Uni Bay­reuth und vier afri­ka­ni­sche Uni­ver­si­tä­ten koope­rie­ren langfristig

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Im Juli 2019 hat­ten die Uni­ver­si­tät Bay­reuth und die vier afri­ka­ni­schen Uni­ver­si­tä­ten Pro­jekt­ver­ein­ba­run­gen unter­zeich­net und damit ihre
Koope­ra­ti­on im Exzel­lenz­clu­ster „Afri­ca Mul­ti­ple“ auf den Weg gebracht. Gemein­sa­me Zie­le waren und sind eine grundlegende
Neu­aus­rich­tung der Afri­ka­stu­di­en sowie die Ver­tie­fung der fach­be­zo­ge­nen und inter­dis­zi­pli­nä­ren Zusam­men­ar­beit in der For­schung, der Auf­bau eines ver­netz­ten For­schungs­da­ten­ma­nage­ments sowie die Inter­na­tio­na­li­sie­rung der Hoch­schul­bil­dung. „Die letz­ten Jah­re waren
geprägt von einem inten­si­ven Aus­tausch, der sich auf­grund der Ver­knüp­fung ver­schie­de­ner For­schungs­per­spek­ti­ven, Wissenschaftskulturen
und histo­ri­scher Erfah­run­gen als außer­or­dent­lich frucht­bar erwie­sen hat. Die Pan­de­mie hat die Zahl der per­sön­li­chen Begeg­nun­gen zwar
vor­über­ge­hend ein­ge­schränkt. Aber vir­tu­el­le Arbeits­for­ma­te und die star­ke Moti­va­ti­on aller Betei­lig­ten haben dafür gesorgt, dass die
enga­gier­te Zusam­men­ar­beit zwi­schen allen Stand­or­ten des Clu­sters und der Uni­ver­si­tät Bay­reuth unge­bro­chen fort­ge­setzt wer­den konn­te. Dar­aus sind inno­va­ti­ve For­schungs­er­geb­nis­se ent­stan­den und zahl­rei­che Publi­ka­tio­nen her­vor­ge­gan­gen, die inter­na­tio­nal bereits auf außer­or­dent­li­ches Inter­es­se gesto­ßen sind. Auch die inter­na­tio­na­len Clu­ster-Kon­fe­ren­zen in die­sem und im vori­gen Jahr waren ein­drucks­vol­le Höhe­punk­te der Koope­ra­ti­on aller fünf Clu­ster-Stand­or­te“, sagt Prof. Dr. Rüdi­ger See­se­mann, Spre­cher des Exzel­lenz­clu­sters „Afri­ca Mul­ti­ple“ an der Uni­ver­si­tät Bayreuth.

Die Ver­ein­ba­rung über die wei­te­re Zusam­men­ar­beit im Exzel­lenz­clu­ster wur­de heu­te im Rah­men eines ein­wö­chi­gen Tref­fens an der Uni­ver­si­ty of Lagos unter­zeich­net. Die Zusam­men­kunft dient dar­über hin­aus der gemein­sa­men Eva­lua­ti­on bis­he­ri­ger For­schungs­ar­bei­ten, dem Austausch
über aktu­el­le Her­aus­for­de­run­gen in der Afri­ka­for­schung sowie der Pla­nung neu­er Pro­jek­te. Im Mai 2022 waren 22 Vertreter*innen der vier
Afri­can Clu­ster Cen­ters in Bay­reuth zu Gast, um in einer inten­si­ven Arbeits­wo­che die anste­hen­den Auf­ga­ben zu dis­ku­tie­ren und vorzubereiten.

„Wir freu­en uns sehr, Mit­glie­der des Exzel­lenz­clu­sters aus Bay­reuth und den Afri­can Clu­ster Cen­ters bei uns auf dem Cam­pus in Lagos
begrü­ßen zu kön­nen. Der Clu­ster ist eine ein­zig­ar­ti­ge Ein­rich­tung, die auf höch­stem wis­sen­schaft­li­chen Niveau zum Dia­log und zur Reflexion
über theo­re­ti­sche und epi­ste­mo­lo­gi­sche Grund­fra­gen der Afri­ka­stu­di­en ein­lädt. Im wech­sel­sei­ti­gen Aus­tausch wol­len wir zukunftsweisende
For­schungs­kon­zep­te ent­wickeln, wel­che die bis heu­te wirk­sa­men kolo­nia­len Denk­mu­ster und Macht­struk­tu­ren hin­ter sich las­sen und die Afri­ka­stu­di­en in die Lage ver­set­zen, Bei­trä­ge zu eigen­stän­di­gen, inno­va­ti­ven Ent­wick­lun­gen in der For­schung zu Afri­ka und sei­ner Dia­spo­ren zu lei­sten. Dafür wol­len wir nicht zuletzt die digi­ta­len Mög­lich­kei­ten der wis­sen­schaft­li­chen Ver­net­zung und des Daten­ma­nage­ments nut­zen und gemein­sam mit allen Mit­glie­dern des Clu­sters wei­ter aus­bau­en“, sagt Prof. Dr. Muyiwa Falai­ye, Direk­tor des Insti­tu­te of Afri­can and Dia­spo­ra Stu­dies (IADS) und des Lagos Afri­can Clu­ster Cen­ter (LACC) an der Uni­ver­si­ty of Lagos.

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