Blick über den Zaun: Zwei­tes Expe­di­ti­ons­kon­zert mit Joana Mall­witz im Opern­haus Nürnberg

Staatstheater Nürnberg Staatsphilharmonie 2. Expeditionskonzert 2022
Joana Mallwitz‘ Reise ins Innere der Meisterwerke findet bereits in der vierten Saison und endlich wieder live statt. Foto: Ludwig Olah

2. Expe­di­ti­ons­kon­zert der Spiel­zeit 2021/22 im Opernhaus

Am 4. und 5. Juni 2022 beleuch­ten Joana Mall­witz und die Staats­phil­har­mo­nie Nürn­berg die 2. Sin­fo­nie von Johan­nes Brahms 

Am Sams­tag, 4. Juni und Sonn­tag, 5. Juni 2022 prä­sen­tie­ren Gene­ral­mu­sik­di­rek­to­rin Joana Mall­witz und die Staats­phil­har­mo­nie Nürn­berg im Opern­haus zum zwei­ten Mal in die­ser Spiel­zeit eines der belieb­ten Expe­di­ti­ons­kon­zer­te und wid­men sich dabei der 2. Sin­fo­nie in D‑Dur von Johan­nes Brahms.

Joana Mall­witz‘ Rei­se ins Inne­re der Mei­ster­wer­ke fin­det bereits in der vier­ten Sai­son und end­lich wie­der live statt. In ihren Expe­di­ti­ons­kon­zer­ten ent­deckt die Gene­ral­mu­sik­di­rek­to­rin gemein­sam mit der Staats­phil­har­mo­nie Nürn­berg jeweils ein gro­ßes Werk der Musik­ge­schich­te. Mall­witz diri­giert dabei nicht nur wie gewohnt, son­dern mode­riert auch selbst vom Kla­vier aus.

In ihren selbst mode­rier­ten und diri­gier­ten Expe­di­ti­ons­kon­zer­ten stellt Joana Mall­witz jeweils ein Mei­ster­werk der Musik­ge­schich­te ins Zen­trum und fügt dabei Erhei­tern­des, Über­ra­schen­des, Unbe­kann­tes und auch oft Gehör­tes zu einem neu­en Erleb­nis zusam­men. Am Ende bringt die Staats­phil­har­mo­nie Nürn­berg das Werk noch ein­mal im Gan­zen zu Gehör.

Johan­nes Brahms (1833–1897) hat sei­ne 2. Sin­fo­nie im Jahr 1877 kom­po­niert. Wäh­rend er an sei­ner 1. Sin­fo­nie vie­le Jah­re arbei­te­te, stell­te Brahms die 2. inner­halb nur weni­ger Mona­te fer­tig. Wäh­rend des Arbeits­pro­zes­ses führ­te er sei­ne Freun­de und den Ver­le­ger Sim­rock ger­ne dadurch in die Irre, dass er das Werk als beson­ders trau­rig oder weh­mü­tig bezeich­ne­te. Das Gegen­teil ist der Fall: Die Sin­fo­nie zeich­net sich u.a. durch ihre hei­te­re, pasto­ra­le Grund­stim­mung aus. Die Urauf­füh­rung in Wien im Dezem­ber 1877 ver­lief über­aus erfolg­reich. Die Sin­fo­nie, die in der Fol­ge nahe­zu über­all enthu­sia­stisch auf­ge­nom­men wur­de, wird oft als Brahms‘ popu­lär­ste bezeichnet.

Zur Per­son

Joana Mall­witz Seit der Spiel­zeit 2018/19 als Gene­ral­mu­sik­di­rek­to­rin am Staats­thea­ter Nürn­berg tätig, wird Joana Mall­witz in der Pres­se als „Aus­nah­me­di­ri­gen­tin“ gefei­ert. Spä­te­stens seit ihrem Debüt mit Mozarts „Così fan tut­te“ bei den Salz­bur­ger Fest­spie­len 2020 zählt Joana Mall­witz zu den her­aus­ra­gend­sten Diri­gen­ten­per­sön­lich­kei­ten ihrer Genera­ti­on. Als Por­trät-Künst­le­rin des Wie­ner Musik­ver­eins wird sie in der Sai­son 2021/22 bei den Wie­ner Sym­pho­ni­kern und dem RSO Wien am Pult ste­hen; wei­te­re Debüts sind beim Sym­pho­nie­or­che­ster des Baye­ri­schen Rund­funks, dem Orchest­re Natio­nal de Fran­ce und an der Sem­per­oper Dres­den mit einer neu­en „Rusal­ka“ geplant.

In den ver­gan­ge­nen Jah­ren war sie bereits an der Baye­ri­schen Staats­oper („Eugen One­gin“ und „L‘elisir d’amore“), an der Oper Frank­furt („Salo­me“ und „Die lusti­ge Wit­we“) an der Roy­al Danish Ope­ra („Der flie­gen­de Hol­län­der“ und „Madama But­ter­fly“), der Nor­we­gi­schen Natio­nal­oper Oslo („Der Rosen­ka­va­lier“) und an der Oper Zürich („Mac­beth“) zu Gast. Kon­zert­enga­ge­ments führ­ten sie zum Kon­zert­haus­or­che­ster Ber­lin, dem HR- und SWR-Sin­fo­nie­or­che­ster, dem Phil­har­mo­nia Orche­stra Lon­don, den Münch­ner Phil­har­mo­ni­kern, dem City of Bir­ming­ham Sym­pho­ny Orche­stra und den Göte­bor­ger Symphonikern.

Am Staats­thea­ter Nürn­berg hat Joana Mall­witz in die­ser Spiel­zeit mit der Staats­phil­har­mo­nie Nürn­berg die kon­zer­tan­te Auf­füh­rung von „Pel­lé­as et Méli­san­de“ ein­stu­diert; es folgt „Der Rosen­ka­va­lier“ (geplan­te Pre­miè­re: 19. März 2022).

Mit Beginn der Spiel­zeit 2014/2015 hat­te Mall­witz als jüng­ste Gene­ral­mu­sik­di­rek­to­rin Euro­pas ihr erstes Lei­tungs­amt am Thea­ter Erfurt ange­tre­ten. Dort rief sie u.a. die Orche­ster-Aka­de­mie des Phil­har­mo­ni­schen Orche­sters Erfurt ins Leben und kon­zi­pier­te das erfolg­rei­che Kon­zert­for­mat der „Expe­di­ti­ons­kon­zer­te“, das sie mit an ihre neue Wir­kungs­stät­te Nürn­berg brachte.

2. Expe­di­ti­ons­kon­zert Johan­nes Brahms: 2. Sin­fo­nie in D‑Dur, op. 73 Ter­mi­ne: Sa., 4. Juni 2022 um 19.30 Uhr und So., 5. Juni um 10.30 Uhr, Opern­haus Mit: Joana Mall­witz Staats­phil­har­mo­nie Nürnberg

Pro­gramm­in­for­ma­tio­nen und Tickets: www​.staats​thea​ter​-nuern​berg​.de und Tel.: 0180–1‑344–276 (Fest­netz 3,9 Ct./Min., Mobil bis zu 42 Ct./Min.

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