Bay­reuth: Euro­pa­mi­ni­ste­rin Mela­nie Huml besuch­te Som­mer­camp der „Stif­tung Jugend­aus­tausch Bay­ern“ für ukrai­ni­sche und baye­ri­sche Jugendliche

Bayreuth: Europaministerin Melanie Huml besuchte Sommercamp für ukrainische und bayerische Jugendliche der Stiftung Jugendaustausch Bayern August 2022
Im Bild von links: Winfried Nesensohn, Geschäftsführender Vorstand des DJH Landesverband Bayern e. V, Thomas Rudner, Geschäftsführer der Stiftung Jugendaustausch Bayern, Melanie Huml, Bayerische Europaministerin, Viktoriia Chetverikova, Projektkoordinatorin vom VRJD JunOst Landesverband Bayern e. V. und Matthias Fack, Chef des Bayerischen Jugendrings sowie stellvertretender Präsident des DJH, Landesverband Bayern e. V. Foto: Marco Junghänel / DJH, Landesverband Bayern e. V.

Unbe­schwer­te Feri­en ermög­li­chen: Stif­tung Jugend­aus­tausch Bay­ern finan­ziert Som­mer­camps für ukrai­ni­sche und baye­ri­sche Jugendliche

Euro­pa­mi­ni­ste­rin Huml: „Die Camps bie­ten geflüch­te­ten Kin­dern und Jugend­li­chen eine siche­re Umge­bung, in der sie sich erho­len und sozia­le Kon­tak­te knüp­fen können“

Bayreuth: Europaministerin Melanie Huml besuchte Sommercamp für ukrainische und bayerische Jugendliche der Stiftung Jugendaustausch Bayern August 2022

Euro­pa­mi­ni­ste­rin Mela­nie Huml mit Jugend­li­chen bei einer gemein­sa­men Sprach­ani­ma­ti­on – eine spie­le­ri­sche Metho­de, um eine neue Spra­che ken­nen­zu­ler­nen. Foto: Baye­ri­sche Staatskanzlei

Vor einem hal­ben Jahr begann der rus­si­sche Angriffs­krieg auf die Ukrai­ne. Zahl­rei­che Kin­der und Jugend­li­che muss­ten dar­auf­hin von heu­te auf mor­gen ihre Hei­mat ver­las­sen. Mehr als 27 000 geflüch­te­te Ukrai­ne­rin­nen und Ukrai­ner im schul­pflich­ti­gen Alter regi­strier­te das Baye­ri­sche Kul­tus­mi­ni­ste­ri­um im letz­ten Schul­jahr (Stand: Juli 2022). Mit der Ankunft der ersten Geflüch­te­ten in Bay­ern orga­ni­sier­te der Frei­staat soge­nann­te „Will­kom­mens­klas­sen“, um einen Schul­be­such zu garantieren.

Um den ukrai­ni­schen Kin­dern und Jugend­li­chen auch in den sechs­wö­chi­gen Som­mer­fe­ri­en Sta­bi­li­tät und Ori­en­tie­rung zu ermög­li­chen, hat die Stif­tung Jugend­aus­tausch Bay­ern in Koope­ra­ti­on mit dem Deut­schen Jugend­her­bergs­werk (DJH), Lan­des­ver­band Bay­ern e. V., und dem Ver­band der rus­sisch­spra­chi­gen Jugend in Deutsch­land (VRJD) JunOst, Lan­des­ver­band Bay­ern e. V., das För­der­pro­gramm „Sprach­be­geg­nun­gen für baye­ri­sche und geflüch­te­te Kin­der und Jugend­li­che aus der Ukrai­ne“ initiiert.

Am Diens­tag (23. August 2022) besuch­te Bay­erns Euro­pa­mi­ni­ste­rin Mela­nie Huml, zugleich Kura­to­ri­ums­vor­sit­zen­de der Stif­tung Jugend­aus­tausch Bay­ern, die Jugend­her­ber­ge in Bay­reuth. Sie ist einer der acht Som­mer­camp-Stand­or­te in Bay­ern. Mit dabei waren außer­dem der geschäfts­füh­ren­de Vor­stand des DJH Lan­des­ver­band Bay­ern e. V., Win­fried Nesen­sohn, Chef des Baye­ri­schen Jugend­rings Mat­thi­as Fack als stell­ver­tre­ten­der Prä­si­dent des DJH, Lan­des­ver­band Bay­ern e. V. sowie die Pro­jekt­ko­or­di­na­to­rin Vik­to­ri­ia Chet­ve­ri­ko­va vom VRJD JunOst Lan­des­ver­band Bay­ern e. V.

Bayreuth: Europaministerin Melanie Huml besuchte Sommercamp für ukrainische und bayerische Jugendliche der Stiftung Jugendaustausch Bayern August 2022

Euro­pa­mi­ni­ste­rin Mela­nie Huml und der Chef des Baye­ri­schen Jugend­rings sowie stell­ver­tre­ten­de Prä­si­dent des DJH, Lan­des­ver­band Bay­ern e. V. Mat­thi­as Fack mit ukra­ni­schen und baye­ri­schen Jugend­li­chen sowie den Betreue­rin­nen beim Som­mer­camp in der Jugend­her­ber­ge Bay­reuth. Foto: Baye­ri­sche Staatskanzlei

Der Besuch am Stand­ort Bay­reuth gewähr­te den Gästen einen Ein­blick in das Pro­gramm des fünf-tägi­gen Som­mer­camps und ermög­lich­te einen Aus­tausch mit den Ver­ant­wort­li­chen vor Ort. Sie stell­ten ein medi­en­päd­ago­gi­sches Pro­jekt vor, in dem die Jugend­li­chen inter­ak­tiv kul­tu­rel­le und histo­ri­sche The­men bear­bei­ten, sowie eine gemein­sa­me Sprach­ani­ma­ti­on – eine spie­le­ri­sche Metho­de zum Ken­nen­ler­nen einer neu­en Sprache.

Huml zeigt sich vom Pro­gramm und dem Ein­satz der Betreue­rin­nen und Betreu­er begei­stert: „Die Som­mer­camps geben ein Stück­chen Unbe­schwert­heit zurück. Sie bie­ten geflüch­te­ten Kin­dern und Jugend­li­chen eine siche­re Umge­bung, in der sie sich erho­len und sozia­le Kon­tak­te knüp­fen kön­nen. Der Krieg hat Mil­lio­nen von Fami­li­en bru­tal aus­ein­an­der­ge­ris­sen. Die Fol­gen sind dra­ma­tisch, vor allem für die jun­gen Men­schen, die von heu­te auf mor­gen ihr gewohn­tes Umfeld ver­las­sen und sich auf den Weg in eine unge­wis­se Zukunft bege­ben muss­ten. Sie haben unse­re vol­le Soli­da­ri­tät ver­dient. Ich hof­fe sehr, dass jede ein­zel­ne Teil­neh­me­rin und jeder ein­zel­ne Teil­neh­mer vie­le schö­ne und unbe­schwer­te Momen­te erlebt und Freund­schaf­ten fürs Leben findet.“

Win­fried Nesen­sohn, geschäfts­füh­ren­der Vor­stand des DJH Lan­des­ver­band Bay­ern e. V., zeigt sich beein­druckt von der schnel­len und unkom­pli­zier­ten Umset­zung der Som­mer­camps: „Bereits in der Sat­zung des Jugend­her­bergs­werks ist for­mu­liert, dass wir Kin­der und Jugend­li­che in ihrer indi­vi­du­el­len und sozia­len Ent­wick­lung beglei­ten und unter­stüt­zen. Das gilt bis heu­te – in Zei­ten, in denen jun­ge Men­schen Schutz, Für­sor­ge und Bil­dungs­chan­cen brau­chen, umso mehr. Jugend­her­ber­gen ori­en­tie­ren sich am Gemein­wohl. Inso­fern ist es selbst­ver­ständ­lich und erfül­lend für uns, die­sen Her­an­wach­sen­den jetzt best­mög­li­che Chan­cen für ihr wei­te­res Leben zu eröffnen.“

Die mehr­spra­chi­gen (deutsch-ukrai­ni­sch/­rus­sisch) Betreue­rin­nen und Betreu­er sowie Sprach­ani­ma­teu­rin­nen und ‑ani­ma­teu­re orga­ni­sier­te der VRJD JunOst Lan­des­ver­band Bay­ern e. V. in Zusam­men­ar­beit mit der Stif­tung Jugend­aus­tausch Bay­ern. JunOst war eben­falls für die Gesamt­kon­zep­ti­on der Feri­en­ak­ti­vi­tä­ten zuständig.

Der Fokus des Frei­zeit­pro­gramms lie­ge auf sport­li­chen und krea­ti­ven Akti­vi­tä­ten unter Gleich­alt­ri­gen, erklärt Pro­jekt­ko­or­di­na­to­rin Vik­to­ri­ia Chet­ve­ri­ko­va und ergänzt: „Som­mer­fe­ri­en ste­hen für eine unbe­schwer­te und schö­ne Zeit. Daher sol­len die Camps ein Ort vol­ler Spaß, Freu­de und Ablen­kung für Kin­der und Jugend­li­che sein, die schwe­re Mona­te hin­ter sich haben. Wir haben ein enga­gier­tes Team, das sich viel Mühe gibt, einen Raum voll Lie­be und Hoff­nung für die Jugend­li­chen zu schaf­fen. Hier begin­nen neue Freund­schaf­ten, Träu­me und Chan­cen, um das Leben wie­der genie­ßen zu kön­nen. Wir alle sind für die Mög­lich­keit der Feri­en­la­ger sehr dankbar.“

Die acht Som­mer­camps fin­den an unter­schied­li­chen Ter­mi­nen im Zeit­raum vom 15.08. bis 11.09.2022 in Jugend­her­ber­gen in allen sie­ben baye­ri­schen Regie­rungs­be­zir­ken statt. Es han­delt sich dabei um betreu­te Feri­en­maß­nah­men mit Über­nach­tun­gen für Jugend­li­che zwi­schen 12 und 18 Jah­ren. In einer Grup­pe befin­den sich 20 bis 30 Jugend­li­che aus der Ukrai­ne und Bay­ern, die von min­de­stens drei Teame­rin­nen oder Tea­mern betreut wer­den. Das Pro­jekt wird von der Stif­tung Jugend­aus­tausch Bay­ern finan­ziert. Das DJH Lan­des­ver­band Bay­ern e. V., stellt unter ande­rem die Unter­brin­gungs­mög­lich­kei­ten in Bay­ern zur Ver­fü­gung und unter­stützt den VRJD JunOst Lan­des­ver­band Bay­ern e. V. bei der Pla­nung und Kon­zep­ti­on der Ferienwochen.

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