„Kit­ze­lei­en“ gewinnt Publi­kums­preis der 38. Baye­ri­schen Thea­ter­ta­ge in Bamberg

38. Bayerische Theatertage Bamberg Kulturbühne Spagat Publikumspreis 2022
Bei den 38. Bayerischen Theatertagen in Bamberg wurde die Münchner Kulturbühne Spagat für „Kitzeleien - Der Tanz der Wut" mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Foto: Cordula Treml

„Kit­ze­lei­en – Der Tanz der Wut“ erhielt beste Bewer­tung der Zuschaue­rin­nen und Zuschauer

Zum Abschluss der 38. Baye­ri­schen Thea­ter­ta­ge in Bam­berg wur­de am Sams­tag, 28. Mai 2022, der Publi­kums­preis ver­ge­ben. Unter allen gezeig­ten Gast­spie­len bekam die Kul­tur­büh­ne Spa­gat aus Mün­chen mit „Kit­ze­lei­en – Der Tanz der Wut“ die beste Bewer­tung von den Zuschaue­rin­nen und Zuschau­ern. Regie bei der deutsch­spra­chi­gen Erst­auf­füh­rung führt Thor­sten Krohn. Es spielt Luc­ca Züch­ner. Das ETA Hoff­mann Thea­ter gra­tu­liert herz­lich zu die­sem schö­nen Erfolg!

Zum Stück

„Kit­ze­lei­en – der Tanz der Wut“ von Andréa Bes­cond (Deutsch­spra­chi­ge Erstaufführung)

Die hei­le Welt der acht­jäh­ri­gen Odet­te zer­split­tert, als Ronald, ein Freund der Fami­lie, sie sexu­ell miss­braucht. Das Tan­zen, das sie von Kin­des­bei­nen an liebt, wird ihre ein­zi­ge Zuflucht. 22 Jah­re spä­ter beginnt Odet­te, das Erleb­te auf­zu­ar­bei­ten. Mit wüten­der Kraft und lebens­ret­ten­dem Humor erzählt Odet­te ihre Geschich­te, durch­läuft Höhen und Tie­fen auf ihrem Weg zurück zu sich selbst und ent­deckt schließ­lich, was sie tun muss, um das Blatt zu wenden…

„Kit­ze­lei­en – Der Tanz der Wut“ erzählt von die­sen oft typi­schen Wegen eines Kin­des, das Opfer von sexua­li­sier­ter Gewalt gewor­den ist. Der Mono­log basiert auf der wah­ren Geschich­te der Autorin, genau­so wahr wie die alar­mie­ren­de Rea­li­tät: jedes Jahr wer­den in Deutsch­land tau­sen­de Miss­brauchs­fäl­le gezählt, die Dun­kel­zif­fer ist hoch. Die Geschich­te spricht laut und deut­lich aus, was vie­le nicht hören wol­len, was in Bausch und Bogen abge­lehnt wird. Denn was ist uner­träg­li­cher als der Miss­brauch eines Kindes?

Die­se One-Woman-Show wid­met sich einem sehr ern­sten The­ma jedoch mit gro­ßer Leich­tig­keit, sogar mit viel Humor. Die Schau­spie­le­rin Luc­ca Züch­ner glei­tet von einer Rol­le in die näch­ste, ver­wan­delt sich von einem Moment zum ande­ren. Sie führt uns ins tief­ste Inne­re des Tan­zes, wo es ihr erlaubt ist, all das aus­zu­drücken, was nicht gesagt wer­den kann…

Regie: Thor­sten Krohn

Cho­reo­gra­phi­sche Ein­rich­tung: Sophie Char­lot­te Becker

Dra­ma­tur­gie: Ste­pha­nie Tschunko

Licht: Janik Valler

Musik-/Sound­de­sign: Moritz Hasse

Es spielt: Luc­ca Züchner

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