Das Forch­hei­mer Inge­nieur­bü­ro Hof­mann infor­miert über Was­ser­stoff betrie­be­ne Fahrzeuge

Das Forchheimer Ingenieurbüro Hofmann informiert über Wasserstoff betriebene Fahrzeuge August 2022
Auch wenn wasserstoffbetriebene Fahrzeuge bisher eher selten auf den Straßen unterwegs sind, bietet der alternative Antrieb durchaus Zukunftspotenzial. Foto: TÜV NORD / AdobeStock

Das Was­ser­stoff­au­to – das Fahr­zeug der Zukunft?

Das Forchheimer Ingenieurbüro Hofmann informiert über Wasserstoff betriebene Fahrzeuge August 2022

An spe­zi­el­len H²-Tank­stel­len geht die Betan­kung schnell und unkom­pli­ziert. Foto: TÜV NORD / AdobeStock

Obwohl per Was­ser­stoff betrie­be­ne Fahr­zeu­ge noch eher sel­ten auf den Stra­ßen unter­wegs sind, bie­tet der alter­na­ti­ve Antrieb Poten­zi­al für die Zukunft. Cle­mens Schnei­der, Lei­ter des Forch­hei­mer Stand­orts des Inge­nieur­bü­ros Hof­mann GmbH + Co. KG (Koope­ra­ti­ons­part­ner von TÜV NORD) Forch­heim, erklärt, wie die­se Autos funk­tio­nie­ren und wel­che Vor- und Nach­tei­le sie mit sich bringen.

Im Grun­de han­delt es sich bei einem Fahr­zeug mit Was­ser­stoff­an­trieb um ein Elek­tro­au­to mit einer Brenn­stoff­zel­le. Mit­tels Elek­tro­ly­se inner­halb der Zel­le wird im Was­ser­stoff (H²) gespei­cher­te Ener­gie frei­ge­setzt. Die­se treibt den Elek­tro­mo­tor an. „Auf dem euro­päi­schen Markt gibt es bereits zwei Model­le asia­ti­scher Auto­mo­bil­her­stel­ler. Die Kosten für einen Neu­wa­gen lie­gen zur­zeit zwi­schen 64.000 und 77.000 Euro, ver­gleich­bar mit dem Preis­seg­ment luxu­riö­ser bat­te­rie­be­trie­be­ner Elek­tro­fahr­zeu­ge. Gebraucht bekommt man die Was­ser­stoff-Model­le jedoch bereits ab 26.000 Euro“, weiß Cle­mens Schnei­der, Lei­ter des Forch­hei­mer Stand­orts des Inge­nieur­bü­ros Hof­mann GmbH + Co. KG (Koope­ra­ti­ons­part­ner von TÜV NORD) Forch­heim. Teil­wei­se unter­stützt auch der Staat mit zusätz­li­chen För­de­run­gen. So kann das Bun­des­mi­ni­ste­ri­um für Digi­ta­les und Ver­kehr bei­spiels­wei­se im Zuge des Natio­na­len Inno­va­ti­ons­pro­gramms Was­ser­stoff- und Brenn­stoff­zel­len­tech­no­lo­gie H2- Pkw-Flot­ten mit min­de­stens drei Fahr­zeu­gen för­dern. Eine Liste der för­der­fä­hi­gen Autos ist auf der Web­site des Bun­des­am­tes für Wirt­schaft und Aus­fuhr­kon­trol­le einsehbar.

Wie weit kommt man mit dem Auto?

Im Ver­gleich zu bat­te­rie­be­trie­be­nen Wagen punk­ten Was­ser­stoff­au­tos vor allem bei der Reich­wei­te. Je nach Tank­ka­pa­zi­tät schaf­fen man­che Model­le eine Strecke von mehr als 600 Kilo­me­tern, ver­gleich­bar mit Ben­zi­ner- und Die­sel­fahr­zeu­gen. Wie bei Ver­bren­nern geht die Betan­kung schnell und unkom­pli­ziert und ist preis­lich ver­gleich­bar. Zur­zeit gibt es in Deutsch­land knapp über 100 H²-Tank­stel­len und mobi­le Sta­tio­nen, Ten­denz stei­gend. Doch was muss bei der Pla­nung einer Rei­se mit dem Was­ser­stoff-Auto beach­tet wer­den? Gibt es Was­ser­stoff­tank­stel­len auch im 2 Aus­land? Schnei­der klärt auf: „Möch­te man mit sei­nem Wagen in den Urlaub fah­ren, emp­fiehlt es sich, die Rou­te anhand der euro­päi­schen H²-Tank­stel­len zu pla­nen. Die Kar­te des Unter­neh­mens H2 Mobi­li­ty zeigt bereits bestehen­de und zukünf­ti­ge Stand­or­te von Tank­stel­len für Autos mit Wasserstoffantrieb.“

Wie nach­hal­tig ist Was­ser­stoff tat­säch­lich als Antrieb?

Da der alter­na­ti­ve Kraft­stoff nicht ein­fach in der Natur zu fin­den ist, muss er mit­tels ver­schie­de­ner Ver­fah­ren her­ge­stellt wer­den. Die­se benö­ti­gen einen hohen Ener­gie­auf­wand und es wer­den oft fos­si­le Brenn­stof­fe ver­wen­det. „Zur­zeit wird der soge­nann­te graue Was­ser­stoff in Deutsch­land vor­wie­gend durch den Ein­satz von Erd­öl oder Koh­le pro­du­ziert. Dabei ent­wei­chen bis zu zehn Ton­nen CO² pro einer Ton­ne Was­ser­stoff in die Atmo­sphä­re. Das lang­fri­sti­ge Ziel baut jedoch auf grü­nen Was­ser­stoff, der mit­hil­fe von erneu­er­ba­ren Ener­gien CO²-neu­tral her­ge­stellt wird“, weiß der TÜV-Exper­te. Bereits zwei Pro­zent des Bedarfs wer­den mit der grü­nen Alter­na­ti­ve abgedeckt.

Die Vor- und Nach­tei­le zusammengefasst

Wie beim bat­te­rie­be­trie­be­nen Elek­tro­au­to gilt es auch bei Fahr­zeu­gen mit Was­ser­stoff­an­trieb, das Für und Wider abzu­wä­gen. Wesent­li­che Vor­tei­le sind unter ande­rem die hohe Reich­wei­te, das schnel­le Betan­ken und die Wider­stands­fä­hig­keit gegen Käl­te. „Hin­zu kommt, dass Brenn­stoff­zel­len-Fahr­zeu­ge kei­ne Stick­oxi­de, CO² oder Fein­staub in die Umwelt aus­sto­ßen und damit lokal emis­si­ons­frei sind“, betont der Sta­ti­ons­lei­ter. Für eine Mas­sen­nut­zung als ech­te, nach­hal­ti­ge Alter­na­ti­ve muss jedoch noch das Pro­blem der umwelt­be­la­sten­den Her­stel­lung gelöst wer­den. Auch die Wei­ter­ent­wick­lung neu­er Fahr­zeug­mo­del­le sowie der Aus­bau des Tank­stel­len­netz­wer­kes wer­den in der Zukunft eine wich­ti­ge Rol­le spielen.

Über das Inge­nieur­bü­ro Hof­mann GmbH + Co. KG

Das Inge­nieur­bü­ro Hof­mann ist ein seit fast 60 Jah­ren bestehen­des Inge­nieur- und Sach­ver­stän­di­gen­bü­ro mit Prüf­stel­len und Büros in Bam­berg, Erlan­gen, Forch­heim, Schwein­furt und Würz­burg. Zu unse­ren Kun­den zäh­len Auto­häu­ser, Werk­stät­ten, Fuhr­park­be­trei­ber und Pri­vat­kun­den. Wir bie­ten mit unse­ren 60 Mit­ar­bei­tern Dienst­lei­stun­gen rund um das The­ma Mobi­li­tät wie z.B. die amt­li­che Haupt­un­ter­su­chung, Unfall- und Scha­den­gut­ach­ten sowie den Bereich Arbeits­si­cher­heit an.

Über die TÜV NORD GROUP

Vor mehr als 150 Jah­ren gegrün­det, ste­hen wir welt­weit für Sicher­heit und Ver­trau­en. Als Wis­sens­un­ter­neh­men haben wir die digi­ta­le Zukunft fest im Blick. Ob Inge­nieu­rin­nen, IT-Secu­ri­ty-Exper­ten oder Fach­leu­te für die Mobi­li­tät der Zukunft: Wir sor­gen in mehr als 100 Län­dern dafür, dass unse­re Kun­den in der ver­netz­ten Welt noch erfolg­rei­cher wer­den. Mehr Infos unter: www​.tuev​-nord​-group​.com

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