Die Bei­rats­vor­sit­zen­den der AOK Bam­berg sind ent­täuscht von Bun­des­ge­sund­heits­mi­ni­ster Karl Lauterbach

AOK-Bei­rä­te unzu­frie­den mit Bundesgesundheitsminister

Mit Ent­täu­schung reagie­ren die Bei­rats­vor­sit­zen­den der AOK in Bam­berg auf die von Bun­des­ge­sund­heits­mi­ni­ster Karl Lau­ter­bach vor­ge­stell­ten Eck­punk­te zum GKV-Finanz­sta­bi­li­sie­rungs­ge­setz. „Statt der not­wen­di­gen struk­tu­rel­len Lösun­gen soll der Griff in die Taschen der Bei­trags­zah­len­den die aktu­el­len und dro­hen­den Finanz­lücken der GKV fül­len“, so Mat­thi­as Graß­mann, Bei­rats­vor­sit­zen­der der Arbeit­ge­ber­sei­te und Mathi­as Eckardt, Bei­rats­vor­sit­zen­der der Arbeit­neh­mer­sei­te bei der AOK in Bam­berg. Dies wer­de nicht funk­tio­nie­ren und spä­te­stens im näch­sten Jahr wer­den wei­te­re Bei­trags­stei­ge­run­gen oder Lei­stungs­kür­zun­gen die Fol­ge sein. Mat­thi­as Graß­mann kri­ti­siert, dass der Gesund­heits­mi­ni­ster die auf dem Tisch lie­gen­den Chan­cen nicht nut­ze und so die Finanz­si­tua­ti­on der Gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV) desta­bi­li­sie­re statt sie dau­er­haft zu sichern. Als Bei­spiel nennt Mathi­as Eckardt die viel zu gerin­gen Zuschüs­se, die der Staat für Arbeits­lo­sen­geld-II-Emp­fän­ger lei­ste. Bun­des­weit sub­ven­tio­niert die GKV auf die­se Wei­se den Bun­des­haus­halt mit rund zehn Mil­li­ar­den Euro jährlich.

Der alter­nie­ren­de Bei­rats­vor­sit­zen­de der Arbeit­ge­ber­sei­te, Mat­thi­as Graß­mann, weist dar­auf­hin, dass die Redu­zie­rung der Mehr­wert­steu­er auf Arz­nei­mit­tel schnell und effek­tiv zu rea­li­sie­ren sei und die Bei­trags­zah­len­den dadurch deut­lich ent­la­stet wür­den. Die Bei­rats­vor­sit­zen­den kri­ti­sie­ren auch, dass der Bun­des­ge­sund­heits­mi­ni­ster erneut die Rück­la­gen der Kran­ken­kas­sen anzap­fe. Bereits im ver­gan­ge­nen Jahr hät­ten die Kas­sen erheb­li­che Finanz­mit­tel an den Gesund­heits­fonds abfüh­ren müs­sen, die sie jetzt drin­gend bräuch­ten. Der aktu­ell geplan­te Zugriff ver­schärft die Situa­ti­on noch­mals. „Jetzt bleibt wohl nur noch die gesetz­li­che Min­dest­re­ser­ve, die gera­de drei bis vier Tage Zah­lungs­ver­pflich­tun­gen abdeckt“, mahnt Mathi­as Eckardt. Der Bei­rat der AOK in Bam­berg appel­liert an den Mini­ster, struk­tu­rel­le Refor­men jetzt anzu­ge­hen, um eine sta­bi­le Finanz­ba­sis für die GKV zu schaf­fen. „Es ist noch nicht zu spät“, so Mathi­as Eckardt. Je frü­her Struk­tur­re­for­men grei­fen, desto schnel­ler wer­de eine sta­bi­le Finanz­ba­sis geschaf­fen, die eine qua­li­täts­ge­si­cher­te und inno­va­ti­ve Gesund­heits­ver­sor­gung für alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger dau­er­haft sicherstelle.

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