Sonn­tags­ge­dan­ken: Blinklichter

Symbolbild Religion

Na so eine Ver­schwen­dung, lie­be Freun­de! Da pre­di­gen uns unse­re Poli­ti­ker, wir sol­len unbe­dingt spa­ren; an Heiz­öl, Gas und Strom. Doch das scheint Jesus nicht zu inter­es­sie­ren. Denn er meint: „Lasst eure Lam­pen brennen!“

Lie­be Freunde,

nein, Sie wis­sen, dass das iro­nisch gemeint ist. Schließ­lich geht es nicht um strom­fres­sen­de Wor­te bei Sei­ner Mah­nung. Sein gan­zes Leben, sei­ne Taten, sei­ne Wor­te waren für die Men­schen ein Licht.

Pfarrer Klaus Weigand (rechts) mit Urmel ...

Pfar­rer Klaus Wei­gand (rechts) mit Urmel …

Ich ver­glei­che Jesus ger­ne mit einem Blink­licht, wie wir es von den Bau­stel­len her ken­nen. Es gibt da Blink­lich­ter, die uns an Bau­stel­len war­nen, die also den Zweck haben, uns vor einem Unfall zu bewahren.

Das möch­te Jesus auch für uns sein: ein Blink­licht, das uns mahnt, und zwar vor allem, was uns scha­den könn­te. Sei­ne Wort und Sei­ne Taten haben immer Leben in Fül­le vermittelt.

Und dazu ruft er Sie und auch mich. So wie er Men­schen davor bewah­ren woll­te, ihr Leben so zu ein­zu­rich­ten, dass es für einen sel­ber und auch für die Mit­men­schen zum Nach­teil wer­den wür­de, so mah­nen uns sei­ne Wor­te zur Wachsamkeit:

Wir sol­len mit offe­nen Augen durch die Welt gehen und für ande­re Men­schen da sein.

Wir sol­len mit offe­nen Augen durch die Welt gehen und die Schön­hei­ten, die oft klein und unschein­bar sind, ent­decken, weil sie uns hel­fen, zu leben. Und von da an kön­nen wir auch ande­ren durch klei­ne Din­ge Leben ermöglichen.

Aber kön­nen wir das über­haupt noch? Wer ist denn noch in der Lage, die klei­nen Din­ge auf sei­nem Weg zu sehen und sich davon stär­ken zu las­sen? Aber ich bin über­zeugt, dass es genau das braucht.

Wir brau­chen vor allem in unse­rer Kir­che wie­der Men­schen, die wie sol­che Blink­lich­ter sind: Men­schen, deren Lam­pen bren­nen und die dadurch ande­ren Men­schen Mut machen.

Wir brau­chen Men­schen, die wie Blink­lich­ter sind und ande­re auf­bau­en und sie nicht einschüchtern.

Des­we­gen brau­chen wir eine Kir­che, die wie­der die vie­len Talen­te schätzt und nicht ein­fach nur aus­nutzt . Wir brau­chen eine Kir­che, die die Lam­pen der Men­schen bren­nen lässt und nicht am Bren­nen hindert.

Dazu ruft Jesus auf. Dazu ruft er Sie auf: Las­sen Sie Ihre Lam­pe leuch­ten. Und wenn Ihr Licht auch noch so klein zu sein scheint, las­sen Sie es erst recht leuch­ten, denn Sie selbst sind ein Licht, ein Stern, eine Leuch­te. Las­sen Sie Ihr Licht strah­len, denn es kann die Dun­kel­heit in einem andern Men­schen vertreiben.

Lass Dein Licht leuch­ten, wir alle brau­chen Dich!

So wün­sche ich Ihnen wirk­lich von gan­zem Her­zen, dass es auf Ihrem Weg vie­le Lich­ter gibt, die Ihnen leuch­ten; Lich­ter, an denen Sie sich ori­en­tie­ren kön­nen und die sie ermu­ti­gen: Lich­ter, die Ihnen leuchten.

Aber ich wün­sche Ihnen auch sel­ber den Mut, ein Licht zu sein. So kön­nen wir ein wenig Dun­kel­heit in unse­rem Umfeld vertreiben.

Eine gute Zeit!

Klaus Wei­gand


Wei­te­re Sonn­tags­ge­dan­ken

Infos zu Pfar­rer Klaus Weigand

  • Gebo­ren 1966 in Erlen­bach am Main (Unter­fran­ken)
  • Abitur am The­re­sia­num in Bam­berg 1989
  • Stu­di­um der Kath. Theo­lo­gie in Bam­berg und Wien
  • Prie­ster­wei­he 1998
  • Tätig­kei­ten:
    • Fürth, Christ­kö­nig von 1997 – 2010
    • Bucken­ho­fen als Pfarr­ad­mi­ni­stra­tor 2010 – 2015
    • seit 2015 in Herolds­bach und Hausen

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