Neu­es Out­fit für den „Bay­reu­ther Platz“ in Rudolstadt

476 Bayreuth Platz (2)
Delegation aus Bayreuth hat sich über die aktuelle Umgestaltung informiert. Foto: Stadt Bayreuth

Eine Dele­ga­ti­on aus Bay­reuth hat sich über die aktu­el­le Umge­stal­tung informiert

Der Bay­reu­ther Platz in der thü­rin­gi­schen Part­ner­stadt Rudol­stadt prä­sen­tiert sich seit kur­zem im neu­en Gewand. Eine Stadt­rats­de­le­ga­ti­on aus Bay­reuth mit Ober­bür­ger­mei­ster Tho­mas Ebers­ber­ger an der Spit­ze war vor die­sem Hin­ter­grund jetzt zu Gast in der Part­ner­stadt und hat sich, beglei­tet von Rudol­stadts Bür­ger­mei­ster Jörg Rei­chelt, über die Umge­stal­tung des Plat­zes informiert.

Die Umge­stal­tung des Bay­reu­ther Plat­zes hat eine län­ge­re Vor­ge­schich­te: Am 3. Okto­ber 2020 fand im Löwen­saal Rudol­stadt ein Fest­akt aus Anlass des 30-jäh­ri­gen Bestehens der Städ­te­part­ner­schaft zwi­schen Bay­reuth und Rudol­stadt und der damit ver­bun­de­nen Benen­nung des „Bay­reu­ther Plat­zes“ statt. Mit Blick auf das Jubi­lä­um war die Gestal­tung einer Lit­faß­säu­le, eines Strom­häus­chens und einer Gas­sta­ti­on am „Bay­reu­ther Platz“ in Rudol­stadt geplant.

Auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie ver­zö­ger­te sich die Umset­zung die­ser Ideen zunächst. Jetzt aber erstrahlt die histo­ri­sche Lit­faß­säu­le im neu­en Glanz und macht die geleb­te Städ­te­part­ner­schaft zwi­schen bei­den Städ­ten für jeden sicht­bar. Auch das Strom­häus­chen und die Gas­sta­ti­on sind nicht mehr als sol­che zu erken­nen. Viel­mehr zie­ren die vier Tei­le „Rhein­gold“, „Wal­kü­re“, „Sieg­fried“ und „Göt­ter­däm­me­rung“ aus dem
Opern­zy­klus „Der Ring der Nibe­lun­gen“ von Richard Wag­ner die Fas­sa­den des Häus­chens sowie das Neue Schloss im Hof­gar­ten der Ere­mi­ta­ge von Mark­grä­fin Wil­hel­mi­ne die Gas­sta­ti­on. Die Lit­faß­säu­le zeigt die beson­de­ren Ver­bin­dun­gen zwi­schen bei­den Städ­ten, die sich über die Jah­re auf Vereins‑, Ver­wal­tungs- und Bür­ge­r­ebe­ne ent­wickelt und gefe­stigt haben. Neben der Chro­nik der Städ­te­part­ner­schaft und den Prot­ago­ni­sten von den Anfän­gen bis zur heu­ti­gen Zeit zeigt die Säu­le zudem die wich­tig­sten Sehens­wür­dig­kei­ten von Bayreuth.

Im Anschluss an die Besich­ti­gung des neu­ge­stal­te­ten „Bay­reu­ther Plat­zes“ besuch­te die Dele­ga­ti­on aus Bay­reuth das 300. Rudol­städ­ter Vogel­schie­ßen und traf dort unter ande­rem auf Thü­rin­gens Mini­ster­prä­si­dent Bodo Ramelow.

Hin­ter­grund

Am 26. April 1990 fand die Unter­zeich­nung des Part­ner­schafts­ver­trags in Rudol­stadt statt, nach­dem sich die­se beson­de­re Ost-West-Städ­te­part­ner­schaft bereits seit dem Jahr 1986 ange­bahnt hat­te. Am 6. Juli 1990 wur­de der Ver­trag in Bay­reuth noch ein­mal vom dama­li­gen Bay­reu­ther Ober­bür­ger­mei­ster Dr. Die­ter Mronz und dem ersten demo­kra­tisch gewähl­ten Bür­ger­mei­ster Rudol­stadts, Dr. Hart­mut Franz,
gegengezeichnet.

Am 1. Mai 1992 erfolg­te die Umbe­nen­nung des ehe­ma­li­gen „Karl-Marx-Plat­zes“ in „Bay­reu­ther Platz“ zu Ehren der Part­ner­schaft von
Rudol­stadt und Bay­reuth. Die Umge­stal­tung des Gelän­des, bei der drei Brun­nen, neue Wege sowie gärt­ne­ri­sche Anla­gen entstanden,
fand am 5. Mai 1995 ihren Abschluss.

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