Neu­zu­gang bei der SpVgg Bay­reuth – Abgang Tim Danhof

Luke Hemmerich © Andi Bär / SpVgg Bayreuth
Luke Hemmerich © Andi Bär / SpVgg Bayreuth

Kurz vor dem heu­ti­gen Trai­nings­auf­takt um 15 Uhr auf dem Sport­ge­län­de des Post-SV Bay­reuth hat die Alt­stadt Neu­zu­gang Num­mer 3 unter Ver­trag genom­men: Der zuletzt beim West-Regio­nal­li­gi­sten SC Preu­ßen Mün­ster akti­ve Luke Hem­me­rich wird ab sofort das gelb-schwar­ze Jer­sey über­strei­fen. Nicht mehr an Bord sein wird dage­gen Tim Dan­hof. Er hat den Ver­ein am gest­ri­gen Abend recht über­ra­schend dar­über infor­miert, dass er sei­nen aus­lau­fen­den Ver­trag nicht ver­län­gern wird.

Wort­spie­le mit sei­nem Namen? Die sind dem 24-jäh­ri­gen Hem­me­rich nicht unbe­kannt. Schließ­lich sind die bei sei­nem Namen vor­pro­gram­miert. Die älte­ren Seme­ster wer­den sich an die Star Wars-Tri­lo­gie und Luke Sky­wal­ker erin­nern. Was das mit der Alt­stadt zu tun hat? Ziem­lich viel auf den zwei­ten Blick. Schließ­lich schicken Sta­di­on­spre­cher Chri­sti­an Höreth und Sta­di­on-DJ Phil­ipp Gla­ser ein­ge­wech­sel­te Spie­ler in Bay­reuth tra­di­tio­nell mit dem Ein­spie­ler: „Die Macht wird mit dir sein!“ auf das Feld. Der Ursprung die­ses Spru­ches? Klar: Die Star Wars-Fil­me. Und wer ein biss­chen Fai­ble für Bas­ket­ball hat – auch das ist in der Wag­ner­stadt ja kein sel­te­nes Phä­no­men – dem wird auch ALBA Ber­lins Publi­kums­lieb­ling Luke Sik­ma ein Begriff sein. Die Anhän­ger in der Bun­des­haupt­stadt fei­ern ihn regel­mä­ßig mit lang­ge­zo­ge­nen „Luuuuuuuuuuuuuuuuke“-Sprechchören. Ein Sze­na­rio, auf welch sich unser Neu­zu­gang schon ein­mal vor­be­rei­ten soll­te, das er aus sei­ner Zeit in Mün­ster aller­dings schon gewohnt ist.

Doch nun zum sport­li­chen. Denn das ist der Bereich, in dem der trotz sei­ner jun­gen Jah­re bereits sehr erfah­re­ne Außen­ver­tei­di­ger bis­lang abso­lut über­zeu­gen konn­te. Schon im zar­ten Alter von nur sie­ben Jah­ren wech­sel­te er von den Sport­freun­den Nie­der­we­ni­gern zu Bay­er 04 Lever­ku­sen, wo er sie­ben Jah­re lang kick­te. Nach einem Jahr in sei­ner Hei­mat­stadt in Dien­sten von unse­rem nächst­jäh­ri­gen Liga­kol­le­gen Rot-Weiss Essen ging es für Hem­me­rich zum FC Schal­ke 04, der ihn im ersten Senio­ren­jahr zum Zweit­li­gi­sten VfL Bochum aus­lieh. Nach sie­ben Ein­sät­zen im Bun­des­li­gaun­ter­haus wech­sel­te der Blond­schopf zum FC Erz­ge­bir­ge Aue (2 Zweit­li­ga­ein­sät­ze). Im sei­nem zwei­ten Ver­trags­jahr lieh Aue den Jung­spund nach der Win­ter­pau­se aus zum FC Ener­gie Cott­bus in die 3. Liga (18 Ein­sät­ze), ehe er erst­mals mit dem Fran­ken­land in Kon­takt kam.

„Das Fran­ken­land gefällt mir schon recht gut“, sagt er rück­blickend, „Würz­burg war fuß­bal­le­risch mei­ne schön­ste Zeit und gut leben lässt es sich hier auch!“

Der FC Kickers Würz­burg hol­te ihn. In etwas mehr als zwei Jah­ren bei den Rot­ho­sen schlüpf­te er 37-mal in das Tri­kot der Unter­fran­ken, traf dabei in 49 Dritt­li­ga­ein­sät­zen drei­mal selbst und leg­te vier Tore auf – und fei­er­te den Auf­stieg in die 2. Bun­des­li­ga, wo er noch drei Ein­sät­ze ein­heim­ste. Dann war – um zurück­zu­keh­ren in die Star-Wars-Tri­lo­gie – die Macht nicht mehr mit ihm. Pfeif­fer­sches Drü­sen­fie­ber und eine Coro­na-Infek­ti­on leg­ten unse­ren Neu­zu­gang im wahr­sten Sin­ne des Wor­tes kom­plett auf Eis. Nur weni­ge Tage nach sei­nem letz­ten Zweit­li­ga­ein­satz (am Ran­de bemerkt gegen unse­ren Pokal­geg­ner Ham­bur­ger SV) erwisch­te es Hem­me­rich. Es folg­te eine zehn­mo­na­ti­ge Lei­dens­zeit ohne eine ein­zi­ge Trai­nings­ein­heit. Der Wech­sel zurück in hei­mat­na­he Gefil­de zu den Preu­ßen aus Mün­ster sorg­te dann für eine furio­se Rück­kehr auf das Feld. In Mün­ster, bis zum letz­ten Spiel­tag mit Rot-Weiss Essen um den Auf­stieg in die 3. Liga spie­lend, avan­cier­te Luke zum Publi­kums­lieb­ling, traf in 26 Liga­spie­len fünf­mal. Der Reiz, wie­der in den bezahl­ten Fuß­ball zurück­zu­keh­ren, hat­te bei dem auf bei­den Außen­bah­nen sowohl defen­siv als auch offen­siv ein­setz­ba­ren Ruhr­pott-Kind aber die Ober­hand behal­ten. Der Kon­takt kam über sei­nen Bera­ter zustan­de. Thor­sten Burk­hardt. Ein Name, der in Fuß­ball­deutsch­land aus sei­ner Zeit bei der SpVgg Greu­ther Fürth und ande­ren Sta­tio­nen noch gut bekannt ist. In Fürth kick­te er dabei auch lan­ge mit unse­rem Trai­ner Tho­mas Klei­ne zusammen.

Will­kom­men in Bay­reuth, Luuuuuuuuuuke! Möge die Macht mit dir sein! Und nie­mals ver­ges­sen du sollst: „Grö­ße ist nicht alles. Die klei­ne­re Trup­pe sind wir. Dafür grö­ßer im Geist!“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.