Die Grü­nen in Her­zo­gen­au­rach aktiv für Rad­ent­scheid Bayern

Am 16.6.2022 star­te­ten die Aktio­nen zum Volks­be­geh­ren Rad­ent­scheid Bay­ern. Dazu ver­an­stal­tet der Orts­ver­band Her­zo­gen­au­rach von Bünd­nis 90/​Die Grü­nen am 24. Juni 2022, 19.00 Uhr eine Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung. Der Impuls-Vor­trag wird von der Mit­in­itia­to­rin des Rad­ent­scheids, Frau Chloe Heu­sel, Mit­glied des Vor­stands ADFC ERH, im Rah­men einer öffent­li­chen Mit­glie­der­ver­samm­lung im Geschwi­ster-Beck-Saal, Von-Secken­dorff-Str. 3, gehalten.

Die Grü­nen in Her­zo­gen­au­rach wer­den den Rad­ent­scheid aktiv unter­stüt­zen, denn der Aus­bau von siche­ren Rad­we­gen ist seit lan­gem ein Her­zens­an­lie­gen der Grü­nen. „Unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler brau­chen drin­gend bes­se­re und siche­re Rad­we­ge! “ betont Patri­zia Elia­ni Sion­tas, Grü­ne Stadt­rä­tin. Ein Ziel des Rad­ent­scheids ist die Ver­mei­dung von Flä­chen­ver­sie­ge­lung. Das wird von Mar­ti­ne Her­pers, Vor­sit­zen­de des Orts­ver­eins der Grü­nen sehr begrüßt: „Es soll­te immer sorg­fäl­tig geprüft wer­den, ob neue Strecken gebaut wer­den müs­sen. Bes­ser wäre es bestehen­de Ver­kehrs­flä­chen gerech­ter zwi­schen Auto und Fahr­rad auf­zu­tei­len.“ In 2017 wur­de in Bay­ern das Ziel aus­ge­ru­fen, dass bis 2025 der Rad­ver­kehr in Bay­ern von damals 10% auf 20% erhöht wer­den soll. Drei Jah­re vor die­sem Datum liegt der Anteil aber erst bei 11%. Kein Wun­der, denn wie in Her­zo­gen­au­rach, so wird in ganz Bay­ern die Rad­in­fra­struk­tur sehr stief­müt­ter­lich aus­ge­baut. Rad­we­ge wer­den meist mit den Fuß­we­gen zusam­men­ge­legt, um den Auto­ver­kehr mög­lichst nicht zu stö­ren. Das passt nicht mehr zu der stei­gen­den Anzahl an Fahr­rad­fahr­ten, um zur Arbeit zu kom­men oder Kin­der in die Kita/​Kindergarten zu brin­gen. Die Zei­ten, in denen Räder nur zum Frei­zeit­ver­gnü­gen ein­ge­setzt wer­den, sind vor­bei. All­tags­strecken soll­ten mög­lichst schnell und sicher sein.

Ziel des Volks­be­geh­rens Rad­ent­scheid ist ein Rad­ge­setz, das die Staats­re­gie­rung ver­pflich­tet, eine umwelt­freund­li­che Mobi­li­tät zu ermög­li­chen. Sechs Zie­le sol­len damit erreicht wer­de: 25% Rad­ver­kehr bis 2030, ein siche­res und kom­for­ta­bles Rad­we­ge­netz, kei­ne töd­li­chen Ver­kehrs­un­fäl­le (Zero Visi­on) mehr, gut kom­bi­nier­ba­re umwelt­freund­li­che Mobi­li­tät, Rad­schnell­we­ge im länd­li­chen Raum und die Ver­mei­dung von Flächenversiegelung.

Kei­nes die­ser Zie­le ist bis­her auch nur annä­hernd in Her­zo­gen­au­rach erreicht! Die Trä­ger des Rad­ent­scheids Bay­ern sind die Ver­kehrs­ver­bän­de des ADFC, VCD und der elf kom­mu­na­len Rad­ent­schei­de in Bay­ern. Bünd­nis­part­ner sind der Bund Natur­schutz sowie die Lan­des­ver­bän­de von BÜND­NIS 90 / DIE GRÜ­NEN, SPD, ÖDP, DIE LIN­KE, Volt.

Zur Zulas­sung des Rad­ent­scheids wer­den min­de­stens 25.000 Unter­schrif­ten benö­tigt. Der OV Her­zo­gen­au­rach sam­melt ab dem kom­men­den Wochen­en­de Unter­schrif­ten. Die Unter­schrif­ten­samm­lung ist bis Ende Okto­ber 2022 geplant.

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