30-Minu­ten-Takt: Der Hum­mel­gau star­tet durch

Der öffent­li­che Per­so­nen­nah­ver­kehrt im Hum­mel­tal (in Mistel­bach, Gesees, Hum­mel­tal, Mistel­gau und Glas­hüt­ten) wird mit heu­te umfas­send attraktiver.

Carmen Hahn und Detlev Schmidt von der Regionalen Entwicklungsagentur im Landratsamt Bayreuth, die Bürgermeister Sven Ruhl (Glashütten), Karl Lappe (Mistelgau), Janko Wilke und Ina Ott vom OVF, Fabian Müller vom VGN, Landrat Florian Wiedemann sowie die Bürgermeister Harald Feulner (Gesees) und Matthis Mann (Mistelbach).

Car­men Hahn und Det­lev Schmidt von der Regio­na­len Ent­wick­lungs­agen­tur im Land­rats­amt Bay­reuth, die Bür­ger­mei­ster Sven Ruhl (Glas­hüt­ten), Karl Lap­pe (Mistel­gau), Jan­ko Wil­ke und Ina Ott vom OVF, Fabi­an Mül­ler vom VGN, Land­rat Flo­ri­an Wie­de­mann sowie die Bür­ger­mei­ster Harald Feul­ner (Gesees) und Mat­this Mann (Mistel­bach).

Mit dem Land­kreis-For­mat „30-Minu­ten-Takt an Werk­ta­gen“ und dem Stun­den­takt an Wochen­en­den wird die ver­kehrs­po­li­ti­sche Vor­ga­be, das Bay­reu­ther Umland mit einem attrak­ti­ven Nah­ver­kehrstakt aus­zu­stat­ten, nach dem erfolg­rei­chen Start­schuss letz­tes Jahr auf der Strecke zwi­schen Eckers­dorf und Bay­reuth kon­se­quent fortgesetzt.
Ab sofort sind die

Alle hal­be Stun­de mit dem Bus nach Bay­reuth – oder in nach­fra­ge­schwä­che­ren Zei­ten mit dem nie­der­schwel­li­gen Anruf-Lini­en-Taxi (ALT) – bedeu­tet für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger im Bay­reu­ther Umland eine neue Nah­ver­kehrs­qua­li­tät, die, wie die ersten Eckers­dor­fer Erfah­run­gen zei­gen, nach­hal­ti­ge Umstei­ge­ef­fek­te aus­löst. Trotz Coro­na­pan­de­mie wur­den in Eckers­dorf schon in den ersten Mona­ten annä­hernd 300 zusätzt­li­che Fahr­ten pro Woche gezählt. Ähn­li­che Ergeb­nis­se kön­nen nun auch im Kon­zert der fünf Hum­mel­gau­er Gemein­den erwar­tet wer­den. „Mit dem neu­en Takt set­zen wir ein star­kes Zei­chen im Sin­ne „es geht auch (mal) ohne Auto“ – und das bes­ser, als vie­le aktu­ell noch den­ken“, so Land­rat Flo­ri­an Wie­de­mann anläss­lich des Starts die­ses For­mats am ersten Sep­tem­ber in Hum­mel­tal. Der Gedan­ke dahin­ter: Attrak­ti­ve Ange­bo­te lösen Inter­es­se aus, machen den Umstieg leich­ter und sind mit­tel- bis lang­fri­stig der Schlüs­sel für ein nach­hal­tig ver­än­der­tes Verkehrsverhalten.

Das ist regio­na­le Kli­ma­po­li­tik „ohne Zei­ge­fin­ger und Vor­schrift“ – über­zeu­gend durch ein leicht zugäng­li­ches, kun­den­freund­li­ches Nah­ver­kehrs­sy­stem. Frap­pie­rend ist, dass ein Berufs­pend­ler, der auf das öffent­li­che Ver­kehrs­mit­tel umsteigt, allein dadurch die Hälf­te sei­ner pend­ler­be­ding­ten CO2-Emis­sio­nen einspart.

Inve­sti­tio­nen in die öffent­li­che Mobi­li­täts­struk­tur sind immer auch Inve­sti­tio­nen in eine kli­ma­ver­träg­li­che Regionalpolitik.
Vor­aus­set­zung hier­für ist aller­dings, dass die Infor­ma­ti­on über das neue Tak­t­an­ge­bot auch beim Kun­den ankommt. Unse­re Mar­ke­ting­kam­pa­gne läuft mit Unter­stüt­zung der betei­lig­ten Kom­mu­nen bereits auf vol­len Tou­ren. In über­sicht­li­cher Dar­stel­lung ist für jede Gemein­de ein kom­pak­ter Fahr­plan ent­wickelt wor­den, der als Fly­er in den näch­sten Tagen in jeden Haus­halt kommt. Fahr­p­la­nin­for­ma­tio­nen sind auch direkt über die Inter­net­sei­te des Land­krei­ses sowie der Gemein­den abzurufen.

Ziel ist es, jeden ein­zel­nen zu errei­chen, weil der Halb­stun­den­takt Ange­bo­te für sehr vie­le Nut­zer­grup­pen setzt:

  • für Berufs­pend­ler auf ihrem täg­li­chen Ver­kehrs­weg nach Bay­reuth und zurück,
  • für die­je­ni­gen, die mal ent­spannt ohne Auto in Bay­reuth shop­pen oder ein­fach nur bum­meln wollen,
  • für Schü­le­rin­nen und Schü­ler, die gera­de unter dem Aspekt der fle­xi­blen Schul­zei­ten zei­tun­ge­bun­de­ne Hin- und Rück­fahrt­mög­lich­kei­ten brauchen,
  • für alle „Jung­be­blie­be­nen“, deren Frei­zeit­mit­tel­punkt in Bay­reuth liegt, oder
  • für die­je­ni­gen, die in Bay­reuth mit dem Zug wei­ter­fah­ren wol­len oder müssen.

Der Halb­stun­den­takt deckt sehr vie­le Mobi­li­täts­be­dürf­nis­se ab. Der Umstieg auf den ÖPNV wird leicht gemacht! Der Halb­stun­den­takt bie­tet mehr Fle­xi­bi­li­tät, mehr zeit­li­che Unge­bun­den­heit, das bedeu­tet eine deut­lich nach unten geschraub­te Zugangs­bar­rie­re zum öffent­li­chen Verkehrsmittel.

Das Pro­jekt „30-Minu­ten-Takt Hum­mel­gau“ ist wie­der­um ein gelun­ge­nes Bei­spiel für die unver­än­dert gute Zusam­men­ar­beit mit unse­rem kon­zes­sio­nier­ten Ver­kehrs­trä­ger Omni­bus­ver­kehr Fran­ken (OVF), in den Per­so­nen von Herrn Wil­ke und Frau Ott. Mit der nicht unbe­trächt­li­chen Inversti­ti­on von mehr als 200.000 Euro im Jahr lei­stet der Land­kreis Bay­reuth auch in wei­ter­hin schwie­ri­gen Zei­ten, bedingt durch die nach wie vor anhal­ten­de Coro­na-Kri­se aber auch die Die­sel­ver­teue­rung, einen sta­bi­li­sie­ren­den Bei­trag für die ein­hei­mi­schen Ver­kehrs­un­ter­neh­men. Damit geht der Land­kreis im ober­frän­ki­schen Ver­gleich durch­aus einen Son­der­weg. Das ziel­ge­rich­te­te Inve­stie­ren in Mobi­li­täts­in­fra­struk­tur ist ein wich­ti­ger Bau­stein für die wei­te­re Auf­wer­tung des Stadt-Umland-Berei­ches als attrak­ti­ver, lei­stungs­fä­hi­ger und kli­ma­ge­rech­ter Lebens- und Wirtschaftsraum.

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