Neu­er Film „Tra­di­tio­nel­ler Gar­ten­bau in Bamberg“

Luftbild Untere Gärtnerei © Stadtarchiv Bamberg / Jürgen Schraudner
Luftbild Untere Gärtnerei © Stadtarchiv Bamberg / Jürgen Schraudner

Kurz­film des Zen­trums Welt­erbe Bam­berg beleuch­tet Chan­cen und Poten­zia­le des Urba­nen Gartenbaus

Finan­ziert durch Smart City und in Zusam­men­ar­beit mit Lenn­art Peters und Chri­sti­an Deu­ser hat das Zen­trum Welt­erbe einen Kurz­film über das Gärt­ner­vier­tel in Bam­berg gedreht. Unter­malt von aktu­el­len Luft­bild­auf­nah­men, Inter­views mit Betei­lig­ten der Gärt­ner­stadt sowie Erläu­te­run­gen zu den histo­ri­schen Wur­zeln und Tra­di­tio­nen der Gärt­ner­schaft wer­den die aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen und Chan­cen von Bam­bergs Urba­nem Gar­ten­bau vorgestellt.

„Der Film erhöht die Sicht­bar­keit der Gärt­ner­stadt und gibt denen eine Stim­me, die dazu bei­tra­gen, dass der Urba­ne Gar­ten­bau in Bam­berg – imma­te­ri­el­les Kul­tur­er­be und gleich­zei­tig ein Teil des UNESCO-Welt­erbes – erhal­ten bleibt“, so Patri­cia Alberth, Lei­te­rin des Zen­trums Welt­erbe Bamberg.

Urba­ner Gar­ten­bau ist in Bam­berg kein moder­ner Trend – tat­säch­lich exi­stiert der inner­städ­ti­sche urba­ne Gar­ten­bau in Bam­berg seit dem 14. Jahr­hun­dert und ist damit tief in den Tra­di­tio­nen und dem Selbst­ver­ständ­nis der Bam­ber­ger Bür­ger­schaft ver­wur­zelt. Im Kon­text von Kli­ma­wan­del, sich auf­hei­zen­den Städ­ten und der Abhän­gig­keit von glo­ba­len Lie­fer­ket­ten kann der urba­ne Gar­ten­bau einen wich­ti­gen Bei­trag zur Lebens­mit­tel­ver­sor­gung vor Ort und zur Ver­bes­se­rung des inner­städ­ti­schen Kli­mas leisten.

Der Film gibt Ein­blicke in die Her­aus­for­de­run­gen, Grün­flä­chen in der dicht besie­del­ten Stadt zu bewirt­schaf­ten: „Gemü­se­an­bau inmit­ten eines klein­tei­li­gen Innen­stadt­be­rei­ches ist für einen Betrieb schwie­rig“, meint Andre­as Dechant. Der Vor­stand des Ver­eins Gärt­ner- und Häcker­mu­se­ums fügt schmun­zelnd hin­zu, dass es den Gärt­nern jedoch nicht an der not­wen­di­gen Hart­näckig­keit mangele.

Das Video fin­det sich auf dem Tube-Kanal der Stadt Bamberg:

Auch Ger­trud Leu­mer, Gärt­ne­rin und ehe­ma­li­ge Stadt­rä­tin sieht inzwi­schen mehr Chan­cen als Her­aus­for­de­run­gen: Zwar ging der Erwerbs­gar­ten­bau in den letz­ten Jahr­zehn­ten zurück, das Inter­es­se an gemein­schaft­li­chem Gärt­nern jedoch sei gewach­sen. „Es geht um einen sozia­len inne­ren Wan­del und dar­um, sich dar­auf zu kon­zen­trie­ren, was in mei­nem Leben wirk­lich wich­tig ist“, ergänzt Hei­ke Kett­ner, Mit­be­grün­de­rin der Gemein­schafts­gär­ten und der Soli­da­ri­schen Land­wirt­schaft Bam­berg und lobt die Zusam­men­ar­beit: „Es ist ein schö­nes, krea­ti­ves, leben­di­ges Mit­ein­an­der mit dem unglaub­li­chen Know-How der Bam­ber­ger Gärt­ner, mit der Zivil­ge­sell­schaft, mit Men­schen, die Inter­es­se haben und die Lei­den­schaft für das Gärt­nern ent­wickeln. Das ist eine Visi­on und ich glau­be, wir haben sehr viel Poten­zi­al dafür.“

Von den lang­ge­streck­ten grü­nen Par­zel­len der Gärt­ner­an­we­sen über Ein­blicke in blü­hen­de Gewächs­häu­ser bis zur Topf­ma­schi­ne der Gärt­ne­rei Dechant – der Film, der Teil des Welt­erbe-Zwil­lings der Smart City Initia­ti­ve wird, zeigt die Ein­zig­ar­tig­keit und beson­de­re Bedeu­tung von Bam­bergs Gärt­ner­stadt weit über die Stadt­gren­zen hinaus.

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