Sit­zung des Leu­ten­ba­cher Gemein­de­rats: Bebau­ungs­plan für nur ein Haus

Digi­ta­ler Dorf­platz für gut befun­den – Neue Turm­uh­ren in Ober­eh­ren­bach wer­den bezuschusst

Zur jüng­sten Sit­zung des Gemein­de­rats waren Michae­la Mösing und Ben­ja­min Roth­mei­er vom Nürn­ber­ger Pla­nungs­bü­ro Team 4 gekom­men um ihren Ent­wurf für den Bebau­ungs­plan „Orts­spitz-Ost“ vor­zu­stel­len. Dabei geht es ledig­lich um den Bau eines ein­zi­gen Ein­fa­mi­li­en­hau­ses am öst­li­chen Orts­rand von Orts­spitz auf einem Grund­stück mit 0,4 Hekt­ar und einer Wohn­bau­flä­che von 0,1 Hektar.

Bis­her ist die­ses Grund­stück im Außen­be­reich und Land­schafts­schutz­ge­biet eine land­wirt­schaft­lich genutz­te Acker­flä­che, wes­halb nicht nur ein Bebau­ungs­plan auf­ge­stellt wer­den muss, son­dern auch die Ände­rung des Flä­chen­nut­zungs­plans zur Fol­ge hat. Eine Ein­be­zie­hungs­sat­zung ist daher nicht mög­lich. Eine Umwelt­prü­fung hielt Pla­ne­rin Mösing nicht für erfor­der­lich, laut dem Wil­len des Gemein­de­rats soll jedoch auf dem Grund­stück eine Aus­gleichs­flä­che in Form einer Streu­obst­wie­se geschaf­fen wer­den. Die­ser Aus­gleich ist jedoch auch eine frei­wil­li­ge Lei­stung des Bau­her­ren, der ein Ein­fa­mi­li­en­wohn­haus in offe­ner Bau­wei­se errich­ten will. Rein­hardt Weber (WVE) woll­te wis­sen war­um Aus­gleichs­flä­chen vor­ge­schrie­ben wer­den. „Weil eine Streu­obst­wie­se städ­te­bau­lich Sinn macht“, so die Ant­wort der Pla­ne­rin. „Grund­sätz­lich begrü­ße ich eine Aus­gleichs­flä­che und freue mich das sie hier frei­wil­lig gemacht wird“, dazu Vize­bür­ger­mei­ster Roland Schmitt (WVO). Für Rai­mund Dörf­ler (WVE) waren es zu vie­le Vor­schrif­ten im Bebau­ungs­plan. „Das ist mir alles zu eng gefasst, wie zum Bei­spiel die Haus­far­be“, so Dörf­ler der die Fra­ge in den Raum warf, was typisch frän­kisch sei. „Wir soll­ten das alles mög­lichst abspecken, schließ­lich leben wir in Fran­ken und nicht in der DDR“, so Dörf­ler. „Wir lau­fen dann Gefahr, das wir noch eine Run­de dre­hen müs­sen“, dazu Bür­ger­mei­ster Flo­ri­an Kraft (FW), der dar­auf hin­wies das es für bestehen­de angren­zen­de Häu­ser kei­nen Bebau­ungs­plan gibt. „Ich fin­de es sehr komisch das wir dem Bau­wer­ber was vor­schrei­ben, was für die ande­ren nicht gegol­ten hat“, woll­te nun Weber mög­lichst wenig Vor­ga­ben im Bebau­ungs­plan. Kri­te­ri­en wie die Dach- und Fas­sa­den­far­be, die Dach­nei­gung und die Fas­sa­den­ge­stal­tung woll­te Weber kom­plett her­aus­ge­nom­men haben. Dem kam der Rat schließ­lich ein­stim­mig nach und beschloss ein beschleu­nig­tes Ver­fah­ren zur Auf­stel­lung eines Bebau­ungs­pla­nes für ein all­ge­mei­nes Wohn­ge­biet durchzuführen.

Digi­ta­ler Dorf­platz für gut befunden

Die VG-Gemein­den Wei­lers­bach und Kir­cheh­ren­bach haben ihn schon. Den digi­ta­len Dorf­platz, sprich die Cros­sie­ty App. VG-Mit­ar­bei­ter Tho­mas Rieck stell­te den Gemein­de­rä­ten die Grund­zü­ge die­ser App eines Schwei­zer Unter­neh­mens vor. Ziel­set­zung sei es die Bür­ger effek­tiv mit aktu­el­len Infor­ma­tio­nen zu errei­chen und unter­ein­an­der zu ver­netz­ten. Rieck beton­te das die­se App aber kei­ne Alter­na­ti­ve zum digi­ta­len Rat­haus dar­stel­le und auch kein Ersatz für das amt­li­che Mit­tei­lungs­blatt sei. Was in Wei­lers­bach und Kir­cheh­ren­bach bis­her sehr gut genutzt wird, sind die Kin­der­gar­ten­grup­pen inner­halb die­ser App. In Kir­cheh­ren­bach erreicht man aktu­ell rund 480 und in Wei­lers­bach 600 Bür­ger mit der App. Pro Ein­woh­ner einer Gemein­de kostet die App einen Euro pro Jahr. Für Leu­ten­bach wären dies 2065 Euro die die Gemein­de auf­brin­gen müss­te. Jochen Kubik (Wäh­ler­grup­pe Ortsspitz/​Seidmar) befand die App für gut und die Kosten für über­schau­bar. Bür­ger­mei­ster Kraft schlug schließ­lich vor dass sich die Räte die App zuhau­se in Ruhe anschau­en und aus­pro­bie­ren. Die Ver­ei­ne wer­den ange­schrie­ben ob sie mit­ma­chen wür­den. Bis zur näch­sten Sit­zung soll dann auch das Feed­back der Ver­ei­ne vorliegen.

Neue Turm­uh­ren in Ober­eh­ren­bach wer­den bezuschusst

Die Kir­chen­stif­tung St. Wal­bur­ga Ober­eh­ren­bach erhält maxi­mal 5000 Euro Zuschuss für neue Turm­uh­ren inklu­si­ve Beleuch­tung. 23 000 Euro sol­len die neu­en Turm­uh­ren laut einem Ange­bot kosten. Ähn­li­che Anträ­ge der Kir­che wur­den in der Ver­gan­gen­heit mit 10 Pro­zent Zuschuss durch die Gemein­de geför­dert. Für die Kir­chen­or­gel in Leu­ten­bach gab es jedoch 50 Pro­zent Zuschuss, weil die­se ein her­aus­ra­gen­des Kul­tur­gut sei. Der Fried­hofs­weg der St. Moritz Kapel­le wur­de mit 30 Pro­zent bezu­schusst, da das Bestat­tungs­we­sen grund­sätz­lich Sache der Gemein­de ist. Rai­mund Dörf­ler (WVE) erin­ner­te, das auch schon in Mit­te­l­eh­ren­bach die Turm­uhr bezu­schusst wur­de. Roland Schmitt (WVO) war für einen För­der­satz von 20 Pro­zent weil die Kir­che in Ober­eh­ren­bach orts­bild­prä­gend sei, die Beleuch­tung nach außen hin strahlt und somit für die gesam­te Gemein­de von Bedeu­tung ist. Ein­stim­mig beschloss der Rat die För­de­rung auf einen Maxi­mal­be­trag von 5000 Euro zu deckeln und stimm­te für 20 Pro­zent Förderung.

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