„Eclip­se“ – Moni­ka Pell­kofer in der Klo­ster­ga­le­rie Hof

Monika Pellkofer, "Eclipse 3" (Ausschnitt)
Monika Pellkofer, "Eclipse 3" (Ausschnitt)

ECLIP­SE heißt die kom­men­de Ein­zel­aus­stel­lung von Moni­ka Pell­kofer in den Räu­men der Dia­ko­nie Hoch­fran­ken. Unter dem Titel prä­sen­tiert die Künst­le­rin – in den Flu­ren der Klo­ster­ga­le­rie in Hof – eine Rei­he ganz neu­er Wer­ke aus der 2022 ent­stan­den und noch in Fort­füh­rung bestehen­den Rei­he ECLIP­SE sowie eine Aus­wahl von Arbei­ten aus den letz­ten Jahren.

Monika Pellkofer

Moni­ka Pellkofer

Die neue Werk­rei­he ECLIP­SE befasst sich mit Über­gän­gen und Ver­än­de­run­gen des Lebens. Eine Abfol­ge von gegen­sätz­li­chen Aspek­ten bedingt sich ste­tig und wan­delt sich in einer vor­her­seh­ba­ren Umkehr. Spie­ge­lun­gen die­ser ver­schie­de­nen Zustän­de in ihrer Male­rei ver­deut­li­chen die Wie­der­kehr sich bedin­gen­der Gegen­sät­ze. So wie es kein Licht ohne Schat­ten gibt – formt Moni­ka Pell­kofer mit ihrer Male­rei Aggre­gat­zu­stän­de, gleich einem Seis­mo­gra­fen, der Ver­än­de­run­gen und Abläu­fe auf­zeich­net. Wahr­neh­men und zulas­sen, sich dar­auf ein­las­sen und Neu­es in alt­be­kann­ten For­men sehen, dazu lädt die­se Aus­stel­lung ein. ECLIP­SE steht für Ver­dunk­lung und bezeich­net gewöhn­lich die Mond­durch­que­rung des Schat­tens, den die von der Son­ne beleuch­te­te Erde in den Welt­raum wirft, wenn Son­ne, Erde und Mond hin­rei­chend genau auf einer Linie lie­gen. In der neu­en Werk­rei­he von Moni­ka Pell­kofer steht der Titel Eclip­se für ein Durch­schrei­ten und wie­der Auftauchen.

Ver­folgt man das Werk der Künst­le­rin über eine grö­ße­re Zeit­span­ne, so wer­den kom­men einem unwei­ger­lich wie­der­keh­ren­de Aspek­te und ver­wand­te Spu­ren in den ein­zel­nen Werk­grup­pen in den Sinn. Wie eine rote Schnur span­nen sich The­men und Kon­zept­strän­ge durch ihre Arbei­ten. Mit­ein­an­der ver­knüpft, erge­ben sich inter­es­san­te Ein­blicke in die Denk­wei­se und das Vor­ge­hen bei der krea­ti­ven Arbeit im Ate­lier. All den Arbei­ten der letz­ten Jah­re ist das The­ma der Trans­for­ma­ti­on, des ste­ti­gen Wan­dels, eigen. Ob in Tech­nik oder Inten­ti­on, es ist ein Frei­le­gen, ein Her­an­ta­sten ein Umwan­deln von Ein­drücken, ein Her­aus­schä­len, um letzt­end­lich den Kern der Din­ge frei­zu­le­gen und die inne­re Welt aus ihrem Kokon zu befrei­en. Der auf­merk­sa­me Betrach­ter kann so eine Welt erah­nen und erhält Ein­blicke in das seis­mo­gra­fi­sche Erspü­ren beim Ent­ste­hungs­pro­zess. Die Künst­le­rin schafft mit Ihrer redu­zier­ten For­men­spra­che neue Bild­wel­ten. Bereits wäh­rend ihres Stu­di­ums beschäf­tig­te sie sich inten­siv mit der Semio­tik. In ihre Wer­ke lässt sie dies mit­tels prä­gnan­ter Zei­chen­codes ein­flie­ßen und gibt dadurch Anstoß zu einer mög­li­chen Deko­die­rung. Ihr unver­kenn­ba­rer Stil stellt eine Ver­knüp­fung zu neu­en und doch ver­traut anmu­ten­den Wel­ten her. Wer­ke, die sich mit der The­ma­tik des Erin­nerns und Bewah­rens aus­ein­an­der­set­zen, die in die Tie­fe gehen, vol­ler Kraft und poe­ti­schem Potential.

Moni­ka Pell­kofer 1969 in Bay­reuth gebo­ren, lebt und arbei­tet als frei­schaf­fen­de Künst­le­rin mit eige­nem Ate­lier in Ober­waiz bei Bay­reuth. Schon sehr früh beschäf­tig­te sie sich inten­siv mit Male­rei und Gra­fik, stu­dier­te nach dem Fach­ab­itur für Gestal­tung Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­sign in Wies­ba­den und arbei­te­te im Anschluss meh­re­re Jah­re als Art­di­rek­to­rin in einem Design­stu­dio. Seit 1995 ist sie als selb­stän­di­ge Künst­le­rin, Desi­gne­rin und Illu­stra­to­rin tätig. Sie ist Mit­glied im Berufs­ver­band Bil­den­der Künst­ler und Künst­le­rin­nen BBK. Ihre Arbeits­schwer­punk­te lie­gen in den Berei­chen Male­rei, Objekt und Gra­fik. Bereits seit 1990 Teil­nah­me an zahl­rei­chen Ein­zel- und Grup­pen­aus­stel­lun­gen im In- und Aus­land, u. a. in: Deutsch­land, Frank­reich, Ita­li­en, Litau­en, Mexi­ko, Öster­reich, Polen, Slo­wa­kei und Tsche­chi­en. Öffent­li­che und pri­va­te Ankäu­fe, Kunst am Bau und im öffent­li­chen Raum. Ihre Wer­ke wur­den bei Wett­be­wer­ben aus­ge­zeich­net und bereits in meh­re­ren Büchern und Kata­lo­gen ver­öf­fent­licht. Dozen­tin für Kunst­work­shops zum The­ma Male­rei, Gra­fik und Kreativität.

ECLIP­SE – Male­rei | Zeich­nung & Druckgrafik

EINE AUS­STEL­LUNG MIT WER­KEN VON MONI­KA PELLKOFER

  • Ver­nis­sa­ge: Diens­tag, 20.09.2022 – 17:00 Uhr
  • Ort: Klo­ster­ga­le­rie | Klo­ster­tor 2, 95028 Hof – Dia­ko­nie Hochfranken
  • Dau­er: 20.09.2022. bis 19.11.2022
  • Öff­nungs­zei­ten: wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten der Geschäfts­stel­le – täg­lich zwi­schen 8.00 und 16.00 Uhr

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