AELF Bam­berg infor­miert: Wald­päd­ago­gi­sches Ange­bot der Baye­ri­schen Forstverwaltung

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Den Wald mit allen Sin­nen erleben

Bay­erns Wäl­der stecken vol­ler Geheim­nis­se: Lei­den Bäu­me auch unter der Hit­ze? War­um wirft die Tan­ne ihre Nadeln im Win­ter nicht ab? Wel­che Tie­re leben eigent­lich im Wald und wie­viel Leben steckt in einer Hand­voll Wald­bo­den? Ant­wor­ten auf sol­che Fra­gen und die Mög­lich­keit, das fas­zi­nie­ren­de Öko­sy­stem Wald mit ganz neu­en Augen zu erle­ben bie­tet das wald­päd­ago­gi­sche Ange­bot der Baye­ri­schen Forstverwaltung.

Gemein­sam mit einem För­ster oder einer För­ste­rin geht es auf Ent­deckungs­rei­se in die grü­ne Lun­ge unse­rer Hei­mat. „Als För­ster ist es mir ein Her­zens­an­lie­gen mög­lichst vie­le Men­schen für unse­ren Wald zu begei­stern und zu zei­gen, wie die­ser ein­zig­ar­ti­ge Lebens­raum funk­tio­niert. Denn der Wald ist nicht nur ein span­nen­des Öko­sy­stem, son­dern er erbringt zahl­rei­che wich­ti­ge Funk­tio­nen für unse­re gan­ze Gesell­schaft.“, so Bereichs­lei­ter Micha­el Krep­pel vom Amt für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und For­sten (AELF) Bam­berg und wei­ter: „Wer sich mit dem Wald beschäf­tigt, ihn ein­mal mit allen Sin­nen erlebt hat, der weiß, dass es in Zei­ten des Kli­ma­wan­dels ent­schei­den­der denn je ist, sich um ihn zu küm­mern und ihn fit für die Zukunft zu machen.“

Wald­päd­ago­gik als Bildungsauftrag

Schon seit 1998 ist die Wald­päd­ago­gik als gesetz­li­cher Bil­dungs­auf­trag fest im Baye­ri­schen Wald­ge­setz ver­an­kert. In die­sem Rah­men bie­tet das AELF Bam­berg ganz­jäh­rig Wald­füh­run­gen an, in denen ziel­grup­pen­ge­recht und erleb­nis­ori­en­tiert aller­hand Wis­sens­wer­tes rund um das Öko­sy­stem Wald und die nach­hal­ti­ge Forst­wirt­schaft ver­mit­telt wird.

So ler­nen zum Bei­spiel die Schü­ler der 1. und 2. Klas­se der Mar­tin-Grund­schu­le Forch­heim spie­le­risch die ver­schie­de­nen Baum­ar­ten ken­nen. Mit­hil­fe von Papier und Stift wer­den zunächst die unter­schied­li­chen Rin­den­ar­ten ent­deckt und anschlie­ßend den umlie­gen­den Bäu­men zuge­ord­net. För­ster Micha­el Bug erklärt: „Kin­der ver­hal­ten sich im Wald anders als in der Schu­le. Hier­ar­chien wer­den auf­ge­löst, die Kin­der ler­nen und ent­decken gemein­sam, sie ler­nen neben­bei und sind dabei auch noch ent­spannt.“ Klas­sen­leh­rer Mar­tin Thamm ergänzt: „Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ler­nen durch Sehen, Füh­len und Hören. Das erleich­tert das Ler­nen und neu Erlern­tes wird leich­ter behal­ten.“ An wei­te­ren Sta­tio­nen ler­nen die Grund­schü­le­rIn­nen Wis­sens­wer­tes über Wild­schwei­ne und deren Fress­ge­wohn­hei­ten, trai­nie­ren lei­ses Pir­schen durch den Wald oder üben spie­le­risch mit­hil­fe von Wäsche­klam­mern das Absu­chen nach Zecken.

Der Kli­ma­wan­del geht uns alle an

Im Bru­der­wald nahe des Kli­ni­kums Bam­berg ent­decken die Schü­ler der 8. Klas­se des E.T.A.-Hofmann-Gymnasiums Bam­berg den Wald unter dem Mot­to „Kli­ma­wan­del und Nach­hal­tig­keit“. Bei einem ersten Spiel wird den Schü­le­rIn­nen ver­deut­licht, wie schwie­rig es ist, sei­ne eige­ne Kom­fort­zo­ne zu ver­las­sen und für die Gemein­schaft ein­zu­ste­hen. Der Ver­such soll zei­gen, wie wich­tig es ist, den Kli­ma­wan­del gemein­sam zu stop­pen. Die Schü­le­rIn­nen ler­nen, was sie als Indi­vi­du­um schaf­fen kön­nen und wie stark eine Grup­pe sein kann, um dem Kli­ma­wan­del ent­ge­gen­zu­wir­ken. Mit­hil­fe eines Kar­ten­spiels ver­deut­licht För­ster Yan­nik Hel­ler den Schü­le­rIn­nen, wie die hei­mi­schen Baum­ar­ten auf die stei­gen­den Tem­pe­ra­tu­ren reagie­ren wer­den und wie sich unser Wald ver­än­dern wird. An wei­te­ren Sta­tio­nen ler­nen die Jugend­li­chen in wel­chem Span­nungs­feld der Wald mit sei­nen viel­fäl­ti­gen Funk­tio­nen steht und was man selbst für die Natur und das Kli­ma tun kann.

Den Wald entdecken

In vie­len baye­ri­schen Wäl­dern gibt es soge­nann­te „Wald­er­leb­nis­pfa­de“, die auf eige­ne Faust erkun­det wer­den kön­nen. Für Jung und Alt hal­ten dort inter­ak­ti­ve Mit­mach­sta­tio­nen und Info­ta­feln aller­hand Stau­nens­wer­tes über den Wald und die Forst­wirt­schaft bereit. Im Land­kreis Bam­berg gibt es zum einen den „Wald­er­leb­nis­pfad Erle­be-Bru­der-Wald“. Der unter dem Mot­to „Woh­nung und Pro­duk­ti­ons­stät­te“ gestal­tet ist. Er soll den Kin­dern den Zugang zum Wald und sei­nen Bewoh­nern, zum Roh­stoff Holz und der Forst­wirt­schaft öff­nen. Zum ande­ren gibt es den Wald­er­leb­nis­pfad „Scheß­lit­zer Schul­wald“. Im Burg­holz zu Füßen der Giech­burg lädt die Eule Pia an zahl­rei­chen Sta­tio­nen ein, den Wald rie­chend, hörend und füh­lend zu erleben.

Bei Inter­es­se an einer Wald­füh­rung in den Land­krei­sen Bamberg/​Forchheim kön­nen sich die Leser (alt.: Hörer, Zuschau­er) an das AELF Bam­berg (Email: poststelle@​aelfba.​bayern.​de; Tele­fon: 0951/8687 0) wen­den. Für Schul­klas­sen sind die Füh­run­gen kostenfrei.

Nähe­re Infos zu den Wald­er­leb­nis­zen­tren gibt es unter https://​www​.stmelf​.bay​ern​.de/​w​a​l​d​/​w​a​l​d​p​a​e​d​a​g​o​g​i​k​/​w​a​l​d​e​r​l​e​b​n​i​s​z​e​n​t​r​e​n​/​i​n​d​e​x​.​php

Eine Über­sicht zu den baye­ri­schen Wald­er­leb­nis­pfa­den ist unter https://​www​.stmelf​.bay​ern​.de/​w​a​l​d​/​w​a​l​d​p​a​e​d​a​g​o​g​i​k​/​w​a​l​d​e​r​l​e​b​n​i​s​p​f​a​d​e​/​1​9​9​5​6​8​/​i​n​d​e​x​.​php zu finden.

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