Forch­hei­mer FREIE-WÄH­LER-Frak­ti­on stellt Eil­an­trag zur ört­li­chen Bewäl­ti­gung der Energiekrise

Sehr geehr­ter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehr­te Damen und Her­ren Stadträte,

die dro­hen­de Ener­gie­un­ter­ver­sor­gung und die damit im Kon­text ste­hen­de Ener­gie­ko­sten­stei­ge­rung sor­gen dafür, dass ganz Deutsch­land dar­über dis­ku­tiert, wo Gas und Ener­gie ein­ge­spart wer­den kön­nen. Auch vie­le Kom­mu­nen suchen mitt­ler­wei­le kon­kret in ihrem eige­nen Ver­ant­wor­tungs­be­reich nach Einsparpotenzialen.

„Damit wir im Win­ter war­me Woh­nun­gen haben, müs­sen wir schon im Som­mer spa­ren“, sagt etwa Hel­mut Dedy, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Deut­schen Städ­te­ta­ges. Von Schwimm­bä­dern mit gerin­ge­rer Was­ser­tem­pe­ra­tur ist die Rede, von weni­ger Grad in Büros, von kom­mu­na­len Wär­me­hal­len, in die Men­schen kom­men sol­len, die zu Hau­se nicht mehr hei­zen kön­nen aber auch von der Dim­mung und Teil­ab­schal­tung der Stra­ßen-/We­ge­be­leuch­tung oder der Fassadenbeleuchtung.

In Anbe­tracht der sehr ern­sten Lage und unter Ver­weis auf unse­re kom­mu­na­le Ver­ant­wor­tung soll­te sich des­halb die Ver­wal­tung und der Stadt­rat gemein­sam mit dem loka­len Ener­gie­ver­sor­ger Stadt­wer­ke Forch­heim, mit Wirt­schafts­ver­tre­tern, mit städ­ti­schen Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten aber auch mit der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr, dem THW und Sani­täts­dienst­lei­stern bzw. Ret­tungs­leit­stel­len fol­gen­de Fra­gen stellen:

  • Wel­che kri­ti­sche Infra­struk­tur hängt am Gas? Sind Kran­ken­haus, Pfle­ge­hei­me, städ­ti­sche Ein­rich­tun­gen und Dienst­lei­stun­gen sowie Schu­len betroffen?
  • Wel­che kom­mu­na­len Mög­lich­kei­ten gibt es, umzusteuern?
  • Wie kann die Stadt mit sofor­ti­ger Wir­kung ihren eige­nen Ver­brauch spür­bar senken?
  • Wel­che städ­ti­schen Ein­rich­tun­gen wür­den im Fall einer Abschal­tung vom Netz genommen?
  • Wel­che Fol­gen hät­te eine Abschal­tung oder redu­zier­te Ener­gie­lie­fe­rung für die Wirtschaft?
  • Wie kann der sozia­le Frie­de gewahrt wer­den, wenn Men­schen ihre Gas- oder Strom­rech­nun­gen nicht mehr zah­len können?
  • Wie kann ein regu­lä­rer Schul­be­trieb (betref­fend die in Trä­ger­schaft der Stadt Forch­heim ste­hen­den Schu­len) im Win­ter auf­recht­erhal­ten werden?

Durch eine ört­li­che Info­kam­pa­gne könn­te dar­über hin­aus das Ener­gie – Ein­spar­po­ten­ti­al pri­va­ter Haus­hal­te geho­ben und Ein­fluss auf das Ver­brau­cher­ver­hal­ten genom­men werden.

Die FREIE WÄH­LER – Frak­ti­on bean­tragt im Sin­ne die­ser Aus­füh­run­gen fol­gen­den Beschluss im Stadtrat:

„der Stadt­rat beauf­tragt noch vor der Som­mer­pau­se die Ver­wal­tung mit der Ein­rich­tung eines ört­li­chen Kri­sen­sta­bes, des­sen Auf­ga­be es ist, ver­schie­de­ne Eska­la­ti­ons­stu­fen zu prü­fen und Not­fall­plä­ne zu ent­wickeln, damit die Ener­gie­ver­sor­gung inner­halb der kri­ti­schen Infra­struk­tur sicher­ge­stellt und der Ener­gie­ver­brauch gesenkt wer­den kann. Beglei­tend soll eine loka­le Infor­ma­ti­ons­kam­pa­gne ent­wickelt wer­den, die pri­va­ten Haus­hal­ten Ein­spar­po­ten­tia­le auf­zeigt und die­se ani­miert, den Ener­gie­ver­brauch zu senken“.

Man­fred Hüm­mer, Erwin Held, Lud­wig Preusch

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