Eber­mann­stadt: Dia­ko­nie Bam­berg-Forch­heim führt Ste­pha­nie Som­mer offi­zi­ell als Lei­te­rin der Dia­ko­nie­sta­ti­on Frän­ki­sche Schweiz ein

Ebermannstadt: Diakonie Bamberg-Forchheim führt Stephanie Sommer offiziell als Leiterin der Diakoniestation Fränkische Schweiz ein August 2022
„Die richtige Frau an der richtigen Stelle: dynamisch, kreativ, sehr umtriebig, immer mit Blick auf das Team.“ Von links im Bild: Alexandra Dauer, Stephanie Sommer, Pfarrer Stefan Berner, Christine Aßhoff. Foto: Diakonisches Werk Bamberg-Forchheim

„Die rich­ti­ge Frau an der rich­ti­gen Stelle“

„Die rich­ti­ge Frau an der rich­ti­gen Stel­le: dyna­misch, krea­tiv, sehr umtrie­big, immer mit Blick auf das Team.“ Das war die Beschrei­bung Ste­pha­nie Som­mers durch Dr. Nor­bert Kern, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Dia­ko­nie Bam­berg-Forch­heim. Anlass war die Ein­füh­rung Ste­pha­nie Som­mers als Lei­te­rin der neu gegrün­de­ten Dia­ko­nie­sta­ti­on Frän­ki­sche Schweiz in Eber­mann­stadt. Zuvor war die Pfle­ge­ex­per­tin bereits zehn Jah­re für die Dia­ko­nie Bam­berg-Forch­heim im Ein­satz, manag­te u.a. etli­che Jah­re als Pfle­ge­dienst­lei­tung das Senio­ren­zen­trum Frän­ki­sche Schweiz. In den letz­ten Jah­ren bau­te sie par­al­lel dazu als Filia­le der Forch­hei­mer Dia­ko­nie­sta­ti­on noch die ambu­lan­te Pfle­ge im Wie­sent­tal auf.

Garant mit zusätz­li­chen Angeboten

„Mit etwas Klei­nem haben Sie ange­fan­gen. Und es ist so gut gewach­sen. Sie kön­nen stolz auf sich sein“, mein­te Alex­an­dra Dau­er, Lei­te­rin des Ver­bund Frän­ki­sche Schweiz und ehe­ma­li­ge Vor­ge­setz­te Ste­pha­nie Som­mers. Seit 1. April 2022 ist die Filia­le eine eige­ne Ein­rich­tung. 14 Mit­ar­bei­ten­de ver­sor­gen mitt­ler­wei­le über 80 Kund_​innen in der Region.

Wie wich­tig die­ses Ange­bot ist, beton­te Bar­ba­ra Pon­e­leit als Ver­tre­tung des Land­rats: „Die ambu­lan­te Pfle­ge ist der Garant, dass wir dort alt wer­den kön­nen, wo wir möch­ten.“ Auch Eber­mann­stadts Bür­ger­mei­ste­rin Chri­stia­ne Mey­er schloss sich dem an: „Als Bür­ger­mei­ste­rin erle­be ich die Sor­ge der Men­schen: Wie und wo wer­de ich im Alter gepflegt? Aber auch die Sor­ge, dass man den Ange­hö­ri­gen zur Last fal­len könn­te.“ Sie zitier­te Sta­ti­sti­ken, die bele­gen, dass der Bedarf an Pfle­ge in Zukunft nicht mehr von Pfle­ge­hei­men abge­deckt wer­den könne.

„Beson­ders freut mich, dass Ste­pha­nie Som­mer und ihr Team zusätz­lich zur ambu­lan­ten Pfle­ge auch eine Betreu­ung für Pfle­ge­be­dürf­ti­ge zuhau­se anbie­ten und eine Betreu­ungs­grup­pe im Senio­ren­zen­trum Mar­tin Luther in Streit­berg auf­bau­en“, so Chri­stia­ne Meyer.

Durch­at­men und aktiv werden

Chri­sti­ne Aßhoff, zustän­di­ge Abtei­lungs­lei­te­rin bei der Dia­ko­nie Bam­berg-Forch­heim, bedank­te sich bei die­ser Gele­gen­heit bei der Poli­tik für die Unter­stüt­zung. Sie hat­te bereits im Fest­got­tes­dienst in der Eber­mann­städ­ter Emma­us­kir­che die Gemein­de gemein­sam mit Pfar­rer Ste­fan Ber­ner begrüßt. Vie­le Mit­ar­bei­ten­de der Dia­ko­nie gestal­te­ten den Got­tes­dienst mit, der das Jah­res­the­ma der Dia­ko­nie auf­griff: „Atem schöp­fen“. „Coro­na hat uns viel abge­for­dert. Was brau­chen unse­re Mit­ar­bei­ten­den? Zeit, Atem zu schöp­fen“, erklär­te Chri­sti­ne Aßhoff die Wahl des The­mas. „Lei­stung ist in unse­rer Gesell­schaft ein hohes Gut, auch in den sozia­len Beru­fen“, so Pfar­rer Ber­ner in sei­ner Pre­digt. „Die­se Stel­len ber­gen aber die Gefahr, dass man immer ein biss­chen mehr dran­hängt – es geht ja um Men­schen, die auf uns ange­wie­sen sind!“ Die ver­gan­ge­nen zwei Jah­re hät­ten gezeigt, dass man arbei­ten kön­ne bis zum Umfal­len – und noch ein biss­chen mehr: „Hono­riert wird das aber in der sozia­len Bran­che nicht so, wie es eigent­lich wer­den soll­te.“ Sein Anlie­gen: „Lasst uns die Nöte der Men­schen, die in der sozia­len Bran­che arbei­ten, wahr­neh­men und dafür ein­tre­ten, dass sich etwas ändert.“ Das sei kei­ne Neid­de­bat­te, so der Theo­lo­ge wei­ter, es gin­ge viel­mehr dar­um, was Men­schen, die für Men­schen arbei­ten, wirk­lich ver­die­nen. Einen Wunsch hat­te er dann auch noch für die Kir­che: „Gott hat uns auch Zeit der Ruhe geschenkt. Wie schön wäre es, wenn der Got­tes­dienst nicht ein­fach ein zusätz­li­cher Ter­min wäre, son­dern eine Stun­de zum Durchatmen.“

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