So war die Mün­chen-Fahrt des Kreis­ju­gend­rings Lichtenfels

2022_8_29_So war die München-Fahrt des Kreisjugendrings Lichtenfels August 2022
Die Gruppe eingerahmt am Eingang zum Olympiapark. Foto: Privat

Er“fahr“ungen in Mün­chen Was steckt hin­ter den Abkür­zun­gen RE, ICE, Tram, U‑, S‑Bahn?

Auf­grund der Anre­gung eines jun­gen Stamm­gastes bei den Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten des Kreis­ju­gend­rin­ges Lich­ten­fels, reif­te bei den Ver­ant­wort­li­chen die Idee, der Jugend des Land­krei­ses eine ganz beson­de­re Fahrt anzubieten.

2022_8_29_So war die München-Fahrt des Kreisjugendrings Lichtenfels August 2022

Zwei Jungs balan­cie­ren auf dem Fal­ten­bag im ICE, um die Fahrt- schwin­gun­gen zu spü­ren. Foto: Privat

Alle öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel, die es in unse­rem Land­kreis nicht bzw. kaum gibt soll­ten aus­pro­biert wer­den. In mühe­vol­ler Recher­che wur­de ein Zeit- und Fahr­plan erstellt, wie die­se Mam­mut­auf­ga­be bewäl­tigt wer­den soll­te. Gesagt – getan, als Ziel wur­de die Baye­ri­sche Lan­des­haupt­stadt Mün­chen aus­er­ko­ren und ein Blick hin­ter die Kulis­sen des dor­ti­gen Flug­ha­fens muss­te auch noch drin sein.

Trotz der unzu­ver­läs­si­gen Post­zu­stel­lung des genau­en Ablauf­pla­nes für die teil­neh­men­den Mädels und Jungs konn­te die Fahrt mor­gens pünkt­lich los­ge­hen. Treff­punkt am Bahn­hofs­vor­platz Lich­ten­fels und ab ging die erste Etap­pe mit dem Regio­nal­ex­press, auch RE genannt, nach Bad Staf­fel­stein denn dort wur­de der Rest der Pas­sa­gie­re ein­ge­sam­melt. In Nürn­berg am Haupt­bahn­hof ange­kom­men, wech­sel­te man in das näch­ste span­nen­de Fort­be­we­gungs­mit­tel, dem ICE. Vie­le Fra­gen zum Inter­ci­ty-Express wur­den gestellt und von den Betreu­en­den Han­na, Isa­bell, Ste­fa­nie, Uschi und Flo­ri­an beant­wor­tet. Wo ist die Not­brem­se? Wel­che Funk­ti­on hat der Fal­ten­balg zwi­schen den Wag­gons? Wie schnell fährt er? Viel zu schnell ver­flog die ein­stün­di­ge Fahrt­zeit und der Zug fuhr in den Sack­bahn­hof Mün­chen ein. Schnell noch die MVV-Tickets gelöst und schon such­te man sich den Weg zur Tram­bahn. Schie­nen auf der Stra­ße? Bus­se und Autos die ein­fach dar­über­fuh­ren? Wo war man denn hier gelan­det? Also ab in die Tram und die Sta­tio­nen abge­zählt, bis man am Olym­pia­park war.

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Brot­zeit auf den Zuschau­er­rän­gen der Euro­pa­mei­ster­schaft. Foto: Privat

Die Auf­räum­ar­bei­ten der Euro­pa­mei­ster­schaf­ten waren im vol­len Gang des­halb such­te sich die Grup­pe einen ruhi­gen Platz, um die mit­ge­brach­te Brot­zeit zu ver­zeh­ren. Nach einer kur­zen Besich­ti­gung der rie­sen­gro­ßen Schwimm­hal­le und dem Lau­schen eines Inter­views vom BR mit der Olym­pia­park-Direk­to­rin mar­schier­ten alle in die Münch­ner Unter­welt, näm­lich zur U‑Bahn Rich­tung Mari­en­platz. Alles so schnell, alles dun­kel und trotz­dem so viel zu sehen und zu beob­ach­ten, die Mädels und Jungs kamen aus dem Stau­nen nicht mehr her­aus und muss­ten nach meh­re­ren Hal­te­stel­len wie­der zügig umstei­gen in die Schnell­bahn zum Flug­ha­fen. An der vor­letz­ten Sta­ti­on, dem Besu­cher­park des Air­ports führ­te der Weg zuerst über eine glä­ser­ne Tun­nel­brücke, von der aus man schon die ersten Flie­ger star­ten und lan­den sehen konn­te. Die freie Zeit bis Füh­rungs­be­ginn nutz­ten die Kin­der und Jugend­li­chen, um sich auf dem dor­ti­gen Spiel­platz aus­zu­to­ben, von Müdig­keit oder Erschöp­fung kei­ne Spur.

Aber dann war es soweit, die Ruck­säcke wur­den in Schließ­fä­cher gepackt und ab durch die Sicher­heits­kon­trol­le. Taschen aus­lee­ren, Gür­tel abneh­men, Han­dys und ande­re Gegen­stän­de in die vor­han­de­nen Boxen packen, durch die Schleu­se und ab in den bereit­ste­hen­den Bus.

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Am Besu­cher­park-Spiel­platz des Air­port Mün­chen ver­su­chen eini­ge Mädels die Balan­ce auf dem Schau­kel­pfad zu hal­ten. Foto: Privat

Die ver­sier­te Flug­ha­fen­mit­ar­bei­te­rin freu­te sich über die vie­len Fra­gen der inter­es­sier­ten Kin­der und Jugend­li­chen und gab bereit­wil­lig Aus­kunft, wäh­rend der Bus über das Roll­feld fuhr. Zur Freu­de aller, stand da näm­lich das der­zeit größ­te Pas­sa­gier­flug­zeug der Welt – der Air­bus A380 der Flug­ge­sell­schaft Emi­ra­tes. Über 800 Pas­sa­gie­re auf 2 Eta­gen und ca. 80.000 Liter Treib­stoff kann die­ser Koloss auf­neh­men und war­te­te hier auf sei­ne Abfer­ti­gung. Aber natür­lich gab es auch wei­te­re Flug­zeu­ge zu sehen, Luft­han­sa, Euro­wings, TUI und auch Air Dolo­mi­ti war­te­ten auf die Betan­kung und auf ihre Flug­gä­ste. Man fuhr an der Feu­er­wehr und den Ter­mi­nals des Flug­ha­fens vor­bei und erfuhr, dass sich unter der Erde Treib­stoff-Kes­sel befin­den, die unge­fähr 44 Mil­lio­nen Liter auf­neh­men kön­nen. Die­ser wird dann über Pipe­lines mit Hil­fe von Tank­fahr­zeu­gen in die in den Trag­flä­chen befind­li­chen Tanks gepumpt. Die Mädels und Jungs kamen aus dem Stau­nen gar nicht mehr her­aus und wun­der­ten sich wie schnell die Zeit ver­ging. Und so mahn­ten die Betreu­en­den zum Auf­bruch, um pünkt­lich zum Haupt­bahn­hof zu kom­men. Natür­lich wur­den dort noch­mals Ver­pfle­gung und Mit­bring­sel für die Heim­fahrt gekauft, war man doch schon seit mehr als 10 Stun­den unterwegs.

Zum Glück fuh­ren alle Züge und Bah­nen an die­sem Tag ohne Ver­spä­tung und so konn­ten die Eltern ihre so gar nicht müden Kin­der am Bahn­hof in Emp­fang neh­men. Aus gut unter­rich­te­ten Krei­sen erfuhr der Kreis­ju­gend­ring, dass der Tag damit offen­bar nicht zu Ende war, denn erst muss­ten zuhau­se alle Ein­drücke und Erleb­nis­se genaue­stens geschil­dert werden.

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