Inven­tur in den Staats­wäl­dern des Forst­be­triebs Ebrach

Forstbetrieb Ebrach Inventur Wald 2022
Mitarbeiter des Forstbetriebes schauen bei der Inventur über die Schulter. Foto: Stefan Geus-Pohl, Bayerische Staatsforsten AöR

Ebrach: Inven­tur im Wald

Die Staats­wäl­der des Forst­be­triebs Ebrach wer­den der­zeit im Zuge der Inven­tur auf ihre ste­hen­de Bio­mas­se, Tot­holz­an­teil und wei­te­re Para­me­ter unter­sucht. Die­se Wald­in­ven­tur ist ein wich­ti­ger Schritt der For­stein­rich­tung zur Pla­nung der näch­sten 10 Jah­re.

Der Forst­be­trieb Ebrach ver­ant­wor­tet rund 17.000 ha Staats­wald. Über die gesam­te Flä­che wird der Wald an soge­nann­ten Inven­tur­punk­ten ver­mes­sen. Die­se Punk­te wur­den bereits in den 80er Jah­ren fest­ge­legt und wer­den zur Ver­gleich­bar­keit für jede fol­gen­de Mes­sung ver­wen­det. An jedem die­ser Punk­te ist ein Magnet ver­gra­ben und inzwi­schen sind sie mit den GPS-Koor­di­na­ten ein­ge­mes­sen, sodass die Punk­te leicht wie­der auf­ge­fun­den werden.

Für den Forst­be­trieb Ebrach sind das ca. 4.500 Punk­te, an denen der Wald ver­mes­sen wird. Damit beschreibt jeder Punkt ein Gebiet von vier Hekt­ar, in den Natur­wald­re­ser­va­ten sogar nur ein bzw. zwei Hekt­ar. Um jeden Punkt wer­den im Kreis bis zu 12,62 m Radi­us, das ent­spricht etwa 500 m², ver­schie­de­ne Para­me­ter, etwa die Baum­art, Anzahl, Durch­mes­ser und Höhe, Tot­holz, Bio­top­bäu­me oder die Wald­ver­jün­gung auf­ge­nom­men. Die Stich­pro­ben mit nur 2 % Abwei­chung erge­ben ein belast­ba­res Bild der Vor­rä­te und des Gesamt­zu­stan­des des Waldes.

Die Auf­nah­me hat Anfang Mai begon­nen und wird noch bis Okto­ber andau­ern, dabei wer­den sechs Mit­ar­bei­ter die ein­zel­nen Punk­te auf­su­chen und die Mes­sun­gen vornehmen.

Die Aus­wer­tun­gen der Auf­nah­men wer­den dann wich­ti­ge Grund­la­ge für die Pla­nun­gen der näch­sten 10 Jah­re. Die sich im Jahr 2023 anschlie­ßen­de soge­nann­te For­stein­rich­tung wird für die fol­gen­den Jah­re die Rah­men­vor­ga­be aller Maß­nah­men im Wald sein. Natur­schutz­aspek­te, mög­li­che Ergän­zungs­pflan­zun­gen wer­den hier neben den Pfle­ge­maß­nah­men gleich­wer­tig berück­sich­tigt. Durch die Auf­nah­me von Tot­holz und Bio­top­bäu­men liegt auch ein guter Indi­ka­tor für die natur­na­he Wald­be­wirt­schaf­tung vor.

Mit gro­ßem Inter­es­se nutz­ten die Ebra­cher För­ste­rin­nen und För­ster die Mög­lich­keit, bei der Mes­sung auch mal über die Schul­ter zu schau­en und erwar­te­ten gespannt die Ergebnisse.

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