Nach­ruf auf Bay­reu­ther Schau­spie­le­rin Eve­lyn Tischer

Evelyn Tischer 2008 in der Rolle des Kardinal Bellarmin in Bertolt Brechts „Das Leben des Galilei“. © Regina Fettköther
Evelyn Tischer 2008 in der Rolle des Kardinal Bellarmin in Bertolt Brechts „Das Leben des Galilei“. © Regina Fettköther

Eve­lyn Tischer, dem Publi­kum der Stu­dio­büh­ne Bay­reuth als beein­drucken­de Schau­spie­le­rin bekannt, ist kürz­lich im Alter von 75 Jah­ren ver­stor­ben. 52 Rol­len ver­kör­per­te Eve­lyn Tischer seit 1988 auf den Bret­tern, die ihr die Welt bedeu­te­ten. Dar­un­ter drück­te sie ker­ni­gen Cha­rak­te­ren wie Dr. Mat­hil­de von Zahnd in Dür­ren­matts „Die Phy­si­ker“ oder der Titel­fi­gur in Fer­nan­do de Rojas „Cele­sti­na“ einen unver­gess­li­chen Stem­pel auf. 25 Jah­re war sie neben ihrer dar­stel­le­ri­schen Tätig­keit auch in einer wei­te­ren Rol­le – als Kas­sie­re­rin an der Abend­kas­se – zu erle­ben. Damit war sie oft die Erste, der man am Abend der Vor­stel­lung begeg­ne­te. Auch an Tagen, an denen sie spä­ter selbst auf der Büh­ne stand. Im Ensem­ble der Stu­dio­büh­ne Bay­reuth hin­ter­lässt die Cha­rak­ter­dar­stel­le­rin eine gro­ße Lücke.

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