Kli­ma­ent­scheid Bay­reuth reicht Unter­schrif­ten ein

Nach Ver­ab­schie­dung des Grund­satz­be­schlus­ses im Dezem­ber 2021 und Ver­öf­fent­li­chung des Kli­ma­schutz­kon­zep­tes im Früh­jahr 2022 hat die Initia­ti­ve nun ent­schie­den, die gesam­mel­ten Unter­schrif­ten ein­zu­rei­chen. Ein not­wen­di­ger Schritt, fin­den die Aktivist:innen, um die schnel­le­re Umset­zung ambi­tio­nier­ter Maß­nah­men anzustoßen.

Der Kli­ma­wan­del ist aktu­ell eine der größ­ten glo­ba­len Her­aus­for­de­run­gen für die Mensch­heit. Auf­grund von man­geln­der poli­ti­scher Prio­ri­sie­rung schau­en wir auf eine Erd­er­wär­mung von über 1,5 Grad. Zur Erin­ne­rung: eine Ver­feh­lung des 1,5‑Grad- Zie­les wür­de zu ver­mehr­ten Extrem­wet­ter­be­din­gun­gen, star­ken Hit­ze­wel­len, Über­flu­tun­gen und zuneh­men­den Natur­ka­ta­stro­phen füh­ren. Eine Ver­mei­dung der Erd­er­wär­mung um über 1,5 Grad ist also kei­ne ideo­lo­gisch ver­blen­de­te Traum­vor­stel­lung, fin­det David Boh­nen­ber­ger vom Kli­ma­ent­scheid. Sie ist not­wen­dig, um zukünf­ti­ge Natur­ka­ta­stro­phen wie die Flut­ka­ta­stro­phe im Ahr­tal zu verhindern.

Mit die­sen Tat­sa­chen im Hin­ter­kopf hat sich der Kli­ma­ent­scheid Bay­reuth vor zwei Jah­ren den Kli­ma­ent­scheid gegrün­det. “Wir waren der festen Über­zeu­gung, dass Bay­reuth sei­ner Ver­ant­wor­tung nicht gerecht wird und zu wenig Kli­ma­schutz lei­stet, um unse­re Zukunft zu erhal­ten”, sagt Raja Wipf­ler des Klimaentscheids.

Ver­än­de­run­gen müss­ten schnell pas­sie­ren, so die Aktivist:innen, eben weil “jetzt” schon seit Jah­ren der Zeit­punkt ist, um effek­ti­ven Kli­ma­schutz zu betrei­ben. So kam der Kli­ma­ent­scheid zu dem Ent­schluss, sich in sei­ner For­de­rung für ein kli­ma­neu­tra­les Bay­reuth bis 2030 ein­zu­set­zen. 2030 war in den Augen der Initiator:innen die ein­zi­ge Jah­res­zahl, die ein schnel­les Han­deln und so einen ernst­zu­neh­men­den Bei­trag zur Ein­hal­tung des 1,5‑Grad-Ziels ver­sprach. Zwei Jah­re spä­ter schaut der Kli­ma­ent­scheid auf über 5300 Bayreuther:innen, die mit ihrer Unter­schrift hin­ter der For­de­rung stehen.

Die Stadt Bay­reuth muss ihrer Ver­ant­wor­tung gerecht wer­den und schnellst­mög­lich die Maß­nah­men ergrei­fen, die Kli­ma­neu­tra­li­tät bis 2030 mög­lich machen. Dafür brau­chen die Stadträt:innen, der Ober­bür­ger­mei­ster, das Kli­ma­schutz­ma­nage­ment und die gesam­te Ver­wal­tung den poli­ti­schen Rück­halt aus der Bevöl­ke­rung. Ein Bür­ger­ent­scheid kann dazu bei­tra­gen, den Bay­reu­ther Entscheidungsträger:innen den nöti­gen Mut und Rücken­wind zu geben, den es für ambi­tio­nier­ten sek­tor­über­grei­fen­den Kli­ma­schutz braucht.

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