Baye­ri­sche Karp­fen­sai­son in Thier­stein eröffnet

Ein gern gesehener Gast auf dem Teller ... © wiesentbote
Ein gern gesehener Gast auf dem Teller ... © wiesentbote

Bay­erns Fein­schmecker und Fisch­lieb­ha­ber kön­nen sich freu­en: Ab sofort steht wie­der fang­fri­scher Karp­fen aus hei­mi­schen Tei­chen auf vie­len Speisekarten.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Betriebsleiter Alfred Rippl und Agrarministerin Michaela Kaniber. Foto: Lukas Barth / StK

Mini­ster­prä­si­dent Dr. Mar­kus Söder, Betriebs­lei­ter Alfred Rippl und Agrar­mi­ni­ste­rin Michae­la Kani­ber. Foto: Lukas Barth / StK

Pünkt­lich zum 1. Sep­tem­ber haben Mini­ster­prä­si­dent Dr. Mar­kus Söder und Land­wirt­schafts­mi­ni­ste­rin Michae­la Kani­ber in Ober­fran­ken gemein­sam die Baye­ri­sche Karp­fen­sai­son eröff­net. Mini­ster­prä­si­dent Dr. Mar­kus Söder: „Bei uns in Fran­ken ist ab Sep­tem­ber jedes Jahr Karpfen­zeit. Heu­te beginnt die offi­zi­el­le Karp­fen­sai­son in Markt Thier­stein. Mein beson­de­rer Dank gilt allen Teich­wir­ten. Sie sor­gen mit ihrer Arbeit für Kul­tur­pfle­ge. Wir soll­ten alle mit mehr Respekt und Ver­trau­en für unse­re regio­na­le hei­mi­sche Nah­rungs­mit­tel­er­zeu­ger haben. Unser baye­ri­sches Land­wirt­schafts­mo­dell soll­te Vor­bild für ganz Deutsch­land sein.“ Agrar­mi­ni­ste­rin Kani­ber ergänz­te: „Die Arbeit der baye­ri­schen Teich­wir­te kann gar nicht hoch genug geschätzt wer­den. Sie erzeu­gen ein her­vor­ra­gen­des regio­na­les Lebens­mit­tel und erbrin­gen viel­fäl­ti­ge Umwelt­lei­stun­gen für unse­re Gesell­schaft. Bay­erns Karp­fen­tei­che sind dar­über hin­aus nicht nur wert­vol­le Bio­to­pe, son­dern auch ein unver­zicht­ba­rer Bestand­teil der baye­ri­schen Kulturlandschaft.“

Aller­dings müs­sen sich Erzeu­ger und Kon­su­men­ten in die­sem Jahr auf eine deut­lich gerin­ge­re Ern­te ein­stel­len. Das liegt einer­seits am Man­gel an Jung­fi­schen zum Besatz der Tei­che im Früh­jahr, aber auch an der Trocken­heit und den hohen Tem­pe­ra­tu­ren. Fisch­räu­ber wie Kor­mo­ran und vor allem der sich ste­tig aus­brei­ten­de Fisch­ot­ter stel­len die Teich­wir­te zudem vor ern­ste Pro­ble­me. Daher spra­chen sich sowohl Söder als auch Kani­ber für eine zeit­na­he Regu­lie­rung des Fisch­ot­ter­be­stands aus. Nur so kön­ne die tra­di­tio­nel­le baye­ri­sche Teich­wirt­schaft erhal­ten bleiben.

In Bay­ern bewirt­schaf­ten rund 8.000 Fami­li­en­be­trie­be eine Viel­zahl an klei­nen Tei­chen. „Die­se Form der exten­si­ven und natur­na­hen Erzeu­gung ist welt­weit ein­zig­ar­tig. Unse­re Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher kön­nen einen wich­ti­gen Bei­trag lei­sten, die­se tra­di­tio­nel­le und beson­ders nach­hal­ti­ge Pro­duk­ti­ons­form und damit auch die Kul­tur­land­schaft zu erhal­ten – indem sie gezielt zu hei­mi­schem Karp­fen grei­fen und ihn genie­ßen“, sag­te die Mini­ste­rin in Thierstein.

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