Bas­ket­ball: DJK Eggols­heim besiegt BBC Coburg II mit 74:68

Im letz­ten Vier­tel angezogen

Eggols­hei­mer Korb­jä­ger besie­gen Coburg durch Unter­stüt­zung des Publikums

Der Rhyth­mus kehrt auch bei den Hal­len­sport­ar­ten unter dem Dach der Egger­bach­hal­le zurück. Die laut­star­ken Fans und vor allem die Tromm­ler sorg­ten beim letz­ten Heim­spiel der DJK dafür, dass Eggols­heim noch den Rück­stand dre­hen und mit 74:68 einen wei­te­ren Sieg in der Bay­ern­li­ga ein­fah­ren konnte.

DJK Eggolsheim BBC Coburg II Basketball Mai 2022

In glän­zen­der Ver­fas­sung: Nach­wuchs­spie­ler Nico Wink­ler beim Rebound. Text + Foto: Erwin Roppelt

Bis Mit­te März war das DJK-Team durch die Pan­de­mie-Maß­nah­men aus­ge­bremst, erst dann konn­te man eine sehr erfolg­rei­che Rück­run­de mit sie­ben Sie­gen fei­ern. In der Ver­gan­gen­heit muss­te man schon öfters bis zum Schluss um den Klas­sen­er­halt zit­tern, doch mit die­ser star­ken Rück­run­de und einem wei­te­ren Sieg gegen BBC Coburg II kann die DJK zwei Spiel­ta­ge vor Run­den­en­de mit dem Ver­bleib in der Bay­ern­li­ga wei­ter pla­nen. Als Tabel­len­zehn­ter hat man zwei Mann­schaf­ten deut­lich hin­ter sich gelas­sen und kann bei einem Sieg im letz­ten Spiel in Aschaf­fen­burg sogar noch Würz­burg überholen.

Trai­ner Car­sten Rich­ter, der nach einer Pau­se seit Mit­te Febru­ar wie­der an der Sei­ten­li­nie steht, ist grund­sätz­lich zufrie­den. Mit bis­her acht Sie­gen und zwölf Nie­der­la­gen befin­de man sich im Soll. Vom Poten­zi­al her hät­te die DJK noch wei­te­re Teams schla­gen kön­nen. Das hat man gera­de bei den Spie­len gegen Brei­ten­güß­bach oder gegen den Tabel­len­drit­ten Ober­dürr­bach gesehen.

Trai­ner Car­sten Rich­ter muss­te erst die Schluss­mi­nu­ten ver­kraf­ten, in denen die Mann­schaft noch einen 8 Punk­te-Rück­stand mit Hil­fe der Tromm­ler in den 74:68 Sieg umwan­del­te. Die Hal­le ist ein­fach ein Fak­tor in Eggols­heim, so der Trai­ner. Seit die Fans und die Tromm­ler nach Coro­na wie­der zurück sind, wer­den auch sol­che knap­pen Spie­le zum Schluss noch gedreht.

Zu bemän­geln war aber an die­sem Abend die kata­stro­pha­le Drei­er- und Frei­wurf­quo­te der Gast­ge­ber. Wäh­rend man im vor­an­ge­gan­ge­nen Spiel noch traum­haft von den bei­den Lini­en getrof­fen hat­te, schien im letz­ten Heim­spiel der Korb wie ver­na­gelt. Schnell war der Geg­ner mit 10:3 in Front gegan­gen, doch eine Umstel­lung auf Ganz­feld­pres­se stell­te den BBC vor gro­ße Pro­ble­me. Fünf­mal hin­ter­ein­an­der konn­te die DJK dem Geg­ner den Ball abneh­men und führ­te schnell wie­der mit 15:10. Vor allem das Eigen­ge­wächs Nico Wink­ler setz­te sich unter dem Korb in Sze­ne und war für die Füh­rung mitverantwortlich.

Die Zweit­li­ga­re­ser­ve aus Coburg woll­te sich aber nicht geschla­gen geben. Vor allem mit acht Tref­fern jen­seits der 6,25 Meter Linie brach­ten sie sich immer wie­der ins Spiel zurück. 23:19 führ­te der Gast nach dem ersten Vier­tel und einer der sel­te­nen Eggols­hei­mer Drei­er von Mein­hardt bescher­te der DJK einen guten Start ins zwei­te Viertel.

Eggols­heim muss­te aber wie­der den 30:30 Aus­gleich hin­neh­men ehe Kapi­tän Juli­an Rop­pelt mit star­kem Drang zum Korb auf 34:30 die DJK in Front schoss. Bis zur Halb­zeit war aber wie­der die Wurf­schwä­che der DJK dafür ver­ant­wort­lich, dass bei der Pau­se ein 38:38 auf der Anzei­ge­ta­fel stand. Man konn­te sich kaum erin­nern, wann Eggols­heim eine sol­che Quo­te bei den Drei­ern und Frei­wür­fen hat­te. Alle Wür­fe waren nicht schlecht, aber sie woll­ten ein­fach nicht rein.

Coburg kam wacher aus der Kabi­ne und erst ein Mon­ster­block von Timm Ertl rüt­tel­te die DJK noch­mals wach. 42:50 lag man zurück und Coach Rich­ter schick­te sei­ne fünf form­stärk­sten Spie­ler aufs Feld. Jetzt spür­te man den Wil­len. Die unglaub­lich lau­ten Geräu­sche der DJK Fans ver­lie­hen den Gast­ge­bern Flü­gel und Eggols­heim kam bis auf 51:52 vor dem letz­ten Vier­tel heran.

Noch­mals konn­te die Zweit­li­ga­re­ser­ve der Cobur­ger auf fünf Punk­te davon­zie­hen, doch dann kam erneut das über­ra­gen­den Eigen­ge­wächs Nico Wink­ler zum Vor­schein. Er hol­te einen Offen­siv­re­bound, ver­senk­te den im Korb und bei einem Foul noch den dazu­ge­hö­ri­gen Frei­wurf. Kurz danach war die Par­tie gedreht. Eggols­heim bau­te die Füh­rung wei­ter aus und der Jubel kann­te kei­ne Gren­zen mehr.

Eggols­heim: Wink­ler 20, Ertl 18, Rop­pelt J. 15, Mein­hardt 10, Amon 5, Pfi­ster 3, ‚Stoll­ber­ger 3, Drew­ni­ok, Frit­sche, Rop­pelt A, Schuler und Zandona.

Acht­bar gegen Kulm­bach geschlagen

Schwer ersatz­ge­schwächt muss­te die DJK dann gleich am Sams­tag­abend beim ATS Kulm­bach antre­ten. Außer Alex­an­der Rop­pelt fehl­te die gesam­te gro­ße Gar­de der DJK. Ohne Kapi­tän J. Rop­pelt, Amon, Schuler, Stoll­ber­ger und Wink­ler ver­lor man das vor­letz­te Spiel in Kulm­bach mit 79:69.

Der Gast­ge­ber aus Kulm­bach konn­te mit der kom­plet­ten Mann­schaft antre­ten, doch die dezi­mier­te DJK-Trup­pe schlug sich sehr acht­bar und über­rasch­te den Geg­ner mit ihrem star­ken Kampf­wil­len. Eggols­heim führ­te sogar nach dem 1. Vier­tel mit 23:21 und auch zur Pau­se war das Spiel noch voll­kom­men offen.

Die Gast­ge­ber hat­ten natür­lich gegen einen Cen­ter auf DJK-Sei­te unter dem Korb die Vor­tei­le, doch eine stark auf­spie­len­der Timm Ertl mit ins­ge­samt 33 Punk­ten ließ die DJK im Spiel blei­ben. Mit fort­lau­fen­der Spiel­dau­er schwan­den aber bei der DJK, die nur zu acht antrat, die Kräf­te und Kulm­bach konn­te mit 79:69 gewin­nen. Der dezi­mier­ten DJK-Trup­pe kann man an die­sem Abend kei­nen Vor­wurf machen. Gut gespielt und acht­bar aus der Affä­re gezogen.

Mit einer kom­plet­ten Trup­pe hät­te man sicher­lich auch in Kulm­bach gewin­nen kön­nen. Nun muss man noch ein­mal ersatz­ge­schwächt in Aschaf­fen­burg antre­ten und dann gehen schon wie­der die Pla­nun­gen für die neue Bay­ern­li­ga­sai­son an.

Eggols­heim: Ertl 33, Drew­ni­ok 16, Rop­pelt 7, Frit­sche 6, Pfi­ster 5, Möni­us 2, Ander­son und Meinhardt.

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