Baye­ri­scher Bio­di­ver­si­täts­preis für die Gemein­de Stegaurach

Preisverleihung in Schloss Thurn
Preisverleihung in Schloss Thurn

Baye­ri­scher Bio­di­ver­si­täts­preis 2022: „Tie­re der Nacht – Nacht­le­ben in der Natur“

Die Gemein­de Ste­gau­rach ist Ende Juli mit dem Baye­ri­schen Bio­di­ver­si­täts­preis 2022 aus­ge­zeich­net wor­den. Staats­mi­ni­ster Thor­sten Glau­ber über­reich­te im Schloss Thurn in Herolds­bach den drit­ten Preis für das Pro­jekt „LED-Umrü­stung der Stra­ßen­be­leuch­tung, Schaf­fung neu­er Lebens­räu­me und son­sti­ge Maß­nah­men“ an Ersten Bür­ger­mei­ster Thi­lo Wag­ner, Zwei­ten Bür­ger­mei­ster Bernd Fricke und Bio­di­ver­si­täts­ma­na­ge­rin Mari­on Müller.

Unter dem Mot­to „Tie­re der Nacht – Nacht­le­ben in der Natur“ hat­te der Baye­ri­sche Natur­schutz­fonds den Baye­ri­schen Bio­di­ver­si­täts­preis 2022 aus­ge­lobt. Mit dem Preis soll das Bewusst­sein für den Erhalt der Arten­viel­falt und der Lebens­räu­me gestärkt und das Enga­ge­ment für die­ses Anlie­gen aner­kannt werden.

Den 1. Preis erhiel­ten das Ehren­amt­li­che LBV-Uhu-Revier, den 2. Preis die Stadt Wun­sie­del mit dem Pro­jekt: „För­de­rung der Bio­di­ver­si­tät der Fle­der­mäu­se im baye­risch-böh­mi­schen Grenz­ge­biet“ und wei­te­re 3. Prei­se der Nacht­fal­ter­schüt­zer Wal­ter Hund­ham­mer, der Markt Gras­sau mit sei­nem Muse­um Salz & Moor, die Fle­der­maus­freun­de Fürth u.a.

Die Gemein­de Ste­gau­rach ist eben­falls unter den Preis­trä­gern. Sie hat im Jahr 2019 beschlos­sen, den kom­plet­ten Aus­tausch der Stra­ßen­be­leuch­tung auf LED-Lam­pen mit einer gerin­gen Kel­vin­zahl vor­zu­neh­men, um somit einen Bei­trag zum Schutz der Nacht und der nacht­ak­ti­ven Arten­viel­falt zu lei­sten. Bei der Auf­stel­lung der Lam­pen wur­de dar­auf geach­tet, mög­lichst nur den Stra­ßen- und Geh­weg­kör­per zu beleuch­ten. Eine Beleuch­tung von Haus­wän­den, Bäu­men und Gär­ten wur­de bewusst ver­mie­den, um die Beein­träch­ti­gung von nacht­ak­ti­ven Tie­ren so gering wie mög­lich zu hal­ten. Ein ehren­amt­li­cher Agen­da-Arbeits­kreis hat für nach­ak­ti­ve Tie­re neue Lebens­räu­me geschaf­fen. Außer­dem hat die Gemein­de Ste­gau­rach das Mahd­re­gime geän­dert sowie Bra­chen und Blüh­flä­chen für die nacht­ak­ti­ve Tier­welt ent­wickelt. „Das Pro­jekt kann als „best practice“-Beispiel für zahl­rei­che ande­re Kom­mu­nen die­nen und moti­viert mit sei­nem Vor­bild­cha­rak­ter zur Nach­ah­mung“, hieß es bei der Preis­ver­lei­hung. Die Ste­gau­ra­cher Abord­nung freu­te sich sehr über die Aus­zeich­nung und ver­sprach, sich im Gemein­de­ge­biet wei­ter­hin tat­kräf­tig für die Bio­di­ver­si­tät einzusetzen.

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