Kulm­bach: Die Genuss­re­gi­on Ober­fran­ken fei­ert ihr 15-jäh­ri­ges Bestehen

Kulmbach: Die Genussregion Oberfranken feiert ihr 15-jähriges Bestehen Juli 2022
Die Genussregion Oberfranken hat sich zu einem Aushängeschild für Oberfranken entwickelt. Landrat Klaus Peter Söllner, 1. Vorsitzender der Genussregion Oberfranken (3.v.l.) zeichnete bei der Mitgliederversammlung Metzgermeister Christian Herpich aus Hof (3.v.r.) und den Hotelier Stephan Ertl aus Kulmbach (ganz rechts) für ihr langjähriges Engagement im Vorstand des Vereins aus. Mit im Bild v.l. Dr. Bernd Sauer von der Handwerkskammer, der Harsdorfer Bürgermeister Günther Hübner und der Leiter des KERN Bayern, Guido Winter (2.v.r.). Foto: Reißaus / Genussregion

15 Jah­re Genuss­re­gi­on: Sie­ges­zug für Oberfranken

Kulmbach: Die Genussregion Oberfranken feiert ihr 15-jähriges Bestehen Juli 2022

Ober­fran­ken ist heu­te als Genuss­re­gi­on bekannt – in Ober­fran­ken, aber längst auch dar­über hin­aus. Foto: Genussregion

15 Jah­re nach sei­ner Grün­dung zog der 1. Vor­sit­zen­de der Genuss­re­gi­on Ober­fran­ken, der Kulm­ba­cher Land­rat Klaus Pater Söll­ner, eine erfolg­rei­che Bilanz für den Ver­ein Genuss­re­gi­on Ober­fran­ken. Uns ist es in den letz­ten Jah­ren gelun­gen, das Image Ober­fran­kens deut­lich auf­zu­wer­ten. Genuss­re­gi­on, das ist ein Aus­hän­ge­schild, ein Allein­stel­lungs­merk­mal für Ober­fran­ken, das sym­pa­thi­scher nicht sein kann, so Söll­ner. Ober­fran­ken hat nach wie vor die höch­ste Dich­te an Braue­rei­en, Metz­ge­rei­en, Bäcke­rei­en, Bren­ne­rei­en und Teich­wir­ten. Ober­fran­ken hat nach wie vor die höch­ste Dich­te an Braue­rei­en, Metz­ge­rei­en, Bäcke­rei­en, Bren­ne­rei­en und Teich­wir­ten. Damit ver­bun­den ist eine Spe­zia­li­tä­ten­viel­falt und jahr­hun­der­te­al­te Tra­di­ti­on in der Her­stel­lung regio­na­ler Lebens­mit­tel. Land­wirt­schaft, Hand­werk und natür­lich die Gastro­no­mie prä­gen Ober­fran­ken als Genuss­re­gi­on. Eben­so, dass fast jede Stadt und jeder Land­kreis, natur­räum­lich und histo­risch bedingt, sei­ne eige­nen Spe­zia­li­tä­ten hat. Ins­ge­samt hat der Ver­ein 321 regio­na­le Spe­zia­li­tä­ten für Ober­fran­ken recher­chiert. Und natür­lich die vie­len Hun­dert Bier­gär­ten, Kirch­wei­hen und Volks­fe­ste, in denen die Genuss­re­gi­on auch per­sön­lich erlebt und genos­sen wer­den kann.

Ober­fran­ken ist heu­te als Genuss­re­gi­on bekannt – in Ober­fran­ken, aber längst auch dar­über hin­aus. Es ver­geht kaum ein Tag, an dem nicht das Wort Genuss­re­gi­on in einer der regio­na­len Tages­zei­tun­gen zu lesen ist. Die Inter­net­sei­te der Genuss­re­gi­on Ober­fran­ken, die die Spe­zia­li­tä­ten­viel­falt Ober­fran­kens umfas­send beschreibt, hat natür­lich eben­so zu der Bekannt­heit der Genuss­re­gi­on Ober­fran­ken bei­getra­gen, wie die tou­ri­sti­schen Hin­weis­schil­der, die seit dem Jahr 2008 an allen Auto­bah­nen nach Ober­fran­ken ste­hen und mitt­ler­wei­le, und das muss man sich auf der Zun­ge zer­ge­hen las­sen, von über 300 Mil­lio­nen Auto­fah­rern gese­hen wor­den sind. Und natür­lich die Aus­zeich­nung der Arbeit des Ver­eins durch die Deut­sche Kul­tus­mi­ni­ster­kon­fe­renz, die Deut­sche UNESCO-Kom­mis­si­on und den Baye­ri­schen Mini­ster­rat mit der Auf­nah­me in das baye­ri­sche und bun­des­wei­te Regi­ster Guter Pra­xis­bei­spie­le der Erhal­tung des Imma­te­ri­el­len Kul­tur­er­bes. In die­ses Ver­zeich­nis wer­den Pro­jek­te und Akti­vi­tä­ten auf­ge­nom­men, die modell­haft die Grund­sät­ze und Zie­le des UNESCO-Über­ein­kom­mens zur Erhal­tung des imma­te­ri­el­len Kul­tur­er­bes widerspiegeln.

Die Tat­sa­che, dass jeder Mini­ster und der Baye­ri­sche Mini­ster­prä­si­dent die Genuss­re­gi­on Ober­fran­ken kennt und auch als sol­che wahr­nimmt, zeigt eben­so wie die Besu­che ver­schie­den­ster Regio­na­lin­itia­ti­ven die gro­ße Strahl­kraft des Vereins.

Dass Ober­fran­ken so bekannt gewor­den ist, so Dr. Bernd Sau­er von der Hand­werks­kam­mer, der den Jah­res­be­richt des Ver­eins vor­stell­te, hat aber noch wei­te­re Grün­de. Als erstes natür­lich wegen der sehr hohen Viel­falt und sehr hohen Qua­li­tät der regio­na­len ober­frän­ki­schen Spe­zia­li­tä­ten. Dar­über hin­aus hat der Ver­ein Genuss­re­gi­on Ober­fran­ken aber auch mehr als 150 Genuss­bot­schaf­ter aus­ge­bil­det, die in einem 6‑Ta­ge-Lehr­gang gelernt haben, die Viel­falt der ober­frän­ki­schen Kuli­na­rik zu prä­sen­tie­ren und indi­vi­du­el­le Erleb­nis­an­ge­bo­te zu ent­wickeln. Die­se sind das ganz Jahr unter­wegs und bie­ten Ver­ko­stun­gen, Genuss­se­mi­na­re, Betriebs­füh­run­gen, Stadt- und Land­schafts­füh­run­gen mit Genuss­erleb­nis­sen, Mit­mach­ak­tio­nen, spe­zi­el­le Ange­bo­te für Betriebs- und Fami­li­en­fei­ern oder Events an beson­de­ren Ver­an­stal­tungs­or­ten an.

Vor allem aber, so Sau­er, kom­mu­ni­zie­ren die mitt­ler­wei­le 359 Mit­glie­der des Ver­eins Genuss­re­gi­on Ober­fran­ken täg­lich das, was die Genuss­re­gi­on aus­macht, an ihre Kun­den und pro­du­zie­ren und berei­ten täg­lich die viel­ge­lieb­ten regio­na­len Spe­zia­li­tä­ten. Land­rat Söll­ner zeich­ne­te vor die­sem Hin­ter­grund die bei­den Vor­stands­mit­glie­der Ste­phan Ertl, Hotel Ertl aus Kulm­bach, und Chri­sti­an Her­pich, Metz­ge­rei Her­pich aus Hof aus, die seit der Grün­dung des Ver­eins die Genuss­re­gi­on Ober­fran­ken ent­schei­dend nach vor­ne gebracht haben. Ste­phan Ertl im Bereich Gastro­no­mie, Chri­sti­an Her­pich für das Hand­werk und Son­der­ak­tio­nen, wie den viel beach­te­ten ersten ober­frän­ki­schen Lebensmittelgipfel.

Trotz Coro­na und der Ukrai­ne-Kri­se konn­te der Ver­ein Genuss­re­gi­on Ober­fran­ken auch für das Jahr 2021 eine Erfolgs­bi­lanz zie­hen. Die Mit­glie­der­zahl ist noch­mals um 2 Pro­zent von 351 auf 359 Mit­glie­der gestie­gen. Wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie wur­den ver­schie­de­ne Maß­nah­men ergrif­fen, um vor allem der vom Lock­down betrof­fe­nen Gastro­no­mie zu hel­fen. So zum Bei­spiel durch Genuss­gut­schei­ne im Land­kreis Kulm­bach, mit denen die hei­mi­sche Gastro­no­mie in ihrer schwer­sten Zeit einen zustäz­li­chen Umsatz von mehr als 200.000 EURO erzie­len konn­te. Land­rat Söll­ner und Dr. Sau­er bedank­ten sich an die­ser Stel­le aus­drück­lich bei der Ober­fran­ken­stif­tung, die die Arbeit des Ver­eins finan­zi­ell för­dert und es dem Ver­ein ermög­licht, mit dem Genuss-Exper­ten Nor­bert Heim­beck einen haupt­amt­li­chen Geschäfts­füh­rer zu haben, der mit zahl­rei­chen Vor­trä­gen, Work­shops, Aktio­nen und Koope­ra­tio­nen, wie z. B. mit den ober­frän­ki­schen Muse­en, die Genuss­re­gi­on erfolg­reich weiterentwickelt.

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