Deut­lich mehr Geld für Flo­ri­stik­be­schäf­tig­te im Kreis Kulmbach

Deutlich mehr Geld für Floristikbeschäftigte im Kreis Kulmbach August 2022
Mit Blumen machen sie anderen eine Freude – nun können sie sich selbst über steigende Einkommen freuen: Gelernte Floristinnen kommen jetzt auf einen Stundenlohn von 13,31 Euro, so die IG BAU. Die Gewerkschaft rät den Beschäftigten zum Lohn-Check. Foto: IG BAU / Tobias Seifert

Flo­ri­stik: Löh­ne für Beschäf­tig­te im Kreis Kulm­bach stei­gen kräftig

Bis zu 24 Pro­zent mehr Geld – IG BAU rät zum Lohn-Check

Arbeit mit Blu­men bes­ser bezahlt: Für die Beschäf­tig­ten der Flo­ri­stik­bran­che im Land­kreis Kulm­bach gibt es deut­lich mehr Geld. Eine gelern­te Flo­ri­stin kommt jetzt auf einen Stun­den­lohn von 13,31 Euro. Zusam­men mit einer wei­te­ren Erhö­hung zum Som­mer kom­men­den Jah­res beläuft sich das Plus für Fach­leu­te auf gut 17 Prozent.

Das teilt die Indu­strie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit – und appel­liert an die Beschäf­tig­ten, ihren aktu­el­len Lohn­zet­tel zu prü­fen. Das zusätz­li­che Geld müs­se mit der Juli-Abrech­nung auf dem Kon­to sein. Wer leer aus­ge­he, sol­le sich an die IG BAU Ober­fran­ken wen­den, rät Bezirks­vor­sit­zen­der Uwe Behrendt.

„Das star­ke Ein­kom­mens­plus sorgt dafür, dass die Beschäf­tig­ten trotz hoher Infla­ti­ons­ra­te mehr Geld zum Leben haben. Außer­dem liegt die Flo­ri­stik über der künf­ti­gen Min­dest­lohn­gren­ze von zwölf Euro pro Stun­de“, so der Gewerkschafter.

Selbst für unge­lern­te Kräf­te lie­ge der Ein­stiegs­ver­dienst aktu­ell bereits bei 12,36 Euro. Ab Juli 2023 kom­men sie nach Anga­ben der Flo­ri­sten-Gewerk­schaft IG BAU auf einen Stun­den­lohn von 13,01 Euro – und haben damit 24 Pro­zent mehr im Porte­mon­naie als bis­lang. Die IG BAU hat­te sich in den Tarif­ver­hand­lun­gen mit dem Fach­ver­band Deut­scher Flo­ri­sten (FDF) für einen deut­li­chen Abstand zur gesetz­li­chen Lohn­un­ter­gren­ze starkgemacht.

„Blu­men­ge­schäf­te und Gar­ten­cen­ter haben auch wäh­rend der Pan­de­mie gute Geschäf­te gemacht. Eine bes­se­re Bezah­lung ist ein wich­ti­ger Bei­trag, drin­gend gesuch­tes Per­so­nal für die Flo­ri­stik zu fin­den“, unter­streicht Beh­rendt. Dabei wer­de die Bran­che auch für den Nach­wuchs attrak­ti­ver. Azu­bis bekom­men bis August näch­sten Jah­res durch­schnitt­lich 23 Pro­zent mehr Geld – und ver­die­nen im drit­ten Aus­bil­dungs­jahr dann sogar 1.000 Euro im Monat.

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