MdL Lisa Badum: „Erneu­te Ver­zö­ge­run­gen für die Elek­tri­fi­zie­rung der Strecke Nürn­berg – Markt­red­witz – Cheb sind nicht akzeptabel“

© Lisa Badum
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Gast­el und Badum wol­len sich für Beschleu­ni­gung einsetzen

Das Pro­jekt zur Elek­tri­fi­zie­rung der Strecken Nürn­berg – Markt­red­witz – Gren­ze CZ/DE ist Teil des Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plans 2030. Auf­grund von erneu­ten Prü­fun­gen im Nut­zen-Kosten-Ver­hält­nis ruht die Pla­nung seit dem Abschluss der Vor­pla­nung im März 2021. In einer schrift­li­chen Fra­ge stellt das Mini­ste­ri­um jetzt klar, dass die Prü­fun­gen bis Ende 2023 andau­ern könnten.

Die grü­nen Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Mat­thi­as Gast­el, Mit­glied im Ver­kehrs­aus­schuss, und Lisa Badum (Forch­heim), Abge­ord­ne­te für Ober­fran­ken kom­men­tie­ren die­se Ent­wick­lung wie folgt: „Die erneu­ten Ver­zö­ge­run­gen für die Elek­tri­fi­zie­rung der Strecke Nürn­berg – Markt­red­witz – Cheb sind nicht akzep­ta­bel. Der Koali­ti­ons­ver­trag nennt das Pro­jekt als expli­zit als einer der wich­tig­sten Vor­ha­ben, aber die Ver­wal­tung im Bun­des­mi­ni­ste­ri­um für Digi­ta­les und Ver­kehr bremst das Pro­jekt seit über einem Jahr aus. Die in der Ant­wort ange­kün­dig­te erneu­te Über­prü­fung nach der Bedarfs­plan­über­prü­fung des Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plans ist nach aktu­el­lem Zeit­plan frü­he­stens Ende 2023 mög­lich. Das Pro­jekt wur­de in einem Abkom­men mit Tsche­chi­en bereits am 13. Okto­ber 1998 ver­ein­bart, es muss jetzt end­lich umge­setzt werden.

Ins­ge­samt ergibt sich eine fast zwei­jäh­ri­ge Ver­zö­ge­rung auf­grund büro­kra­ti­scher Rege­lun­gen, die den Zie­len des Koali­ti­ons­ver­trags wider­spre­chen. Wir Grü­ne wer­den uns im Bund dafür ein­set­zen, die wei­te­re Elek­tri­fi­zie­rung der Schie­ne – die ele­men­tar für die Errei­chung der Kli­ma­zie­le ist – unkom­pli­ziert und unbü­ro­kra­tisch auf den Weg zu bringen.

Denk­bar ist bei­spiels­wei­se ein Gesetz, das den Bedarf der Elek­tri­fi­zie­run­gen fest­stellt. Die aktu­ell ver­wen­de­ten Bewer­tungs­me­tho­di­ken sind ver­al­tet und brau­chen einen deut­lich stär­ke­ren Fokus auf Kli­maaspek­te. Ange­sichts der Erd­er­hit­zung ist Nicht-Han­deln kei­ne Option.“

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