Blick über den Zaun: „Wer spiel mit?“ – Spie­le-Klas­si­ker mit Geschich­te im Zirn­dor­fer Museum

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Städtisches Museum Zirndorf lädt ein. Foto: Stadt Zirndorf

„Wer spielt mit?“ Spie­le-Klas­si­ker mit Geschichte

Die Son­der­aus­stel­lung „Wer spielt mit? Spie­le-Klas­si­ker mit Geschich­te“ wid­met sich ganz dem The­ma Gesell­schafts­spie­le. Besu­che­rin­nen und Besu­cher wer­den auf eine Rei­se durch die Geschich­te unter­schied­lich­ster Gesell­schafts­spie­le mit­ge­nom­men und kön­nen dabei zahl­rei­che Klas­si­ker, die sie aus ihrer Kind­heit bzw. ihren eigenen
Wohn­zim­mern ken­nen ent­decken. Um die­se histo­risch und gesell­schaft­lich ein­zu­ord­nen geben klei­ne Geschich­ten und Infor­ma­tio­nen zu ver­schie­de­nen Spie­len Ein­blicke, in wel­cher Wei­se sich Gesell­schaft im Brett­spiel wie­der­fin­den lässt. Zu sehen sind u.a. natür­lich das auf einem alt­in­di­schen Spiel basie­ren­de „Mensch ärge­re Dich nicht“ und „Mono­po­ly“, das einst als anti­ka­pi­ta­li­sti­sches Spiel ent­wickelt wur­de. Geglie­dert nach the­ma­ti­schen Berei­chen wie bei­spiels­wei­se Wür­fel- und Lege­spie­le, Denk- und Stra­te­gie­spie­le, Quiz­spie­le sowie Geschick­lich­keits- und Gedächt­nis­spie­le zei­gen sie eine erstaun­li­che Viel­falt auf und las­sen erken­nen, dass vie­le der heu­te moder­nen Spie­le Fort­ent­wick­lun­gen bekann­ter Klas­si­ker sind. Ein ande­rer Teil der Aus­stel­lung prä­sen­tiert die Spie­le der in Fürth und Nürn­berg gegrün­de­ten Fir­men L. Klee­feld & Co., J. W. Spe­ar & Söh­ne und Noris-Spie­le und doku­men­tiert anschau­lich deren Unternehmensgeschichte.

Der Titel „Wer spielt mit?“ darf auch wört­lich genom­men wer­den: An Spiel­ti­schen kön­nen alle, die Lust haben, sowohl aus­ge­wähl­te Klas­si­ker als auch Neu­erschei­nun­gen ent­decken und ausprobieren.

Aber auch in den ande­ren Abtei­lu­gen des Muse­ums gibt es viel zu bestaunen:

Im Erd­ge­schoss steht die Geschich­te und Ent­wick­lung der Zirn­dor­fer Spiel­zeug­indu­strie im Mit­tel­punkt. In unmit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft zu den bekann­ten Spiel­zeug­städ­ten Nürn­berg und Fürth wur­de seit Mit­te des 19. Jahr­hun­derts auch in Zirn­dorf ein­fa­ches Blech­spiel­zeug pro­du­ziert, vor allem Brumm­krei­sel, Klap­pern, Trom­pe­ten, Kin­der­her­de und Spar­do­sen. Hier kann so manch einer ein Spiel­zeug aus sei­nen Kin­der­ta­gen wie­der­ent­decken und somit längst ver­ges­se­ne Kind­heits­träu­me wie­der leben­dig wer­den las­sen! Für Kin­der besteht die Mög­lich­keit zu sehen, womit ihre Groß- und Urgroß­el­tern gespielt haben. Das Ober­ge­schoss ist der Geschich­te Zirn­dorfs wäh­rend des Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges gewid­met. 1632 kam es nahe der Alten Veste, wo Ober­be­fehls­ha­ber Albrecht von Wal­len­stein ein Lager errich­tet hat­te, zu einer krie­ge­ri­schen Begeg­nung mit Gustav II. Adolf von Schwe­den. Diora­men und Model­le sowie zeit­ge­nös­si­sche Schil­de­run­gen über das Lager­le­ben, das Schick­sal der
Sol­da­ten und der Zivil­be­völ­ke­rung ver­an­schau­li­chen die­ses Kapi­tel frän­ki­scher Kriegsgeschichte.

AUS­STEL­LUNGS­DAU­ER: Bis 8. Janu­ar 2023
ÖFF­NUNGS­ZEI­TEN: Di-So 11–16 Uhr JULI/AUG. 2022 – DI-DO 11–16 UHR FR-SO 11–17 UHR

NÄHE­RE INFOR­MA­TIO­NEN: Muse­um Zirn­dorf, Spi­tal­stra­ße 2, 90513 Zirn­dorf, Tel.: 0911–96060590, www​.muse​um​.zirn​dorf​.de

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