Poli­zei­be­richt Land­kreis ERH vom 11.06.2022

Symbolbild Polizei

Poli­zei­in­spek­ti­on Erlangen-Stadt

Berg­kirch­weih Erlan­gen – 9. Berg­tag (Frei­tag, 10.06.2022)

Gesche­hen am Festgelände

Am 9. Tag emp­fing der Berg sei­ne Besu­cher mit Son­nen­schein und Tem­pe­ra­tu­ren bis 28 Grad.

Das Ver­an­stal­tungs­ge­län­de füll­te sich nach und nach. Gegen 18.00 Uhr waren die Sitz­plät­ze im Bereich der Bier­kel­ler voll­stän­dig belegt. Die Wege waren gut pas­sier­bar. Der Bereich der Schau­stel­ler war zu 60 Pro­zent gefüllt. Bis gegen 22.30 Uhr war das Fest­ge­län­de im Kel­ler­Be­reich kom­plett aus­ge­la­stet. Ab die­sem Zeit­punkt begann der Abstrom in Rich­tung Innenstadt.

Um kurz vor 22 Uhr wur­de eine 15-Jäh­ri­ge von Zivil­be­am­ten einer Jugend­schutz­kon­trol­le unter­zo­gen. Die Jugend­li­che war sicht­lich alko­ho­li­siert. Als sich ein Poli­zist durch Vor­zei­gen des Dienst­aus­wei­ses zu erken­nen gab, wur­de die 15-Jäh­ri­ge umge­hend aggres­siv. Der Beam­te wur­de ver­bal belei­digt und kör­per­lich ange­grif­fen. Die Jugend­li­che stieß den Poli­zi­sten gegen die Brust. Der Beam­te stürz­te dar­auf eine Trep­pe hin­un­ter. Die 15-Jäh­ri­ge wur­de in Gewahr­sam genom­men und ihren Eltern über­stellt. Das Mäd­chen hat­te 2,0 Pro­mil­le intus. Der Poli­zist wur­de leicht ver­letzt. Er blieb vor­erst dienst­fä­hig. Gegen die 15-Jäh­ri­ge wird wegen des tät­li­chen Angriffs gegen Poli­zei­be­am­te und Beam­ten­be­lei­di­gung ermittelt.

Bereits nach dem offi­zi­el­len Ber­gen­de gegen 23.30 Uhr erlaub­te sich ein bis­lang Unbe­kann­ter einen äußerst schlech­ten Scherz. Wäh­rend eines Ret­tungs­dien­st­ein­sat­zes im Kitz­mann­gar­ten, wur­de dem Sani­täts­team ein Defi­bril­la­tor gestoh­len. Der Defi wur­de kurz nach dem Vor­fall wie­der auf­ge­fun­den. Als der ver­meint­li­che Dieb den Fest­platz ver­las­sen woll­te, wur­de ihm das Gerät von einen Ret­tungs­team wie­der abge­nom­men. Dem unbe­kann­ten Mann gelang noch vor Ein­tref­fen der Poli­zei die Flucht. Ein Straf­ver­fah­ren wegen Dieb­stahls wur­de eingeleitet.

Ein­satz­ge­sche­hen im Stadt­ge­biet wäh­rend der „Nach­fei­ern“

In der Innen­stadt war bereits ab 22:00 Uhr ein hohes Per­so­nen­auf­kom­men zu verzeichnen.

Hot­spot war hier der bekann­te Treff­punkt Mar­tin-Luther-Platz. In der Spit­ze ver­weil­ten dort gegen 1 Uhr rund 1.500 Per­so­nen vor den Lokalen.

Wäh­rend der „After­berg­fei­ern“ im Stadt­zen­trum kam es zu ins­ge­samt fünf Kör­per­ver­let­zungs­de­lik­ten. Im Resü­mee sind alle Vor­fäl­le ähn­lich. Zuwei­len stark betrun­ke­ne Par­ty­gän­ger gerie­ten wegen Nich­tig­kei­ten in Streit. Die Kon­flik­te wur­den abschlie­ßend mit Fäu­sten aus­ge­tra­gen. In kei­nem der Fäl­le kamen gefähr­li­che Gegen­stän­de wie z.B. Krü­ge oder Fla­schen zum Ein­satz. Die Betei­lig­ten tru­gen alle­samt jeweils leich­te Ver­let­zun­gen davon. Es wur­den Ermitt­lungs­ver­fah­ren wegen vor­sätz­li­cher Kör­per­ver­let­zung eingeleitet.

Außer­halb des Festgeschehens

Am Frei­tag­abend gegen 17 Uhr kam es im Stadt­zen­trum zu Laden­dieb­stäh­len unter dem Ein­satz von Kinderwägen.

Aus einem Kauf­haus in der West­li­chen Stadt­mau­er­stra­ße ver­such­ten vier Frau­en gemein­schaft­lich diver­se Gebrauchs­ar­ti­kel im Wert von über 200,- Euro zu steh­len. Die Beu­te wur­de in den mit­ge­führ­ten Kin­der­wä­gen ver­staut. Die Waren wur­den so an der Kas­se vor­bei­ge­schmug­gelt. Laden­de­tek­ti­ve kamen dem Quar­tett auf die Schliche.

Etwa zur sel­ben Zeit lie­ßen zwei Damen aus einer Dro­ge­rie in der Innen­stadt Kos­me­tik­ar­ti­kel im Wert von 100,- Euro mit­ge­hen. Auch hier kamen zum Abtrans­port die mit­ge­führ­ten Kin­der­wä­gen zum Ein­satz. Direkt über der Beu­te wur­den die leib­li­chen Klein­kin­der der Die­bin­nen platz­iert. Detek­ti­ve beob­ach­te­ten das Vorhaben.

In bei­den Fäl­len begrün­den die tat­ver­däch­ti­gen Frau­en kei­nen festen Wohn­sitz in Deutschland.

Die Damen rei­sten aus einer Auf­nah­me­ein­rich­tung in Bam­berg nach Erlan­gen. Das Vor­ge­hen war ver­mut­lich geplant. Auf Wei­sung der Staats­an­walt­schaft wur­den soge­nann­te Zustel­lungs­be­voll­mäch­tig­te für die ein­ge­lei­te­ten Dieb­stahls­ver­fah­ren benannt.

Poli­zei­in­spek­ti­on Erlangen-Land

Ermitt­lun­gen gegen Teichwirt

Herolds­berg – Ange­hö­ri­ge des Fische­rei­ver­bands infor­mier­ten die Poli­zei Erlan­gen-Land dar­über, dass zwei Fisch­wei­her bei Herolds­berg ohne Beauf­sich­ti­gung aus­lau­fen und etli­che Fische bereits ver­en­det sind. Da der Ver­ant­wort­li­che zunächst nicht bekannt war, wur­den die fach­kun­di­gen Mit­tei­ler von der Poli­zei beauf­tragt, die noch leben­den Fische zu ber­gen. Wie sich spä­ter her­aus­stell­te, ließ der uner­fah­re­ne Teich­wirt das Was­ser absicht­lich ablau­fen. Für das Abfi­schen des kom­plet­ten Fisch­be­stands hat­te er aber weder die erfor­der­li­che Zeit, noch die nöti­ge Aus­rü­stung. Dies koste­te meh­re­ren Zent­nern Fisch das Leben. Gegen den Teich­wirt wird wegen einer Straf­tat nach dem Tier­schutz­ge­setz ermittelt.

Ermitt­lun­gen gegen Jäger

Ein Spa­zier­gän­ger mel­de­te mor­gens der Poli­zei Erlan­gen-Land, dass er an einem Wald­weg einen schwer ver­letz­ten jun­gen Fuchs gefun­den hat. Die­se Mel­dung wur­de umge­hend an den zustän­di­gen Jäger wei­ter­ge­lei­tet, da die­ser gesetz­lich ver­pflich­tet ist, ver­letz­tes Wild unver­züg­lich zu ver­sor­gen. Gegen Abend mel­de­te ein wei­te­rer Spa­zier­gän­ger den­sel­ben ver­letz­ten Fuchs an glei­cher Stel­le. Das Tier wur­de schließ­lich durch Poli­zei­be­am­te von sei­nem Leid erlöst. Nun muss sich der zustän­di­ge Jäger nicht nur wegen einer Straf­tat nach dem Tier­schutz­ge­setz ver­ant­wor­ten, ihm wer­den auch die Kosten für den Poli­zei­ein­satz in Rech­nung gestellt.

Uner­laub­tes Ent­fer­nen vom Unfallort

Utten­reuth – Am Mitt­woch den 01.06.2022 kam es in der Zeit zwi­schen 11:50 Uhr und 12:05 Uhr zu einer Ver­kehrs­un­fall­flucht. Ein unbe­kann­ter Ver­kehrs­teil­neh­mer tou­chier­te einen grau­en Pkw Sko­da, der am Stra­ßen­rand in der Mar­loff­stei­ner Stra­ße ord­nungs­ge­mäß abge­stellt war.

Durch Krat­zer am Rad­lauf ent­stand hier­bei ein nicht uner­heb­li­cher Sach­scha­den in Höhe von ca. 2.500 Euro. Anschlie­ßend ent­fern­te sich der Ver­ur­sa­cher von der Unfall­stel­le, ohne sei­nen gesetz­li­chen Pflich­ten nach­zu­kom­men. Wer sach­dien­li­che Hin­wei­se zum Unfall­her­gang geben kann, möch­te sich bit­te mit der Poli­zei­in­spek­ti­on Erlan­gen-Land unter der Ruf­num­mer 09131/760–514 in Ver­bin­dung setzen.

Poli­zei­in­spek­ti­on Herzogenaurach

Kenn­zei­chen von PKW entwendet

Im Tat­zeit­raum 09.06.2022, 18:00 Uhr, bis 10.06.2022, 18:00 Uhr, wur­de das hin­te­re amt­li­che Kenn­zei­chen von einem Pkw Mar­ke Audi durch einen bis­lang unge­kann­ten Täter ent­wen­det, wel­cher in der Erlan­ger Stra­ße in Heß­dorf am Fahr­bahn­rand abge­stellt war. Der Eigen­tü­mer erstat­te­te Anzei­ge wegen Dieb­stahl bei der PI Her­zo­gen­au­rach. Hin­wei­se zu Tat oder Täter wer­den bei der PI Her­zo­gen­au­rach unter der Ruf­num­mer 09132/7809–0 ent­ge­gen genommen.

Poli­zei­in­spek­ti­on Höchstadt a.d.Aisch

- Fehl­an­zei­ge -

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