Erlan­gen: Lang­jäh­ri­ge Feld­ge­schwo­re­ne des Land­krei­ses Erlan­gen-Höchstadt ausgezeichnet

Langjährige Feldgeschworene des Landkreises Erlangen-Höchstadt ausgezeichnet Juli 2022
Die Feldgeschworenen wurden für ihr verdienstvolles Wirken im Landratsamt von Landrat Alexander Tritthart (Mitte) im Beisein von Bürgermeisterin und Bürgermeistern der Gemeinden und dem stolzen Enkelsohn der Familie Seeberger geehrt. Foto: Stephanie Mack

21 „Sie­be­ner“ im Land­kreis geehrt

Land­rat Alex­an­der Tritt­hart über­reich­te Feld­ge­schwo­re­nen Ehren­ur­kun­den für ihr lang­jäh­ri­ges Engagement.

Im Namen des Frei­staats Bay­ern wür­dig­te Land­rat Alex­an­der Tritt­hart das „ganz beson­de­re Ehren­amt“ der Feld­ge­schwo­re­nen im Mul­ti­funk­ti­ons­raum des Erlan­ger Land­rats­amts. Auf die „wich­ti­gen Bin­de­glie­der zwi­schen Tra­di­ti­on und Moder­ne“ wol­len Kom­mu­nen und Ämter auch künf­tig nicht ver­zich­ten. Neun Feld­ge­schwo­re­ne des Land­krei­ses Erlan­gen-Höchstadt wur­den 2020 und zwölf Feld­ge­schwo­re­ne des Land­krei­ses wur­den 2021 in dank­ba­rer Aner­ken­nung und Wür­di­gung ihres lang­jäh­ri­gen ver­dienst­vol­len Wir­kens vom Baye­ri­schen Staats­mi­ni­ster der Finan­zen und für Hei­mat Albert Füracker mit der Ehren­ur­kun­de für Feld­ge­schwo­re­ne des Frei­staa­tes Bay­ern ausgezeichnet.

Land­rat Alex­an­der Tritt­hart beton­te in sei­ner Lau­da­tio das wich­ti­ge Enga­ge­ment der Feld­ge­schwo­re­nen für den Land­kreis „in einem der älte­sten noch erhal­te­nen Ämter der kom­mu­na­len Selbstverwaltung.“

Aus­zeich­nun­gen 2020

Für 50-jäh­ri­ges Wir­ken erhielt Fried­rich Kalb (Ecken­tal-Ecken­haid) eine Ehren­ur­kun­de. Seit über 40 Jah­ren sind Albrecht Zwanz­ger (Adels­dorf), Heri­bert Hahn und Hel­mut See­ber­ger (bei­de aus Grems­dorf-Buch) Feld­ge­schwo­re­ne. Georg Sper­ber (Ecken­tal-Fron­hof), Micha­el Hertlein, Ger­hard Schmidt und Johann Stark (alle Höchstadt a.d. Aisch-Bien­gar­ten) und Sieg­fried Lind­ner (Wachen­roth) wur­den für ihr 25-jäh­ri­ges Enga­ge­ment ausgezeichnet.

Aus­zeich­nun­gen 2021

Für ihr 40-jäh­ri­ges Wir­ken erhiel­ten Johann Batz (Her­zo­gen­au­rach-Nie­dern­dorf), Rüdi­ger Oehl (Her­zo­gen­au­rach-Beu­tels­dorf), Hans Erbel (Lon­ner­stadt-Mail­ach), Hein­rich Lorz, (Röt­ten­bach) und Erich Lösch (Vesten­bergs­greuth-Klein­wei­sach) eine Ehren­ur­kun­de. Her­bert Geb­hard (Ecken­tal-Her­pers­dorf), Erich See­ber­ger (Gro­ßen­see­bach), Johann Dreß­el und Adam Schaub (bei­de Heß­dorf-Hes­sel­berg), Johannn Ruß und Hel­mut Schmuck (bei­de Höchstadt a. d. Aisch-Zent­bech­ho­fen) sowie Karl Pfeif­fer (Lon­ner­stadt-Mail­ach) wur­den für ihr 25-jäh­ri­ges Enga­ge­ment ausgezeichnet.

Die Aus­hän­di­gung der Ehren­ur­kun­den an die Feld­ge­schwo­re­nen, die nicht an der Fei­er­stun­de teil­neh­men konn­ten, erfolgt über den jewei­li­gen Bür­ger­mei­ster oder die jewei­li­ge Bür­ger­mei­ste­rin vor Ort.

„Wäch­ter der Grenzen“

Feld­ge­schwo­re­ne, auch „Sie­be­ner“ genannt, küm­mern sich als Mitt­ler zwi­schen Ver­mes­sungs­ver­wal­tung und Grund­stücks­ei­gen­tü­mern um Grund­stücks­gren­zen und Grenz­stei­ne. Übten frü­her sie­ben Män­ner eines Ortes die­ses Amt aus, sind es heu­te min­de­stens vier. Das kom­mu­na­le Ehren­amt auf Lebens­zeit bedarf aus­ge­zeich­ne­ter Orts­kennt­nis­se, Men­schen­kennt­nis und Fin­ger­spit­zen­ge­fühl. Da Grenz­stei­ne nach wie vor von Hand gesetzt wer­den, set­zen Gemein­den stets gro­ßes Ver­trau­en in ihre „Wäch­ter der Gren­zen“. Dank und Glück­wün­sche über­mit­tel­ten auch Ver­mes­sungs­amts­rat Tor­sten Mischau vom Amt für Digi­ta­li­sie­rung, Breit­band und Ver­mes­sung Erlan­gen sowie Grems­dorfs Bür­ger­mei­ster Nor­bert Wal­ter stell­ver­tre­tend für die Bür­ger­mei­ste­rin und Bür­ger­mei­ster der Gemein­den der Geehr­ten. Musi­ka­lisch umrahm­te das Duo Jut­ta Wachs-Mül­ler (Saxo­phon) und Andre­as Engel (E‑Piano) die Ehrung.

Feld­ge­schwo­re­ne beklei­den eines der älte­sten Ämter der kom­mu­na­len Selbstverwaltung

Ihre Ursprün­ge rei­chen ins 13. Jahr­hun­dert zurück. Bräu­che wie das „Sie­bener­ge­heim­nis“ haben sich bewahrt. Noch heu­te ver­stecken Feld­ge­schwo­re­ne Zei­chen aus Kera­mik, Glas, Por­zel­lan oder Metall unter Grenz­stei­nen. Die gehei­men Daten unter­schei­den sich von Kom­mu­ne zu Kom­mu­ne. Ihre Bedeu­tung geben Feld­ge­schwo­re­ne münd­lich an die Nach­fol­ger weiter.

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