Cobur­ger Ehe­paar über­gibt Schmuck an Betrüger

symbolfoto polizei

COBURG. Erneut gelang es Betrü­gern, unter Vor­spie­ge­lung einer Unfall­si­tua­ti­on, Wert­ge­gen­stän­de zu ergau­nern. Am Frei­tag­nach­mit­tag über­gab ein Ehe­paar Schmuck im Wert von meh­re­ren zehn­tau­send Euro an einen unbe­kann­ten Mann. Die Kri­po Coburg sucht Zeugen.

Das älte­re Paar erhielt am Nach­mit­tag einen Anruf von einer Frau, die sich als Poli­zi­stin aus­gab. Sie behaup­te­te, die Toch­ter der bei­den hät­te einen Ver­kehrs­un­fall ver­ur­sacht, bei dem ein Kind ums Leben gekom­men sei. Nun soll­ten die Senio­ren so vie­le Wert­sa­chen wie mög­lich als Sicher­heits­lei­stung bezah­len. Nur so käme ihre Toch­ter aus der Haft frei.

Die­ser Auf­for­de­rung kamen sie nach. Sie such­ten sämt­li­chen Schmuck zusam­men und bega­ben sich gegen 17 Uhr vor ein Senio­ren­wohn­heim im Max-Böh­me-Ring. Dort über­reich­ten sie die Schmuck­stücke in einem schwar­zen Käst­chen an eine männ­li­che Per­son. Eine nähe­re Beschrei­bung des Abho­lers ist nicht bekannt.

Die Kri­mi­nal­po­li­zei Coburg hat die Ermitt­lun­gen auf­ge­nom­men und bit­tet um Zeu­gen­hin­wei­se. Per­so­nen, die am Frei­tag­nach­mit­tag ver­däch­ti­ge Per­so­nen und/​oder Fahr­zeu­ge im Bereich des Max-Böh­me-Ring wahr­ge­nom­men haben oder sonst sach­dien­li­che Hin­wei­se geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich mit den Kri­mi­nal­be­am­ten aus Coburg unter der Tel.-Nr. 09561/645–0 in Ver­bin­dung zu setzen.

Die ober­frän­ki­sche Poli­zei warnt vor der bekann­ten Betrugsmasche:

  • Las­sen Sie sich von einem Anru­fer, der sich als Poli­zist oder Poli­zi­stin aus­gibt, den voll­stän­di­gen Namen, die Tele­fon­num­mer und die Dienst­stel­le geben. Legen Sie danach auf und rufen Sie selbst bei der Poli­zei­dienst­stel­le an und las­sen Sie sich den Ein­satz bestätigen.
  • Die ech­te Poli­zei wird nie­mals am Tele­fon nach Ihren finan­zi­el­len Ver­hält­nis­sen fra­gen oder Geld/​Wertgegenstände fordern.
  • Geben Sie kei­ne Aus­kunft über Ihre fami­liä­ren oder finan­zi­el­len Verhältnisse.
  • Las­sen Sie sich zeit­lich und emo­tio­nal nicht unter Druck setzen.
  • Hal­ten Sie nach einem Anruf mit finan­zi­el­len For­de­run­gen mit ande­ren Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen Rücksprache.
  • Über­ge­ben Sie nie­mals Geld oder Wert­ge­gen­stän­de an unbe­kann­te Per­so­nen – auch nicht, wenn sie angeb­lich im Auf­trag von Verwandten/​Bekannten oder Amts­per­so­nen handeln.
  • Infor­mie­ren Sie sofort die Poli­zei, wenn Ihnen etwas ver­däch­tig vor­kommt – Not­ruf: 110.

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