Schnel­les Ein­grei­fen der Feu­er­weh­ren ver­hin­dert Flam­men­in­fer­no bei Kleingesee

Schnelles Eingreifen Feuerwehren Feldbrand Kleingesee Juli 2022
Nur mit vereinten Kräften war es möglich, ein Feuerinferno beim Brand einer landwirtschaftlichen Strohballenpressmaschine auf einem abgeernteten Getreidefeld nahe Kleingesee zu verhindern. Text + Fotos: Thomas Weichert

124 Feu­er­wehr­leu­te aus acht Feu­er­weh­ren bekämp­fen groß­flä­chi­gen Feldbrand

Aktu­ell herrscht in der Frän­ki­schen Schweiz wegen der anhal­ten­den Trocken­heit und enor­men Hit­ze „Wald­brand­stu­fe 5“. Die letz­te Stu­fe des Wald­b­rand­in­dex ist damit erreicht. Durch den Brand einer land­wirt­schaft­li­chen Stroh­bal­len­press­ma­schi­ne, die ver­mut­lich durch einen tech­ni­schen Defekt aus­ge­löst wur­de, kam es auf einem abge­ern­te­ten Getrei­de­feld nahe Klein­ge­see (Markt Göß­wein­stein) in Rich­tung Träg­weis (Stadt Pot­ten­stein) am Diens­tag­nach­mit­tag, 19. Juli 2022, zu einem groß­flä­chi­gen Feld­brand den 124 Feu­er­wehr­leu­te aus acht Feu­er­weh­ren bekämpf­ten und weit­aus Schlim­me­res ver­hin­der­ten.

Schnelles Eingreifen Feuerwehren Feldbrand Kleingesee Juli 2022

Das gesam­te abge­ern­te­te Getrei­de­feld und die Stroh­bal­len­press­ma­schi­ne stan­den lich­ter­loh in Flam­men. Foto: Tho­mas Weichert

Der Feu­er­alarm wur­de gegen 16 Uhr aus­ge­löst. Die ört­li­che Feu­er­wehr Klein­ge­see rück­te kurz dar­auf mit ihrem Tank­lösch­fahr­zeug und allen zur Ver­fü­gung ste­hen­den Ein­satz­kräf­ten zum Brand­herd aus. Kom­man­dant Mar­co Bren­del, der auch Kreis­brand­mei­ster ist und dem die Ein­satz­lei­tung oblag, alar­mier­te umge­hend nach. Nach­ein­an­der rück­ten Brand­be­kämp­fer der Feu­er­weh­ren Bärn­fels, Bie­ber­bach, Geschwand, Göß­wein­stein, Ober­tru­bach, Sta­del­ho­fen und Thuis­brunn, der Ret­tungs­dienst, die Poli­zei und die Kreis­brand­in­spek­ti­on des Land­krei­ses Forch­heim nach. Zu die­sem Zeit­punkt stand das gesam­te abge­ern­te­te Getrei­de­feld und die Stroh­bal­len­press­ma­schi­ne bereits lich­ter­loh in Flammen.

Schnelles Eingreifen Feuerwehren Feldbrand Kleingesee Juli 2022

Dem schnel­lem Ein­grei­fen der Feu­er­weh­ren ist es zu ver­dan­ken, das die Flam­men nicht auf das angren­zen­de Getrei­de­feld und den nahen Wald über­grei­fen konn­ten. Foto: Tho­mas Weichert

Dem schnel­lem Ein­grei­fen der Feu­er­weh­ren ist es zu ver­dan­ken, das die Flam­men nicht auf das angren­zen­de Getrei­de­feld des land­wirt­schaft­li­chen Nach­barn und auf den nahen Wald über­grei­fen konn­ten. Ein­satz­lei­ter Mar­co Bren­del spricht von einer „Ein­satz­schwie­rig­keit“, weil das Was­ser­netz in Klein­ge­see für der­ar­ti­ge Flä­chen­brän­de nicht aus­rei­chend ist. Sprich: Die Hydran­ten der Trink­was­ser­ver­sor­gung sind dafür nicht aus­ge­legt. Ange­wie­sen sei man daher in dem Jur­hoch­dorf auf den 80 Kubik­me­ter fas­sen­den Lösch­be­häl­ter am Feu­er­wehr­ge­rä­te­haus, zu dem eine lan­ge Schlauch­lei­tung gelegt wer­den muss­te und auf die Zister­nen von Pri­vat­haus­hal­ten. Und dies trotz was­ser­füh­ren­der Lösch­fahr­zeu­ge aus Göß­wein­stein oder Klein­ge­see. Unver­zicht­bar sind auch die Land­wir­te mit ihren Odel­fäs­sern die mit Lösch­was­ser gefüllt wur­den und mit ihren land­wirt­schaft­li­chen Gerä­ten mit zum Ein­satz kamen. „Die Land­wir­te aus der Regi­on wie auch orts­an­säs­si­ge Fir­men haben einen selbst­lo­sen Ein­satz gefah­ren und bei­spiels­lo­se Hilfs­be­reit­schaft gezeigt“, betont Bren­del. Nur so war es mit ver­ein­ten Kräf­ten mög­lich ein Feu­er­in­fer­no zu ver­hin­dern. Auch alle betei­lig­ten Feu­er­weh­ren arbei­te­ten tak­tisch außer­or­dent­lich gut zusam­men um einen noch grö­ße­ren Brand zu ver­hin­dern. Um 19.15 Uhr gab Bren­del Entwarnung.

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