Bay­reu­ther Stadt­rats­frak­ti­on Bünd­nis 90/​Die Grü­nen bean­tragt: Heiz­werk auf Weba­tex-Are­al errich­ten – Stadt­bad erhalten

Heiz­werk auf Weba­tex-Are­al errich­ten – Stadt­bad erhalten

Grü­ner Kreis­vor­sit­zen­der Ulf Bode­ri­us gibt Impuls für Antrag der Stadtratsfraktion

Die Mit­glie­der der Stadt­rats­frak­ti­on Bünd­nis 90/​Die Grü­nen und Unab­hän­gi­gen und der grü­ne Kreis­vor­sit­zen­de Ulf Bode­ri­us sind sich einig: Die Kli­ma­kri­se zwingt zum Han­deln. Daher begrü­ßen sie die Umset­zung einer Wär­me­wen­de durch die Stadt­wer­ke Bay­reuth Ener­gie und Was­ser GmbH, leh­nen jedoch den Stand­ort und somit die Schlie­ßung und den Abbruch des Stadt­bads ab. Ulf Bode­ri­us bringt jetzt ein Are­al unweit des Heiz­werks in der Kol­ping­stra­ße ins Spiel: Den Stand­ort der SR Webatex.

„Die Fir­ma SR Weba­tex hat ihre Pro­duk­ti­on im Jahr 2021 ein­ge­stellt. Das Are­al wird zur­zeit nicht genutzt. Daher wäre es in viel­fa­cher Hin­sicht ein gutes Zei­chen, wenn die Stadt Bay­reuth die­se Flä­che erwer­ben wür­de. Nicht nur, um dort das Heiz­werk für die drin­gend erfor­der­li­che Wär­me­wen­de zu errich­ten und um neben der Ver­sor­gung der Innen­stadt gleich­zei­tig eine Ver­sor­gung der angren­zen­den Quar­tie­re St. Geor­gen und Ham­mer­statt auf­zu­bau­en und zu gewähr­lei­sten. Son­dern auch, um sich das Are­al für künf­ti­ge Ent­wick­lun­gen zu sichern,“ erläu­tert der grü­ne Kreis­vor­sit­zen­de Ulf Bode­ri­us sei­ne Über­le­gun­gen. Dass die Anlie­fe­rung von Holz­pel­lets oder Holz­hack­schnit­zeln pro­blem­los erfol­gen kön­ne, habe der jahr­zehn­te­lan­ge Betrieb der Weba­tex gezeigt Die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der Grü­nen und Unab­hän­gi­gen, Sabi­ne Stei­nin­ger ist begei­stert von die­ser Idee. Gemein­sam mit ihren Frak­ti­ons­kol­le­gin­nen Filiz Durak und Johan­na Schmidt­mann hat sie daher einen ent­spre­chen­den Antrag verfasst.

„In St. Geor­gen und in der Ham­mer­statt befin­den sich diver­se grö­ße­re Wohn­ge­bäu­de oder Woh­nungs­ei­gen­tums­ge­mein­schaf­ten, die bis­her nach wie vor mit Gas oder Öl hei­zen, und auf Grund von Lage und Bau­wei­se nicht in der Lage sind, auf Pel­lets­hei­zun­gen oder Wär­me­pum­pen umzu­stei­gen,“ führt Sabi­ne Stei­nin­ger aus. Mög­li­cher­wei­se wären auch öffent­li­che Ein­rich­tun­gen in der Umge­bung an der Abnah­me von Wär­me inter­es­siert. Dar­über hin­aus wäre das für das Heiz­werk nicht benö­tig­te Are­al, das im aktu­ell gül­ti­gen Flä­chen­nut­zungs­plan als Gewer­be­ge­biet aus­ge­wie­sen ist, geeig­net für die Ansied­lung nicht stö­ren­den Gewerbes.

„Ich erwar­te von Tho­mas Ebers­ber­ger, dass er unse­ren, aber auch all die ande­ren Vor­schlä­ge zur Stand­ort­su­che, die im Zuge der Dis­kus­si­on um das Stadt­bad und die Wär­me­wen­de gemacht wur­den, ernst nimmt. In sei­ner Funk­ti­on als Ober­bür­ger­mei­ster und als Vor­sit­zen­der des Auf­sichts­rats der Stadt­wer­ke­gesell­schaf­ten hat er es in der Hand, ob die Wär­me­wen­de umge­setzt und das Kli­ma­ziel, Bay­reuth bis 2040 kli­ma­neu­tral zu machen, erreicht wer­den kann,“ so die grü­ne Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de. Dass der Antrag ledig­lich im Bau­aus­schuss, nicht aber in den Auf­sichts­gre­mi­en der Stadt­wer­ke behan­delt wer­den soll, erstaunt Stei­nin­ger. Sie erwar­tet, dass sich die Geschäfts­füh­rung der Stadt­wer­ke Bay­reuth zu dem Vor­schlag positioniert.

Den Antrag gibt es zum Nach­le­sen als pdf hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.