Poli­zei­be­richt Land­kreis ERH vom 12.06.2022

Poli­zei­in­spek­ti­on Erlangen-Stadt

Berg­kirch­weih Erlan­gen – 10. Berg­tag (Sams­tag, 11.06.2022)

Gesche­hen am Festgelände

Der 10. Tag der Berg­kirch­weih wur­de von Kai­ser­wet­ter bei rund 29 Grad beglei­tet. Das Ver­an­stal­tungs­ge­län­de füll­te sich zum Nach­mit­tag kom­plett. Ab 15.00 Uhr waren die Bier-Kel­ler voll belegt. Der Bereich der Schau­stel­ler war mit­un­ter sehr gut besucht – die Aus­la­stung betrug hier meist um die 70 Pro­zent. Die Berg­stra­ße und die Stra­ße an den Kel­lern waren auch in Spit­zen­zei­ten passierbar.

Im Gegen­satz zu den vor­an­ge­gan­gen Tagen, waren bei Poli­zei­ein­sät­zen ab Nach­mit­tag bereits erheb­li­che Alko­hol­sie­run­gen fest­zu­stel­len. Aus Sicht der „Poli­zei-Berg­wa­che“ war dies der ereig­nis­reich­ste Tag. Unter ande­rem kam es zu schwer­wie­gen­den Körperverletzungsdelikten.

Um kurz nach 17 Uhr gerie­ten zwei Per­so­nen­grup­pen auf dem Fest­ge­län­de anein­an­der. Zwei jun­ge Män­ner schlu­gen mit Fäu­sten gemein­schaft­lich auf einen 23-Jäh­ri­gen ein. Einer der Angrei­fer griff zudem zum Maß­krug. Dem Geschä­dig­ten wur­de mit dem Krug ins Gesicht geschla­gen. Das Opfer erlitt eine Platz­wun­de an der Lip­pe. Die Schlä­ger waren mit 1,7 und 2,3 Pro­mil­le deut­lich alko­ho­li­siert. Gegen die jun­gen Män­ner wur­de ein Straf­ver­fah­ren wegen gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung eingeleitet.

Gegen 21.15 Uhr schlug im west­li­chen Berg­ge­län­de eine 28-Jäh­ri­ge nach einem Streit mit einem Maß­krug um sich. Zunächst ver­setz­te die Frau einem Mann mit dem Krug einem Schlag gegen den Kopf. Der Krug ging dabei zu Bruch. Als Fest­be­su­cher schlich­tend ein­grif­fen, ver­letz­te die 28-Jäh­ri­ge zwei wei­te­re Män­ner mit dem kaput­ten Maß­krug. Die bei­den Män­ner erlit­ten Schnitt­wun­den an den Hän­den. Die drei Ver­letz­ten wur­den mit stark blu­ten­den Wun­den am Kopf bzw. an den Hän­den in Kran­ken­häu­ser gebracht. Die Angrei­fe­rin hat­te 0,8 Pro­mil­le intus. Gegen die Frau wird wegen gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung in meh­re­ren Fäl­len ermittelt.

Um 22 Uhr belei­dig­te ein 23-Jäh­ri­ger Fest­be­su­cher in der Bay­reu­ther Stra­ße eine Poli­zei­strei­fe. Der Mann uri­nier­te im Vor­feld ver­bots­wid­rig in der Öffent­lich­keit. Bei der Per­so­na­li­en­fest­stel­lung raste­te der jun­ge Mann aus. Er beschimpf­te die Beam­ten aufs Übel­ste. Als der 23-Jäh­ri­ge zusätz­lich begann die Poli­zi­sten anzu­spucken, wur­de er mit Zwang zu Boden gebracht. Dabei zog sich der Mann eine blu­ten­de Wun­de zu. Der 23-Jäh­ri­ge wur­de von Sani­tä­tern ver­sorgt. Eine Alko­hol­mes­sung beschei­nig­te einen Wert von 2,4 Pro­mil­le. Gegen den jun­gen Mann wur­de ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren wegen Beam­ten­be­lei­di­gung eröffnet.

Um 22.15 Uhr geriet auf einem Bier­kel­ler ein Fest­be­su­cher aus der Schweiz mit einer fei­ern­den Grup­pe aus Eng­land anein­an­der. Es kam zu gegen­sei­ti­gen Faust­schlä­gen. Im Resul­tat tru­gen drei Betei­lig­te erheb­li­che Ver­let­zun­gen davon. Die erlit­te­nen Platz­wun­den an den Hän­den und den Gesich­tern muss­ten alle­samt in Kran­ken­häu­sern mit bis zu 20 Sti­chen genäht wer­den. Die drei Män­ner im Alter von 29, 43 und 53 Jah­ren stan­den erheb­lich unter Alko­hol­ein­fluss. Es wur­den Wer­te um 1,4 Pro­mil­le gemes­sen. Ermitt­lungs­ver­fah­ren wegen vor­sätz­li­cher Kör­per­ver­let­zung wur­de ein­ge­lei­tet. Die Staats­an­walt­schaft wur­de in die­sem Fall eingebunden.

Die Män­ner muss­ten Zustel­lungs­be­voll­mäch­tig­te für das anste­hen­de Straf­ver­fah­ren benennen.

Ein­satz­ge­sche­hen im Stadt­ge­biet wäh­rend der „Nach­fei­ern“

In der gesam­ten Innen­stadt war ab 22:00 Uhr ein hohes Per­so­nen­auf­kom­men zu verzeichnen.

Die Berg­ab­gän­ger such­ten Zugang zu Dis­ko­the­ken und Bars oder ver­weil­ten mit To-GoGe­trän­ken auf den Plät­zen bzw. Stra­ßen. Vor eini­gen Loka­li­tä­ten bil­den sich lan­ge War­te­schlan­gen am Einlass.

Um 2 Uhr kam es vor einer Dis­ko in der Nürn­ber­ger Stra­ße zu einer hand­fe­sten Aus­ein­an­der­set­zung. Einem unein­sich­ti­gen, mit 1,3 Pro­mil­le alko­ho­li­sier­ten 31-Jäh­ri­gen wur­de der Zugang zur Dis­ko­thek ver­wei­gert. Es kam zum Streit mit dem Sicher­heits­per­so­nal. Der 31-Jähi­ge klag­te im Nach­gang über Platz­wun­den an der Lip­pe und am Kopf. Der genaue Ablauf bedarf wei­te­rer Ermitt­lun­gen. Straf­ver­fah­ren wegen Kör­per­ver­let­zung wur­den eingeleitet.

Gegen 2.15 Uhr ver­hielt sich ein 47-Jäh­ri­ger in einem Schnell­re­stau­rant am Huge­not­ten­platz aggres­siv. Den Auf­for­de­run­gen des Per­so­nals das Restau­rant zu ver­las­sen kam der Mann nicht nach. Als Poli­zei­be­am­te dem Mann einen Platz­ver­weis aus­spra­chen, schlug der 47-Jäh­ri­ge mit der Faust nach einem Beam­ten. Der Poli­zist wur­de nicht getrof­fen. Der reni­ten­te Mann wur­de in Gewahr­sam genom­men. Er hat­te 1,4 Pro­mil­le intus. Gegen den 47-Jäh­ri­gen wird wegen des tät­li­chen Angriffs auf einen Poli­zei­be­am­ten ermittelt.

Bereits nach 4 Uhr wur­de ein 28-Jäh­ri­ger am Hugo nach einem Streit mit einer Grup­pe sprich­wört­lich zusam­men­ge­schla­gen. Bis zu fünf bis­lang unbe­kann­te Män­ner schlu­gen zunächst gemein­schaft­lich auf das Opfer ein. Als der 28-Jäh­ri­ge am Boden lag, wur­de er wei­ter mit Füßen getre­ten. Der Geschä­dig­te erlitt eine Platz­wun­de im Gesicht. Die Täter­grup­pe flüch­te­te noch vor Ein­tref­fen der Poli­zei. Es wird wegen gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung ermittelt.

In die­sem Fall wer­den Zeu­gen gesucht. Hin­wei­se zu der Aus­ein­an­der­set­zung nimmt die Poli­zei­in­spek­ti­on Erlan­gen unter der Tele­fon­num­mer 09131/760–114 entgegen.

Außer­halb des Festgeschehens

Gegen 17.15 Uhr hat­te ein 55-Jäh­ri­ger aus Schwein­furt am Haupt­bahn­hof wört­lich „Glück im Unglück“. Nach der­zei­ti­gen Erkennt­nis­sen, stand der Mann am Bahn­steig offen­bar zu nah an der Bahn­li­nie. Mit Ein­fahrt eines Zuges wur­de der 55-Jäh­ri­ge ins Gleis­bett gezo­gen. Neben einer kaput­ten Hose, erlitt der Mann glück­li­cher­wei­se nur eine leich­te Ver­let­zung am Bein. Der Ver­un­fall­te befand sich offen­bar auf der Rück­rei­se nach einem Berg­be­such. Der 55-Jäh­ri­ge stand mit 2,3 Pro­mil­le deut­lich unter Alkoholeinfluss.

Poli­zei­in­spek­ti­on Erlangen-Land

Ver­kehrs­un­fall

Utten­reuth – Am 11.06.22 fuhr eine 79-jäh­ri­ge Utten­reu­the­rin mit ihrem Fahr­rad auf eine Ein­mün­dung zu. An die­ser ver­schaff­te sie sich einen Über­blick über die vor­herr­schen­de Ver­kehrs­si­tua­ti­on. Hier­bei brem­ste sie zu stark mit der Vor­der­rad­brem­se, wes­halb es das Vor­der­rad ihres Fahr­ra­des ver­riss und sie stürz­te. Beim Sturz zog sich die Frau eine Frak­tur des rech­ten Hand­ge­lenks zu. Sie wur­de durch einen Ret­tungs­wa­gen zur Behand­lung in ein Kran­ken­haus gebracht.

Unfall­flucht beobachtet

Ecken­tal – Am 11.06.22, gegen 12.15 Uhr, wur­de der auf dem Park­platz eines Dis­coun­ters gepark­te Pkw einer Frau aus Kalch­reuth durch ein ande­res Fahr­zeug beim Aus­par­ken beschä­digt. An dem gepark­ten Pkw ent­stand ein Sach­scha­den von ca. 1.500,- €. Der Unfall­ver­ur­sa­cher sah sich den Scha­den kurz an und fuhr dann vom Parkplatz.

Eine auf­merk­sa­me Zeu­gin notier­te sich jedoch das Kenn­zei­chen des Unfall­ver­ur­sa­chers, wes­halb die Poli­zei die Ermitt­lun­gen wegen Uner­laub­ten Ent­fer­nens vom Unfall­ort auf­ge­nom­men hat.

Poli­zei­in­spek­ti­on Herzogenaurach

Fahr­rad­dieb­stahl

Nie­dern­dorf – In der Nacht von Frei­tag auf Sams­tag wur­den in Nie­dern­dorf zwei Fahr­rä­der ent­wen­det. Aus dem Gar­ten­schup­pen eines Wohn­hau­ses in der Ori­onstra­ße wur­de ein unver­sperr­tes Trek­kin­grad der Mar­ke Bree­zer, oran­ge, ent­wen­det. Zudem wur­de aus einer Gara­ge in der Nie­dern­dor­fer Haupt­stra­ße ein unver­sperr­tes Kin­der-Moun­tain­bike, Mar­ke Ber­ga­mont, gold, von einem unbe­kann­ten Täter gestoh­len. Zeu­gen, die ver­däch­ti­ge Beob­ach­tun­gen gemacht haben, wer­den gebe­ten sich bei der PI Her­zo­gen­au­rach unter der Ruf­num­mer 09132/78090 zu melden.

Sach­be­schä­di­gung an Pkw

Her­zo­gen­au­rach – Im Zeit­raum vom 10.06.2022, 23.00 Uhr bis 11.06.2022, 08.00 Uhr, wur­de ein in der Mün­che­ner Stra­ße gepark­ter Pkw von einem unbe­kann­ten Täter beschä­digt. Der rech­te Außen­spie­gel wur­de abge­ris­sen. Es ent­stand ein Sach­scha­den in Höhe von ca. 300 Euro. Zeu­gen wer­den gebe­ten, sich mit der PI Her­zo­gen­au­rach unter der Tele­fon­num­mer 09132/78090 in Ver­bin­dung zu setzen.

Unfall­flucht

Heß­dorf – Am Sams­tag, gegen 16.25 Uhr, ran­gier­te ein Sat­tel­zug vor der Filia­le eines Dis­coun­ters Im Gewer­be­park in Heß­dorf und stieß dabei mehr­mals gegen das Gebäu­de und das Ein­kaufs­wa­gen­häus­chen. Hier­bei ent­stand jedoch nur gerin­ger Sach­scha­den in Höhe von ca. 200 Euro. Der Fah­rer des Lkws setz­te sei­ne Fahrt in Rich­tung Auto­bahn fort. Zeu­gen des Ver­kehrs­un­falls wer­den gebe­ten sich bei der PI Her­zo­gen­au­rach unter der Ruf­num­mer 09132/78090 zu melden.

Poli­zei­in­spek­ti­on Höchstadt a.d.Aisch

Rad­fah­rer auf Roll­splitt gestürzt

Am Sams­tag­abend (11.06.2022, 20:45 Uhr), wur­de die Poli­zei­in­spek­ti­on Höchstadt a.d. Aisch zu einem Ver­kehrs­un­fall gerufen.

Wie es sich her­aus­stell­te befuhr eine Rad­grup­pe die Kreis­stra­ße von Greuth in Rich­tung Zent­bech­ho­fen. Die Stra­ße ist aktu­ell auf­grund Aus­bes­se­rungs­ar­bei­ten mit Roll­splitt benetzt.

Trotz der vor­han­de­nen Warn­schil­der ver­lor ein 20-Jäh­ri­ger die Kon­trol­le über sein Fahr­rad und kam zu Fall. Eine nach­fol­gen­de 25-Jäh­ri­ge Rad­fah­re­rin stürz­te dar­auf­hin ebenfalls.

Bei­de Rad­fah­rer erlit­ten diver­se Schürf­wun­den. Der 20-Jäh­ri­ge erlitt zudem eine Kopf­platz­wun­de und muss­te zur wei­te­ren Ver­sor­gung in ein nahe­lie­gen­des Kran­ken­haus ver­bracht werden.

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