Ober­tru­bach sieht beim Trink­was­ser­kon­zept die Was­ser­zweck­ver­bän­de am Zug

Gemein­de­rat befass­te sich mit der Anre­gung der Stadt­wer­ke Forch­heim und des Landratsamtes

Bereits zum zwei­ten Mal in der lau­fen­den Amts­pe­ri­ode muss­te Ober­tru­bachs zwei­ter Bür­ger­mei­ster Bernd Rei­chel (BU) den kurz­fri­stig posi­tiv-gete­ste­ten ersten Bür­ger­mei­ster Mar­kus Grü­ner (CSU) ver­tre­ten und so beton­te Rei­chel scherz­haft, wie froh er über die kur­ze Tages­ord­nung sei. Bür­ger­mei­ster Grü­ner fehl­te bei der Sit­zung wegen einem posi­ti­ven Coro­na-Schnell­test. Trotz leicht erhöh­ter Tem­pe­ra­tur, erfreue er sich jedoch bester Gesund­heit, wie er unse­rer Zei­tung tele­fo­nisch mit­teil­te. Das Ergeb­nis des danach erfolg­ten PCR-Tests war­te er nun noch ab.

Bürgermeister Markus Grüner, rechts Simon Reichel. Foto: Thomas Weichert

Bür­ger­mei­ster Mar­kus Grü­ner, rechts Simon Rei­chel. Foto: Tho­mas Weichert

Zu Beginn der Sit­zung spra­chen Rei­chel und der Gemein­de­rat dem Gemein­de­bür­ger Simon Rei­chel ihre Aner­ken­nung für beson­de­re Lei­stun­gen aus. Simon Rei­chel hat jüngst sein Abitur mit einem Noten­durch­schnitt von 1,0 bestan­den und war damit einer der vier Jahr­gangs­be­sten. Nach Aus­sa­ge sei­ner Eltern hat­te er gar nicht so viel gelernt, nur vor dem Eng­li­schen hat­te er etwas Bam­mel. Nach­dem Rei­chel zum Zeit­punkt der Sit­zung bereits auf dem Weg in den Urlaub war, ehe er im Herbst ein dua­les Infor­ma­tik­stu­di­um begin­nen wird, wur­de ihm eine klei­ne Auf­merk­sam­keit bereits am Vor­tag der Sit­zung von Bür­ger­mei­ster Grü­ner über­ge­ben. Die Gemein­de ehrt Bür­ger, die beson­de­re Lei­stun­gen erbracht haben und damit auch das Anse­hen der Gemein­de stei­gern, seit Jahren.

Mit der Fer­tig­stel­lung des neu­en Dorf­plat­zes in Wolfs­berg mit Spiel­platz neig­te sich nun der zwei­te Bau­ab­schnitt der Dorf­er­neue­rungs­maß­nah­me end­gül­tig sei­nem Ende ent­ge­gen. Vor weni­gen Tagen, so berich­te­te Rei­chel, sei der Platz nach sei­ner Fer­tig­stel­lung abge­nom­men wor­den. Bis Ende Juli sind von der Bau­fir­ma weni­ge klei­ne Nach­ar­bei­ten zu lei­sten, im Anschluss sol­len der Dorf­platz und der Spiel­platz eröff­net werden.Die Erstel­lung eines Trink­was­ser­kon­zep­tes für den Land­kreis Forch­heim stand im Mit­tel­punkt des öffent­li­chen Tei­les der Gemein­de­rats­sit­zung. Vor dem Hin­ter­grund der kli­ma­ti­schen Ver­än­de­run­gen war­ben die Stadt­wer­ke Forch­heim und das Land­rats­amt Forch­heim für die Erstel­lung einer Stu­die der Kom­mu­nen und Was­ser­ver­sor­ger, um sich für die Her­aus­for­de­rung, die Trink­was­ser­ver­sor­gung auch in den näch­sten 20 bis 50 Jah­ren im Land­kreis sicher zu stel­len, zu wapp­nen. Hier­bei, so heißt es in einem Schrei­ben, sei „neben der geleb­ten kom­mu­na­len Ver­ant­wor­tung und den bereits ver­wirk­lich­ten inter­kom­mu­na­len Koope­ra­tio­nen auch die Bestands­auf­nah­me jedes ein­zel­nen Trink­was­ser­ver­sor­gers wich­tig. Vor allem hin­sicht­lich Struk­tur wie Trink­was­ser­dar­ge­bot und Trink­was­ser­ge­win­nung, Was­ser­spei­che­rung, Netz­struk­tu­ren, aber auch Bear­bei­tung von soge­nann­ten Maß­nah­men­plä­nen“. Es gehe auch kon­kret um Notfallstrategien.Die Land­kreis­ge­mein­den wur­den des­halb gebe­ten grund­sätz­li­che Bereit­schaft zur Teil­nah­me an einer sol­chen Stu­die zu bekun­den. Die Was­ser­ver­sor­gung in der Gemein­de Ober­tru­bach obliegt dem Zweck­ver­band zur Was­ser­ver­sor­gung der Bet­zen­stein­grup­pe fast flä­chen­deckend, nur in den Ort­schaf­ten Geschwand und Lin­den erfolgt die Was­ser­ver­sor­gung durch den Zweck­ver­band der Wich­sen­stein­grup­pe. Die Ort­schaft Ober­tru­bach ist Was­ser­gast der Bet­zen­stein­grup­pe, eine Voll­mit­glied­schaft wer­de von­sei­ten der Gemein­de ange­strebt. Meh­re­re Rats­mit­glie­der um Erich Fied­ler (BU), der selbst stell­ver­tre­ten­der Ver­bands­vor­sit­zen­der ist, und Ste­fan Lang (CSU). stell­ten her­aus, dass die­ses Kon­zept unter den gege­be­nen Umstän­de eher für Was­ser­zweck­ver­bän­de von Inter­es­se sei, weni­ger für die Gemein­de, die eigent­lich kein Was­ser­ver­sor­ger mehr sei. Fied­ler beton­te zudem, dass die Ver­bän­de hin­sicht­lich der Ver­sor­gungs­si­che­rung in den letz­ten Jah­ren schon sehr viel getan hätten.Abschließend wies Rei­chel dar­auf hin, dass die für Mon­tag, den 25. Juli, um 18 Uhr geplan­te öffent­li­che Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung zur Grund­steu­er­re­form vom Saal des ehe­ma­li­gen Bil­dungs­hau­ses in den Saal des Gast­hau­ses „Alte Post“verlegt wer­den müsse.

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