hei­mer die gesetz­ten Zie­le bis auf eine klei­ne Ver­zö­ge­rung beim Wech­sel ide­al umset­zen und har­mo­nier­ten per­fekt im Team. Mit Platz 14 von 16 Teams lie­fen Sie jedoch deut­lich den Erwar­tun­gen hin­ter­her. Grund hier­für war, dass die Forch­hei­mer das Schwim­men als Vor­letz­ter abschlos­sen und der Rück­stand auf das Mit­tel­feld trotz guter Rad- und Lauf­lei­tun­gen nicht auf­ge­holt wer­den konn­te. In der Ana­ly­se fehl­ten den Forch­hei­mern rund 60 Sekun­den beim Schwim­men, die natür­lich auch dem ver­let­zungs­be­ding­ten Aus­fall von Micha geschul­det waren.

Han­no­ver

Im fina­len Wett­kampf in Han­no­ver wur­den aus vier Ath­le­ten jeweils zwei Paa­re gebil­det, wobei das erste Paar auf das zwei­te Paar über­ge­ben muss­te. Jedes Paar hat die Distanz von 400-m-Schwim­men, 10-km-Rad­fah­ren und 2,6‑km-Laufen absol­viert. Dabei muss­ten jedoch nur drei Ath­le­ten das Ziel errei­chen. Forch­heim schick­te mit Ben Kauf­mann einen Ath­le­ten für die vor­de­ren Plät­ze im ersten Pär­chen ins Ren­nen. Es war geplant, dass sein Staf­fel­part­ner Fabi­an Kemp­ter, wel­cher für die­se Distanz deut­lich schwä­cher ein­ge­schätzt wur­de, noch weit hin­ter Ben liegt. So soll­te Ben an Jan Plu­ta und Stef­fen Lot­ter weit vor­ne über­ge­ben. Die­ser Plan ging bis kurz vor Ende auf. Einen Kilo­me­ter vor Schluss plag­ten Ben star­ke Magen­schmer­zen und der Vor­sprung ver­wan­del­te sich schnell in einen Rück­stand auf das Haupt­feld. Jan und Stef­fen konn­ten vor allem beim Rad­fah­ren den Rück­stand auf das gro­ße Haupt­feld nicht ver­kür­zen und been­de­ten den Wett­kampf auf Platz 13. Micha Grosch muss­te das Ren­nen und den Abstieg live von den Zuschau­er­rän­gen ver­fol­gen, da sein Haar­riss im Arm wei­ter­hin aus­ku­riert. Forch­heim konn­te sei­nen Haupt­kon­kur­ren­ten Regens­burg sogar in der Tabel­le hin­ter sich las­sen. Dass Tübin­gen als bis­her 15. Platz­ier­ter das Ren­nen in Han­no­ver auf Platz 2 been­de­te, gab letzt­end­lich den Aus­schlag für den Abstiegsrang.

Die Forch­hei­mer Her­ren waren mit zwölf Jah­ren in der 2. Bun­des­li­ga einer der Dau­er­gä­ste. Umso ärger­li­cher ist der unglück­li­che Abstieg. Jetzt gilt es, das noch sehr jun­ge Team neu aus­zu­rich­ten und das „Pro­jekt Wie­der­auf­stieg“ zu starten.

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