Land­kreis Lich­ten­fels: „Wir machen hier akti­ven Umwelt­schutz“ – Anika Lei­mei­ster ist seit dem 1. Juli 2022 Klimaschutzbeauftragte

Klimaschutzbeauftragte Anika Leimeister_Bild
v.l. Landrat Christian Meißner mit der neuen Klimaschutzbeauftragten des Landkreises Lichtenfels, Anika Leimeister. Foto: Landratsamt Lichtenfels/Andreas Grosch

Sie ist noch sehr jung – doch seit sie den­ken kann, sind Umwelt- und Kli­ma­schutz ein wich­ti­ges The­ma für sie. Nicht zuletzt des­we­gen hat sie sich nach ihrem Mathe‑, Phy­sik- und Erzie­hungs­wis­sen­schafts­stu­di­um ent­schie­den, ein wei­te­res der Umwelt- und Res­sour­cen­tech­no­lo­gie sowie ein Zusatz­stu­di­um in Umwelt­recht anzu­hän­gen. Seit 1. Juli 2022 ist Anika Lei­mei­ster nun Kli­ma­schutz­be­auf­trag­te für den Land­kreis Lich­ten­fels – und sie geht mit gro­ßer Lei­den­schaft an die Arbeit.

„Was ich hier das Span­nen­de fin­de ist, dass wir hier akti­ven Umwelt­schutz machen“, sagt die 25-Jäh­ri­ge und beginnt begei­stert zu erzäh­len. „Wir wol­len Emis­sio­nen ver­mei­den und Ener­gie ein­spa­ren. Wir müs­sen jetzt die Wei­chen stel­len für die Zukunft“: Das ist für die jun­ge Frau klar. Klar war für sie „immer auch, dass ich in der Regi­on blei­be und mein Wis­sen für die Regi­on ein­brin­ge“. Denn Anika Lei­mei­ster ist eben­so boden­stän­dig wie heimatverbunden.

„Ich freue mich, dass wir mit Frau Lei­mei­ster eine enga­gier­te jun­ge Mit­ar­bei­te­rin gefun­den haben, die zudem noch ein Land­kreis­kind ist und Ihren Land­kreis nun beim The­ma Kli­ma­schutz wei­ter­ent­wickelt. Der Land­kreis Lich­ten­fels hat beim The­ma Kli­ma­schutz bereits mit den Lich­ten­fel­ser Son­nen­ta­gen, die es seit 1998 gibt, die Wei­chen gestellt. Jetzt wol­len wir mit Unter­stüt­zung von Frau Lei­mei­ster die Ver­net­zung im Land­kreis Lich­ten­fels und sei­nen elf Städ­ten, Märk­ten und Gemein­den stär­ken und wei­te­re Impul­se set­zen“, erläu­tert Land­rat Meiß­ner die künf­ti­gen Schwer­punk­te der Klimaschutzbeauftragen.

In der Regi­on verwurzelt

Von klein auf ist sie in ihrer Hei­mat­ge­mein­de Red­witz fest ver­wur­zelt und enga­giert. Ihrer Lie­be zur Natur präg­te nicht zuletzt der Angel­sport­ver­ein. Auch bei der Was­ser­wacht ist Anika Lei­mei­ster aktiv, absol­vier­te neben der Sani­täts­dienst- auch die Was­ser­ret­ter­aus­bil­dung. Dar­über hin­aus mach­te sie die „Juleica“-Ausbildung – die Basis für ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment in der Jugendarbeit.

Nach dem Abitur am Gym­na­si­um Burg­kunst­adt stu­dier­te Anika Lei­mei­ster an der Uni­ver­si­tät Bay­reuth zunächst Mathe, Phy­sik und Erzie­hungs­wis­sen­schaf­ten bis zum Bache­lor. Dabei stell­te sie fest, dass sie sich mehr für das Tech­ni­sche und die Umwelt inter­es­sier­te. Ent­spre­chend ent­schied sie sich für ein wei­te­res Bache­lor-Stu­di­um der Umwelt- und Res­sour­cen­tech­no­lo­gie (URT). Bei die­sem Stu­di­en­gang liegt der Schwer­punkt auf dem Inge­nieur­wis­sen­schaft­li­chen. Er inte­griert und ver­mit­telt aber auch Fer­tig­kei­ten ande­rer umwelt- und res­sour­cen­re­le­van­ter Fachdisziplinen.

Das Zusatz­stu­di­um „Umwelt­recht“ hat das Ziel, Stu­die­ren­den der Bio­lo­gie, Che­mie, Geo­wis­sen­schaf­ten sowie Inge­nieurs­wis­sen­schaf­ten die juri­sti­schen Grund­la­gen im Öffent­li­chen Recht und Ver­wal­tungs­recht sowie spe­zi­ell in den Berei­chen Natur­schutz und Land­schafts­pfle­ge, Boden­schutz, Immis­si­ons­schutz, Gewäs­ser­schutz und Kli­ma­schutz zu ver­mit­teln. Mit die­sem Wis­sen aus­ge­stat­tet, sol­len die Absol­ven­ten und Absol­ven­tin­nen in Berufs­pra­xis und For­schung mit Juri­sten und Juri­stin­nen kom­pe­tent kom­mu­ni­zie­ren und zur ganz­heit­li­chen Lösung von Umwelt­pro­ble­men bei­tra­gen können.

„Bei­de Stu­di­en­gän­ge zusam­men sind ‚ziem­lich all­um­fas­send‘“, resü­miert Anika Lei­mei­ster. „Man bekommt die Kom­pe­tenz, sich in die The­ma­tik inten­siv ein­zu­ar­bei­ten.“ Beste Vor­aus­set­zun­gen also für das Auf­ga­ben­feld der Kli­ma­schutz­be­auf­trag­ten, das an sich auch „ziem­lich all­um­fas­send“ ist.

Wich­ti­ge Wei­chen gestellt

Anika Lei­mei­ster stellt her­aus, der Land­kreis Lich­ten­fels habe bereits vor mehr als zwei Jahr­zehn­ten in punk­to Kli­ma- und Umwelt­schutz die Wei­chen in die rich­ti­ge Rich­tung gestellt und kon­ti­nu­ier­lich wich­ti­ge Pro­jek­te auf den Weg gebracht. Auf die­ser Basis gel­te es nun zukunfts­wei­send wei­ter zu agie­ren, die Kli­ma­zie­le und das vor­han­de­ne Kli­ma­schutz­kon­zept fort­zu­schrei­ben sowie Stra­te­gien zu ent­wickeln, wie der Kli­ma- und Umwelt­schutz wei­ter vor­an­ge­bracht wer­den können.

Nach einer Ana­ly­se des Sta­tus Quo – sie über­prüft auch das Kli­ma­schutz­kon­zept auf Aktua­li­tät – möch­te Anika Lei­mei­ster wei­te­re Pro­jek­te kon­zep­tio­nie­ren und umset­zen. Dafür möch­te sie vor­han­de­ne Netz­wer­ke wei­ter aus­bau­en, gege­be­nen­falls neue schaf­fen, Syn­er­gien nut­zen und auch För­der­mög­lich­kei­ten aus­lo­ten. Wich­ti­ge Punk­te wer­den dabei auch die Bera­tung, Öffent­lich­keits­ar­beit und die Umwelt­bil­dung sein.

Die Visi­on der Kli­ma­schutz­be­auf­trag­ten: „Ich möch­te etwas bewir­ken. Ich möch­te am Ende mei­nes Lebens sagen kön­nen, ich habe die Welt ein klein wenig bes­ser gemacht. Ich möch­te dazu bei­tra­gen, dass wir den fol­gen­den Genera­tio­nen eine annehm­ba­re Welt hin­ter­las­sen.“ Dabei ist die Begei­ste­rung, mit der Anika Lei­mei­ster über ihren Auf­ga­ben­be­reich, ihre Ideen und Plä­ne spricht, ansteckend.

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