Bam­berg: Pfar­rer Mon­si­gno­re Dr. Mathew Kili­roor in den Ruhe­stand verabschiedet

Pfarrer Mathew Kiliroor

Pfar­rer Mathew Kili­roor geht zum 1.September 2022 in den Ruhe­stand. Foto: Erzbistum

Pfar­rer Mon­si­gno­re Dr. Mathew Kili­roor wur­de am 21.März1947 im indi­schen Bun­des­staat Kera­la als drit­tes von acht Kin­dern einer christ­li­chen Fami­lie gebo­ren. Viel­leicht haben Sie schon das klei­ne Kreuz am Revers von Pfar­rer Kili­roor bemerkt, das an eine Lotus­blu­me erin­nert. Es ist das Tho­mas-Kreuz, das Sym­bol der indi­schen Tho­mas-Chri­sten, die sich auf den Apo­stel Tho­mas beru­fen und die es bereits seit dem 1. Jahr­hun­dert nach Chri­stus in Indi­en gibt. Die Tho­mas- Chri­sten sind Teil der katho­li­schen Kirche.

Mathew Kili­roor hat im klei­nen Prie­ster­se­mi­nar sei­ner Hei­mat-Diö­ze­se Chan­g­a­na­ch­er­ry und im Regio­nal Prie­ser­se­mi­nar in Vada­va­t­hoor (Kot­ta­yam) Phi­lo­so­pie und Theo­lo­gie stu­diert und wur­de am 18. Dezem­ber 1972 vom Mar Ant­o­ny Padi­ya­ra, Erz­bi­schof von Chan­g­a­na­ch­er­ry zum Prie­ster geweiht. Am 18. Dezem­ber 2022 fei­ert er also das 50-jäh­ri­ge Priesterjubiläum.

Nach einer vier­jäh­ri­gen Kaplans­zeit im St. Mary’s Athi­ram­puzha und im Dom zu Chan­g­a­na­ch­er­ry kam er ins Bischofs­haus in Chan­g­a­na­ch­er­ry mit ver­schie­de­nen Auf­ga­ben. 1978 schick­te ihn sein Erz­bi­schof zum Wei­ter­stu­di­um an das Coady Inter­na­tio­nal Insti­tu­te der St.Francis Uni­ver­si­ty Nova Sco­tia, Cana­n­da. Nach sei­ner Rück­kehr wur­de er Direk­tor für die Cari­tas in sei­nem Heimatbistum.

Aus die­ser Zeit pflegt er immer noch enge Bezie­hun­gen zu von Orden­schwe­stern betrie­be­nen Ein­rich­tun­gen für Behin­der­te Men­schen in Kera­la, wie Mer­cy Home und Hou­se of Hope. 1982 begann Pfar­rer Kili­roor ein Stu­di­um zum Dok­tor der Theo­lo­gie an der katho­li­schen Uni­ver­si­tät in Leu­ven, Bel­gi­en. Wäh­rend sei­nes Stu­di­ums ent­stand der Kon­takt zum Erz­bis­tum Bam­berg. Hier reif­te die Idee zu einer Koope­ra­ti­on zwi­schen sei­nem indi­schen Hei­mat­bis­tum Chan­g­a­na­ch­er­ry und dem frän­ki­schen Bis­tum Bamberg.

Es begann 1988 mit zwei Prie­stern, in Wil­lers­dorf und Tro­schen­reuth. Inzwi­schen ist das pasto­ra­le Koope­ra­ti­ons­pro­gram zwi­schen die Erz­bis­tü­mern Bam­berg und Chan­g­a­na­ch­er­ry auf 12 Prie­ster gewach­sen und wei­te­re 2 Prie­ster arbei­ten in Bis­tum Regens­burg und 3 Prie­ster in Bis­tum Mün­ster. Pfar­rer Kili­roor ist der Koor­di­na­tor die­ser Zusammenarbeit.

Was für eine Umstel­lung für Mathew Kili­roor; vom tro­pisch war­men, quir­li­gen Kera­la – über­setzt „Land der Kokos­pal­men“ – in das frän­ki­sche Dorf Tro­schen­reuth, wo er 1988 sei­ne erste Pfarr­stel­le in der Gemein­de St. Mar­tin antrat. Im Lau­fe der Jah­re hat Mathew Kili­roor in Fran­ken eine zwei­te Hei­mat gefun­den und sein Herz schlägt für Fran­ken und für Kerala.

Nach 11 Jah­ren Dienst in Tro­schen­reuth wech­sel­te Pfar­rer Kili­roor 1999 in die Pfar­rei St. Josef in Bai­ers­dorf. In sei­nen 23 Jah­ren als Pfar­rer in Bai­ers­dorf hat Mathew Kili­roor vie­le Kon­tak­te geknüpft und vie­le Bai­ers­dor­fer als Seel­sor­ger durchs Leben beglei­tet. Beson­ders wich­tig war ihm immer die wür­de­vol­le Fei­er der Got­tes­dien­ste. Er hat auch die Wall­fahr­ten geför­dert und wie­der popu­lär gemacht. Wie bereits in Tro­schen­reuth, wo auf sei­ne Initia­ti­ve hin ein Kin­der­gar­ten ent­stan­den sind, lagen ihm auch in Bai­ers­dorf die Kin­der­gär­ten am Her­zen. Der frü­he­re Kin­der­gar­ten St. Josef wur­de zur Kin­der­ta­ges­stät­te und das ehe­ma­li­ge Pfarr­zen­trum St.Marien in Hage­nau in eine Kin­der­ta­ges­stät­te umge­wan­delt. Außer­dem wur­de in sei­ner Amts­zeit die Sanie­rung des Pfarr­heims und des Kir­chen­dachs von St. Josef durch­ge­führt. Unse­rem Pfarr­gar­ten ist anzu­se­hen, dass Mathew Kili­roor Blu­men liebt.

Seit 2012 ist Mathew Kili­roor auch Pfar­rer für die Pfar­rei Maria Heim­su­chung in Buben­reuth mit der Fili­al­ge­mein­de St. Eli­sa­beth in Möh­ren­dorf. Auch in Buben­reuth hat er die Sanie­rung des Kin­der­gar­tens in Angriff genommen.

Am 21. März 2022 fei­ert Dr. Mathew Kili­roor sei­nen 75 Geburts­tag. Es ist erstaun­lich wie er die­ses gro­ßes Arbeits­pen­sum schafft in einem Alter, in dem ande­re längst in Ruhe­stand sind. Und als ob das nicht genug wäre, ist er auch noch als Seel­sor­ger für die indi­schen Schwe­stern in Bam­berg tätig, und betreut die jun­gen Prie­ster aus Kera­la, wenn sie ins Bis­tum Bam­berg kom­men und ihre ersten Schrit­te in der Seel­sor­ge in Fran­ken machen. Für sei­ne Ver­dien­ste um die Koope­ra­ti­on zwi­schen Bam­berg und Chan­g­a­na­ch­er­ry wur­de er vom dama­li­gen Bischof Braun zum geist­li­chen Rat ernannt und 2014 von Papst Fran­zis­kus zum Mon­si­gno­re. Mathew Kili­roor ist somit „Ehren­ka­plan sei­ner Heiligkeit“.

Nun hat der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Mathew Kili­roor zum 1.September 2022 von sei­nen Pflich­ten als Pfar­rer ent­bun­den und er darf in den mehr als ver­dien­ten Ruhe­stand gehen. Dazu wünscht das Erz­bis­tum Bam­berg ihm alles Gute, Gesund­heit und Got­tes Segen. Möge Gott ihm sei­nen hin­ge­bungs­vol­len Dienst als Seel­sor­ger vergelten.

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