Bam­berg: Beim Wech­sel zum Job­cen­ter fällt kein Geflüch­te­ter durchs Raster

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761 Men­schen aus der Ukrai­ne sind inzwi­schen in der Stadt Bam­berg untergekommen

Ab 1. Juni 2022 erhal­ten Geflüch­te­te aus der Ukrai­ne, die bereits über eine Fik­ti­ons­be­schei­ni­gung oder einen Auf­ent­halts­ti­tel ver­fü­gen, Sozi­al­lei­stun­gen vom Job­cen­ter. Ohne die­se recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen bleibt wei­ter­hin das Sozi­al­amt für die Men­schen aus dem Kri­sen­ge­biet zustän­dig. „Jede und jeder bekommt Lei­stun­gen, es fällt nie­mand durchs Raster“, ver­spricht der Lei­ter des Job­cen­ters Bam­berg, Ste­fan Ziegmann.

Sei­ne Mit­ar­bei­ter wür­den seit Mitt­woch eine Viel­zahl an Beschei­den ver­schicken. Trotz­dem wird der Wech­sel nicht für alle Betrof­fe­nen zum 1. Juni klap­pen. Die kurz­fri­sti­ge Ver­öf­fent­li­chung des Geset­zes wer­de für die Geflüch­te­ten zu kei­nen Ein­schrän­kun­gen füh­ren, denn wer noch kein Geld vom Job­cen­ter bekommt (soll­te bis spä­te­stens 7. Juni auf dem Kon­to sein), erhält vom Sozi­al­amt noch Zuwen­dun­gen nach dem Asyl­be­wer­ber­lei­stungs­ge­setz. Per­so­nal­eng­päs­se in der Aus­län­der­be­hör­de sor­gen dafür, dass die für Job­cen­ter­lei­stun­gen uner­läss­li­chen Beschei­ni­gung noch nicht alle aus­ge­stellt sind. Hier wird fie­ber­haft dar­an gear­bei­tet, dass die­se zügig aus­ge­stellt werden.

Job­cen­ter-Lei­ter Zieg­mann und Sozi­al­amt-Lei­ter Richard Rei­ser rech­nen damit, dass die kom­plet­te Über­füh­rung vom Sozi­al­amt ins Job­cen­ter bis Juli, spä­te­stens August erfolgt sein wird. Wer noch kei­ne Fik­ti­ons­be­schei­ni­gung erhal­ten hat, bit­tet Rei­ser dar­um, sei­ne Kon­to­da­ten dem Sozi­al­amt mit­zu­tei­len (soweit noch nicht gesche­hen), damit das Geld rei­bungs­los aus­ge­zahlt wer­den kann. Die Bar­aus­zah­lung wird auf Ein­la­dung zu indi­vi­du­ell fest­ge­leg­ten Ter­mi­nen am 8./9. Juni 2022 sowie am 14./15. Juni 2022 im Rat­haus am ZOB durchgeführt.

Kur­zer Draht zu den Behörden

Für alle Betrof­fe­nen, die Fra­gen haben, hat das Job­cen­ter Bam­berg eine eige­ne Hot­line unter Tel. 0951/9128–550 ein­ge­rich­tet. Fra­gen kön­nen auch per E‑Mail an jobcenter-​stadt-​bamberg.​ukraine@​jobcenter-​ge.​de geschickt wer­den. Das Sozi­al­amt ist per E‑Mail an asyl@​stadt.​bamberg.​de oder Tele­fon 0951/84–1567 (AB) zu erreichen.

Aktu­ell sind dem Sozi­al­amt 761 Men­schen bekannt, die aus der Ukrai­ne geflüch­tet sind und zwi­schen­zeit­lich in Bam­berg eine Unter­kunft gefun­den haben. Es ist von etwa 408 Bedarfs­ge­mein­schaf­ten aus­zu­ge­hen. Nach einer etwas frü­he­ren Erhe­bung des Amtes für Inklu­si­on han­delt es sich bei knapp drei Vier­tel der Geflüch­te­ten um Frau­en. 60 Pro­zent sind voll­jäh­rig, 40 Pro­zent sind noch unter 18 Jah­ren. Min­der­jäh­ri­ge stel­len damit auch die größ­te Alters­grup­pe dar, gefolgt von den 18- bis 40-Jäh­ri­gen (etwa 27 Pro­zent). Auch Über-60-Jäh­ri­ge sind unter den Ange­kom­me­nen zu fin­den (ca. 10 Prozent).

Ange­bo­te für Geflüchtete

Unter­des­sen machen vie­le sozia­le Trä­ger, Orga­ni­sa­tio­nen und Initia­ti­ven für die Men­schen aus der Ukrai­ne nütz­li­che Ange­bo­te. Neben Sprach­kur­sen wer­den aktu­ell auch Unter­stüt­zungs- und Frei­zeit­an­ge­bo­te geplant und umge­setzt. Infor­ma­tio­nen dazu und vie­le wei­te­re hilf­rei­che Tipps für Geflüch­te­te und Gast­fa­mi­li­en sowie für Men­schen, die hel­fen möch­ten, fin­den sich online auf www​.bam​berg​hilft​ukrai​ne​.de oder in der Rubrik Ukrai­ne-Hil­fe auf der Platt­form www​.bami​gra​.de vom Ver­ein „ Freund statt fremd“.

Spen­den wei­ter­hin erwünscht
Wer den „Bam­ber­ger Hilfs­fonds Ukrai­ne“ der Stadt Bam­berg unter­stüt­zen möch­te, kann spen­den an das Spen­den­kon­to der Stadt Bam­berg, IBAN: DE71 7705 0000 0000 0057 77, BIC: BYLADEM1SKB, Ver­wen­dungs­zweck: Stich­wort „Ukrai­ne“. Mit dem hier gesam­mel­ten Geld wer­den Maß­nah­men unter­stützt, die den betrof­fe­nen Men­schen hel­fen. Das Netz­werk „Bam­berg hilft Ukrai­ne“ und wei­te­re ehren­amt­li­che Tätig­kei­ten im Zusam­men­hang mit der Ankunft von Men­schen in Bam­berg wer­den mit den Mit­teln gestützt.

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