Im Herbst beginnt eine neue Aus­bil­dung für zer­ti­fi­zier­te Bamberg-Gästeführer:innen

Gästeführer in Bamberg. Bewerbung bis 10. Juli 2022. Bildnachweis: BAMBERG Tourismus & Kongress Service

Von Bot­schaf­tern, Glücks­pil­zen und Stadtführungen

Gut gelaun­te Men­schen, die einem stau­nend hin­ter­her­lau­fen, gebannt zuhö­ren, an den rich­ti­gen Stel­len lachen, inter­es­siert nach­fra­gen, und am Ende sogar applau­die­ren – Glücks­pilz, wer ein sol­ches Publi­kum sein eigen nen­nen kann. Wer die­ser Tage durch Bam­berg läuft, begeg­net ihnen wie­der auf Schritt und Tritt, die­sen Glücks­pil­zen. Es sind Gäste­füh­re­rin­nen und Gäste­füh­rer mit ihren Gruppen.

Nach zwei Jah­ren Coro­na und lan­gen Pha­sen gänz­lich ohne Füh­run­gen ist heu­er das Lächeln im Gesicht so man­cher Gäste­füh­re­rin­nen umso brei­ter, wenn sie end­lich wie­der unter­wegs sind. Aber das Dasein als Glücks­pilz und Gäste­füh­rer ist hart erar­bei­tet und erfor­dert eine gute Aus­bil­dung sowie ste­te Erneue­rung des Wis­sens für den Ein­satz „auf der Straße“.

Im Herbst beginnt nun wie­der ein neu­er Aus­bil­dungs­lehr­gang des BAM­BERG Tou­ris­mus & Kon­gress Ser­vice für „Zer­ti­fi­zier­te Bam­berg-Gäste­füh­rer (m/​w/​d)“. Ab sofort kön­nen sich Inter­es­sier­te bewer­ben. Auf blog​.bam​berg​.info ste­hen die nähe­ren Infor­ma­tio­nen zu die­ser span­nen­den Aus­bil­dung samt den Bewerbungsunterlagen.

Städ­te­tou­ris­mus wird bis 2023/24 wie­der zu sei­ner alten Kraft finden

„Auch wenn wir der­zeit tou­ri­stisch gese­hen immer noch nicht wie­der auf dem Niveau von 2019 sind, gehen wir davon aus, dass die Gäste auf mitt­le­re Sicht gera­de in so leben­di­ge Städ­te wie Bam­berg zurück­keh­ren wer­den und der Städ­te­tou­ris­mus spä­te­stens 2023/24 wie­der zu sei­ner alten Kraft fin­det. Dann wer­den auch die belieb­ten Füh­run­gen – aller Digi­ta­li­sie­rung zum Trotz –wie­der stark gefragt sein“, so Ulri­ke Sie­ben­haar, Tou­ris­mus­re­fe­ren­tin der Stadt. „Auch bei uns sind wäh­rend Coro­na vie­le Struk­tu­ren durch­ein­an­der­ge­ra­ten und eini­ge unse­rer Part­ner haben sich coro­nabe­dingt zurück­ge­zo­gen. Aber wir müs­sen dar­auf vor­be­rei­tet sein, dass die Nach­fra­ge nach Stadt­füh­run­gen bald deut­lich anzieht und wir dann aus­rei­chend Gui­des haben. Daher star­ten wir im Herbst eine neue Aus­bil­dungs­run­de, vor allem mit Blick auf die eng­lisch­spra­chi­gen Füh­run­gen“, ergänzt Micha­el Heger, Lei­ter des städ­ti­schen Tou­ris­mus Ser­vice. Seit vie­len Jah­ren zäh­len die Stadt­füh­run­gen zu den belieb­ten Zug­pfer­den im Ange­bot des BAM­BERG Tou­ris­mus & Kon­gress Ser­vice (TKS). „Unse­re Kun­den wis­sen, dass sie sich bei uns auf qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Füh­run­gen mit sehr gut aus­ge­bil­de­ten Fach­kräf­ten ver­las­sen kön­nen“, so Heger.

Gute aus­ge­bil­de­te Gästeführer:innen ent­la­sten auch Hotspots

Eine best­mög­li­che Aus­bil­dung der Gäste­füh­re­rin­nen und Gäste­füh­rer sor­ge nicht nur für begei­ster­te Besu­che­rin­nen und Besu­cher der Stadt, son­dern sei auch ein sehr wich­ti­ger Bau­stein in den Bemü­hun­gen um Tou­ris­mus­ver­träg­lich­keit. Denn wenn die Gui­des jeder­zeit in der Lage sind, fle­xi­bel umzu­pla­nen, mit ihren Grup­pen spon­tan einen ruhi­ge­ren Weg ein­schla­gen oder zur Über­brückung ein­fach noch etwas ande­res erzäh­len kön­nen als das aus­wen­dig Gelern­te, ist das ein Bei­trag zur Ent­la­stung der engen Alt­stadt­gas­sen und der stark fre­quen­tier­ten Hotspots.

Von der Stadt­ge­schich­te über Kir­chen- und Kunst­ge­schich­te, Denk­mal­pfle­ge und Hexen­ver­fol­gung, bis zum Moder­nen Bam­berg und dem Wirt­schafts­stand­ort sowie den Höhe­punk­ten des Bam­ber­ger Lan­des – die Aus­bil­dung ver­folgt einen brei­ten Ansatz. Auch an Ein­hei­ten zu didak­ti­schen Metho­den, Stimm­hy­gie­ne und Füh­rungs­pra­xis fehlt es nicht. Als Dozen­tin­nen und Dozen­ten wir­ken hoch­qua­li­fi­zier­te Per­sön­lich­kei­ten der Stadt­ge­sell­schaft, die Lei­tun­gen wich­ti­ger Insti­tu­tio­nen und erfah­re­ne Prak­ti­ker. Die Aus­bil­dungs­lei­tung über­neh­men zwei lang­ge­dien­te Gäste­füh­re­rin­nen, die bei­de selbst die Aus­bil­dung vor Jah­ren durch­lau­fen haben.

„Es war echt eine gro­ße Her­aus­for­de­rung damals, sich wie­der in der Rol­le einer Stu­den­tin ein­zu­fin­den, aber ich habe so unheim­lich viel gelernt in die­sem Kurs, dass ich mei­ne Stadt mit ganz neu­en Augen gese­hen habe und bis heu­te davon pro­fi­tie­re in mei­nen Füh­run­gen“, erin­nert sich Anne­ke Groot, eine der bei­den Aus­bil­dungs­lei­te­rin­nen. „Es macht ein­fach gro­ße Freu­de, den Leu­ten die Stadt zu zeigen.“

Bewer­bun­gen bis zum 10. Juli

Bewer­ben kann sich jede und jeder Inter­es­sier­te bis 10. Juli direkt beim TKS. Bis Ende Juli soll dann ein Kreis von ca. 20 Per­so­nen aus­ge­wählt wer­den, die im Novem­ber mit der halb­jäh­ri­gen Aus­bil­dung begin­nen kön­nen. Bei­na­he 100 Unter­richts­ein­hei­ten sieht der kosten­pflich­ti­ge Kurs vor, je eine schrift­li­che und prak­ti­sche Prü­fung muss bestan­den wer­den. Unter­richt ist immer mon­tags und mitt­wochs nach­mit­tags, die siche­re Beherr­schung des Eng­li­schen ist Voraussetzung.

Alle Infos zu den Vor­aus­set­zun­gen und zur Bewer­bung ste­hen auf dem Tou­ris­mus­blog des TKS: blog​.bam​berg​.info

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