Land­kreis Kro­nach: Mini­ster­prä­si­dent Bodo Rame­low zu Besuch bei Wie­gand Glas

Den Besuch des thü­rin­gi­schen Mini­ster­prä­si­den­ten Bodo Rame­low bei Wie­gand-Glas in Stein­bach am Wald kom­men­tiert Johan­nes Wag­ner, Abge­ord­ne­ter für den Wahl­kreis Coburg, Kro­nach, Gerolds­grün (Bünd­nis 90/​Die Grü­nen) aus Coburg: „Einer der Kern­in­hal­te des Gesprächs mit MP Bodo R. war natür­lich der Umgang mit einem Worst-Case Sze­na­rio, einem abso­lu­ten Gas­man­gel und dar­aus resul­tie­ren­den Lie­fer­eng­päs­sen für die Glas­in­du­strie. Soll­te es tat­säch­lich dazu kom­men, könn­te es zu einem dau­er­haf­ten Ver­lust wert­vol­ler indu­stri­el­ler Infra­struk­tur der hei­mi­schen Glas­in­du­strie kom­men. Tau­sen­de Arbeits­plätz, ja die gan­ze Indu­strie in unse­rer Regi­on wären in Gefahr. Daher wer­de ich mich per­sön­lich dafür ein­set­zen, dass das nicht passiert.

Dazu gehört ein­mal genau zu prü­fen, ob die Glas­in­du­strie im Fal­le eines abso­lu­ten Gas­man­gels mit ande­ren ener­gie­in­ten­si­ven Indu­strien gleich­ge­setzt und prio­ri­tär behan­delt wer­den kann. Gleich­zei­tig müs­sen jetzt alle Anstren­gun­gen unter­nom­men wer­den, um Ener­gie ein­zu­spa­ren. Wir kön­nen es uns gera­de bei­spiels­wei­se nicht lei­sten, im Som­mer Hal­len­bä­der zu beheizen.

Wie wir die Dekar­bo­ni­sie­rung der Glas­in­du­strie mit­tel- und lang­fri­stig vor­an­brin­gen kön­nen, ist eben­falls eine Fra­ge, auf die wir schnell Ant­wor­ten fin­den müs­sen. Denn eine Trans­for­ma­ti­on braucht Zeit. Aktu­ell gibt es erst zwei Schmel­z­wan­nen in der Regi­on, die elek­trisch betrie­ben wer­den. Um grö­ße­re Wan­nen elek­trisch betrei­ben zu kön­nen, braucht es daher inten­si­ve For­schung in die­sem Bereich wie auch den deut­li­chen Aus­bau des Strom­net­zes, dass bis­her gar nicht die Kapa­zi­tät bie­tet, alle Schmel­z­wan­nen elek­trisch zu betrei­ben. Daher begrü­ße ich das län­der­über­grei­fen­de Enga­ge­ment des Thü­rin­gi­schen Mini­ster­prä­si­den­ten bei der Suche nach Lösungsansätzen.“

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