Grü­ne freu­en sich über neu­en Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plan für Bamberg

Es hat wirk­lich lan­ge gedau­ert, sehr sehr lan­ge. Des­halb hat Grü­nen-Stadt­rat Chri­sti­an Hader auch die Tage gezählt: Es sind 2367 Tage – oder auch sie­ben Jah­re – bis der Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plan 2030 nun end­lich in Form eines Abschluss­be­richts von der Voll­sit­zung des Stadt­rats ver­ab­schie­det wur­de, mit einer Mehr­heit von 24 zu 20 Stimmen.

Der Beschluss bil­det ab jetzt die Grund­la­ge für das wei­te­re Han­deln der Stadt­ver­wal­tung. Dem vor­aus­ge­gan­gen ist ein lan­ger und inten­si­ver Pro­zess zwi­schen Fach­leu­ten und Ver­wal­tung, Poli­tik und Bürger:innen, Ver­ei­nen und Ver­bän­den. Dass sich dies so lan­ge hin­zog, war vor allem dem „man­geln­den Mut“ im Stadt­rat geschul­det, so for­mu­lier­te es Hader in der Stadt­rats­sit­zung. Dass es jetzt immer­hin eine muti­ge Mehr­heit mit dem Wil­len zur Ver­kehrs­wen­de gibt, ringt den Grü­nen zum einen Erleich­te­rung ab, „müs­se aber auch Ansporn sein, denn es gibt noch viel zu tun“, betont der mobi­li­täts­po­li­ti­sche Spre­cher von Grü­nes Bamberg.

Für die Grü­nen ste­hen für die kom­men­den Jah­re – neben einer Fort­füh­rung der erfolg­rei­chen Betei­li­gung – ins­be­son­de­re die Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner im Fokus. „Die For­de­rung des CSU-Kreis­vor­sit­zen­den Heim bei­spiels­wei­se, Park­plät­ze von Anwoh­nen­den ein­fach weg­zu­neh­men, weil dann genug Platz für alle sei, kön­nen wir des­halb so pau­schal nicht tei­len“, so Hader. Natür­lich sei­en Kom­pro­mis­se bei begrenz­tem Platz not­wen­dig, um bei­spiels­wei­se Bäu­me pflan­zen zu kön­nen. Die Grü­nen wol­len den Fokus jedoch eher auf die Reduk­ti­on des moto­ri­sier­ten Durch­gangs­ver­kehrs set­zen und so einen Mehr­wert für die direkt davon Betrof­fe­nen schaffen.

Ziel ist eine Ver­kehrs­wen­de, die den Namen auch ver­dient. „Kli­ma­wan­del und Ver­kehrs­si­cher­heit sind kei­ne par­tei­po­li­ti­schen, son­dern gesamt­ge­sell­schaft­li­che Auf­ga­ben, denen wir uns hier als Men­schen mit poli­ti­scher Ver­ant­wor­tung stel­len müs­sen“, sagt Hader. Des­halb müs­se man den VEP 2030, der eigent­lich schon 2018 hät­te mit der Umset­zung star­ten sol­len, nun enga­giert und ohne wei­te­re Ver­zö­ge­rung realisieren.

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