Bamberger:innen kön­nen beim „Fest der Mög­lich­kei­ten“ die Zukunft des Plat­zes an der Nörd­li­chen Pro­me­na­de mitgestalten

Bamberg Die Nördliche Promenade neu entdecken
Der Bauernmarkt auf der Nördlichen Promenade ist am Samstagvormittag ein beliebter Anlaufpunkt. Doch der Platz hat noch mehr Potenzial. Foto: Stadtarchiv Bamberg, Jürgen Schraudner

Alle Bamberger:innen kön­nen beim „Fest der Mög­lich­kei­ten“ am 23. Juli 2022 die Zukunft des Plat­zes mit­ge­stal­ten und erleben.

Heiß begehrt, das ist die Nörd­li­che Pro­me­na­de jeden Werk­tag. Wenn es dar­um geht, direkt im Zen­trum einen Park­platz zu ergat­tern, wird die Flä­che in unmit­tel­ba­rer Nähe zur Fuß­gän­ger­zo­ne und zum ZOB ger­ne ange­steu­ert. Doch in Zukunft soll der Ort weit mehr sein als ein Park­platz. „Unter den Bam­ber­ger Plät­zen fri­stet die Nörd­li­che Pro­me­na­de lei­der ein Schat­ten­da­sein. Eigent­lich ist die Flä­che sehr ein­falls­reich ange­legt und hat viel Poten­zi­al, das es nun krea­tiv zu heben gilt“, betont Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke. „Wenn die Bür­ger­schaft unse­rer Ein­la­dung folgt, wer­den vie­le Stim­men zu Wort kom­men, um Ideen und Vor­schlä­ge mit­ein­an­der aus­zu­tau­schen“, so der OB.

Bei der Neu­ge­stal­tung der Nörd­li­chen Pro­me­na­de vor 20 Jah­ren war es ein zen­tra­les Ziel gewe­sen, den Raum viel­sei­tig nut­zen zu kön­nen. „Wir woll­ten damals den mul­ti­funk­tio­na­len Cha­rak­ter die­ses zen­tra­len Plat­zes her­aus­ar­bei­ten und einen Stadt­raum schaf­fen, der zum Fla­nie­ren, Ver­wei­len und Erho­len ein­lädt und wie­der als Teil städ­ti­scher Lebens­qua­li­tät wahr­ge­nom­men wer­den kann“, erin­nert sich Sil­ke Klot­zek vom Stadt­pla­nungs­amt an die Inten­ti­on der Bau­maß­nah­me. Was dort grund­sätz­lich mög­lich ist, lässt der Platz jeden Sams­tag­vor­mit­tag erah­nen, wenn er nicht als rei­ne Park­flä­che in Anspruch genom­men wird: Dann lockt der Bau­ern­markt zahl­rei­che Bamberger:innen zum Ein­kau­fen und Bum­meln auf die Nörd­li­che Pro­me­na­de. Das zeigt das gan­ze Poten­zi­al des zen­tral gele­ge­nen Platzes.

„Aber wir sind sicher: Da geht noch mehr“, betont Sil­ke Klot­zek und freut sich, dass nun dank einer Unter­stüt­zung mit Städ­te­bau­för­der­mit­teln vie­le Mög­lich­kei­ten aus­ge­lo­tet wer­den kön­nen. Das soll nicht heim­lich, still und lei­se im Rat­haus pas­sie­ren, son­dern unter akti­ver Ein­be­zie­hung der Bür­ger­schaft. Des­halb lädt die Stadt für Sams­tag, 23. Juli, ab 15 Uhr zu einem „Fest der Mög­lich­kei­ten“ auf die Nörd­li­che Pro­me­na­de ein.

Exper­ten für par­ti­zi­pa­ti­ve Stadtentwicklung

An die­sem Tag sind alle Anwohner:innen und Bamberger:innen herz­lich ein­ge­la­den, gemein­sam neue Ideen für die Nut­zung des Plat­zes zu ent­wickeln. Dazu wird es einen pro­fes­sio­nel­len Work­shop mit dem Bür­ger­be­tei­li­gungs-Team von „Urban Lab“ geben, bei dem gedacht, gebrain­stormt, aber auch geba­stelt und gewer­kelt wer­den darf: drei Stun­den lang oder ein­fach auch nur mal kurz im Vor­bei­ge­hen. Die Exper­ten für par­ti­zi­pa­ti­ve Stadt­ent­wick­lung aus Nürn­berg brin­gen reich­lich Erfah­rung mit und haben in Mit­tel­fran­ken schon meh­re­re ähn­li­che Pro­jek­te umge­setzt. Wem die Kopf­ar­beit zu wenig kon­kret ist, kann sich par­al­lel zum Work­shop im Café Lat­te ver­gnü­gen. Die­se rol­len­de Holz­werk­statt, in der sich alle Besucher:innen hand­werk­lich betä­ti­gen und Steh­ti­sche und Sitz­ge­le­gen­hei­ten her­stel­len dür­fen, wird direkt vor Ort am Ver­an­stal­tungs­tag für eine Bele­bung des Plat­zes sorgen.

Die­se Ange­bo­te bil­den den Kern des öffent­li­chen Festes, bei dem auch der Platz als Begeg­nungs­stät­te ganz prak­tisch erfahr­bar wer­den soll, mit Bier­ti­schen, kuli­na­ri­scher und kul­tu­rel­ler Ver­kö­sti­gung. Rap­per Jonas Ochs („Bam­bäg­ga“) kommt mit sei­nem neu­em Album im Gepäck, ein Poe­try-Slam wird mal nach­denk­lich stim­men, mal zum Lachen anre­gen, ehe eine Silent-Dis­co in den Abend­stun­den den Abschluss bil­det. „Ich bin schon auf die Ideen gespannt, die an die­sem Tag von den krea­ti­ven Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­gern ent­wickelt wer­den“, freut sich der OB Star­ke schon auf das „Fest der Möglichkeiten“.

Das Pro­gramm 2022 für das „Fest der Möglichkeiten“

Sams­tag, 23. Juli, an der Nörd­li­chen Promenade

15 Uhr: Start der Ver­an­stal­tung mit Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Starke
15.15 – 18.30 Uhr: Work­shop mit „Urban Lab“ zur Fra­ge, wie der Platz künf­tig genutzt wer­den soll und kann; zeit­gleich Café Lat­te: Sitz­mö­bel und Stamm­ti­sche bau­en in der mobi­len Holzwerkstatt
zwi­schen­durch: fri­sche Musik von Rap­per Jonas Ochs („Bam­bäg­ga“)
19.15 Uhr: Poetry-Slam
20.30 Uhr: Silent-Dis­co mit DJ Why not

Außer­dem: Kin­der-Pro­gramm, Geträn­ke, Cock­tails, Piz­za, Flamm­ku­chen, Brat­wür­ste und vie­les mehr

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