Cobur­ger Bünd­nis 90/​Die Grü­nen-Frak­ti­on bean­tragt „Urban Gar­de­ning“ in der Innenstadt

Stadt Coburg soll als Schirm­her­rin des Pro­jek­tes „Urban Gar­de­ning“ Kosten und Ver­ant­wor­tung für geeig­ne­te Flä­chen übernehmen

Die Bünd­nis 90/​Die Grü­nen-Frak­ti­on im Stadt­rat zu Coburg hat den Antrag „Urban Gar­de­ning in der Cobur­ger Innen­stadt“ gestellt. Der Antrag im Wortlaut:

Antrag: „Urban Gar­de­ning in der Cobur­ger Innenstadt“

Sehr geehr­ter Herr Ober­bür­ger­mei­ster Sauerteig,

lie­be Kol­le­gin­nen des Stadt­ra­tes zu Coburg,

der Stadt­rat zu Coburg möge beschließen:

Die Ver­wal­tung wird beauf­tragt, geeig­ne­te Flä­chen in der fuß- und fahr­rad­na­hen Innen­stadt Coburgs zur viel­fäl­ti­gen Bepflan­zung bereit­zu­stel­len. Die Stadt Coburg über­nimmt als Schirm­her­rin des Pro­jek­tes „Urban Gar­de­ning“ die Kosten und die Ver­ant­wor­tung für die­se. Wei­ter­hin sucht die Ver­wal­tung durch geziel­te Wer­bung und nied­rig­schwel­li­gen Kon­takt Patin­nen (Ver­ei­ne, Schu­len, Par­tei­en, Orga­ni­sa­tio­nen, Fir­men, pri­va­te Per­so­nen, etc) für ein­zel­ne Par­ti­el­len der Flä­chen. Die­se wer­den in Zusam­men­ar­beit mit der Stadt Coburg das viel­fäl­ti­ge Ange­bot der Bepflan­zung und das Kon­zept des Urban Gar­de­nings fest­le­gen und allen Bür­ge­rin­nen jeder­zeit die Teil­ha­be, die Pfle­ge und die Ern­te ermög­li­chen. Die Patin­nen sol­len auch vor­ran­gig Ansprech­part­ne­rin­nen bei Fra­gen und Anre­gun­gen sein.

Begrün­dung: „Das Gärt­nern in der der Stadt ist ein welt­weit immer belieb­ter wer­den­der Trend, der stark mit dem Gedan­ken der Nach­hal­tig­keit ver­knüpft ist. […] Ein Ziel von Urban Gar­de­ning kann die Eigen­ver­sor­gung mit regio­na­len Nah­rungs­mit­teln sein, die Nahe am Ort der Pro­duk­ti­on auch kon­su­miert wer­den. Dabei sol­len Res­sour­cen aber auch Trans­port­ko­sten und Treib­haus­ga­se ein­ge­spart wer­den. Ein wei­te­res Ziel sol­cher Tätig­kei­ten kann es sein, die Viel­falt der Pflan­zen, die Bio­di­ver­si­tät, zu erhal­ten und aus­zu­bau­en. Zu die­sem Zweck kön­nen bei­spiels­wei­se alte Sor­ten ange­pflanzt wer­den, die kom­mer­zi­ell (fast) nicht mehr ange­baut wer­den. Dar­über hin­aus „begrünt“ man die Stadt. Über den rein ästhe­ti­schen Mehr­wert hin­aus, kann das för­der­lich sein für das Mikro­kli­ma und die Luft­qua­li­tät sowie Lebens­raum für Tie­re wie bestäu­ben­de Insek­ten bie­ten.“ Die Stadt Coburg hat sich Kli­ma­schutz auf die Fah­nen geschrie­ben. Das Pro­jekt des Urban Gar­de­ning kann bei den Bür­ge­rin­nen der Stadt nicht nur die Lebens­qua­li­tät, son­dern auch das Bewusst­sein für Nach­hal­tig­keit, Arten­viel­falt und Lebens­mit­tel erhö­hen und somit zu einem nied­rig­schwel­li­gen und posi­ti­ven Zugang zu Kli­ma­schutz in Coburg sein.

Die Initi­ie­rung und Umset­zung eines Urban Gar­de­ning-Pro­jekts ist ein wei­te­rer Punkt des in der Stadt­rats­sit­zung vom 22.07.2021 beschlos­se­nen Akti­ons­pla­nes für eine nach­hal­ti­ge und kli­ma­freund­li­che Stadt­ent­wick­lung. Das hier beschrie­be­ne Pro­jekt kon­kre­ti­siert hier­mit den Beschluss des Stadtrats.

Im Namen der Fraktion

Mit freund­li­chen Grüßen
Mela­nie Becker

Wir wei­sen aus­drück­lich dar­auf hin, dass auf­grund der Gen­der­ge­rech­tig­keit in Ver­wen­dung der weib­li­chen Form per­so­nen­be­zo­ge­ner Nomen alle ande­ren Geschlechts­for­men gleich­wer­tig impli­ziert und nur zur bes­se­ren Les­bar­keit und Ver­ständ­lich­keit nicht aus­ge­schrie­ben sind.

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