Bam­ber­ger Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plan 2030 verabschiedet

VCD Kreis Bam­berg: „eine gute Basis für nach­hal­ti­ge Mobi­li­tät in Bamberg“

Der VCD Kreis­ver­band Bam­berg begrüßt die heu­ti­ge Ver­ab­schie­dung des Verkehrsentwicklungsplans durch den Stadt­rat Bam­berg. Die erste Ana­ly­se zeigt, dass das Gemein­wohl im Fokus steht und nicht nur Ein­zel­in­ter­es­sen anein­an­der­ge­reiht wer­den. Es kommt dem von ver­schie­de­nen Sei­ten gefor­der­ten Gesamt­kon­zept recht nahe. Wer­muts­trop­fen ist die feh­len­de Ein­stim­mig­keit, die bei der Ver­ab­schie­dung der Zie­le noch im Stadt­rat herrschte.

Nach 7 Jah­ren Arbeit ist der Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plan end­lich ver­ab­schie­det. Wir begrü­ßen nicht nur, dass mit einem ech­ten Plan die kon­kre­te Maß­nah­me­ner­ar­bei­tung und vor allem auch umset­zung begin­nen kann. Der Maß­nah­men­ka­ta­log, der auch unter inten­si­ver Betei­li­gung der Öffent­lich­keit erstellt wur­de, bie­tet einen Vor­rat an Lösun­gen, die Bam­berg noch lebens­wer­ter machen. Die­se gilt es nun gemein­sa­me mit der Öffent­lich­keit auch weiterzuführen.

Dass Tei­le des Stadt­rats den Maß­nah­men nicht zustim­men konn­ten, ist bedau­er­lich, zumal die Grün­de weni­ger inhalt­li­cher Natur sind, son­dern mit man­geln­der Öffent­lich­keits­be­tei­li­gung am Abschluss­be­richt begrün­det wer­den. Auch als Umwelt­ver­band betrach­ten wir dies als eine Grat­wan­de­rung. Wir respek­tie­ren aber die Kom­pe­tenz und Bear­bei­tungs­tie­fe des beauf­trag­ten Pla­nungs­bü­ros und der Fach­ab­tei­lung der Stadt­ver­wal­tung, die die Ein­ord­nung des Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plans und sei­ner Maß­nah­men in die Zie­le der Stadt erfor­dert. An ande­ren Stel­len fällt es uns als Stadt­ge­sell­schaft ganz offen­sicht­lich leich­ter, die Ergeb­nis­se der Wis­sen­schaft­ler bzw. Fach­leu­te zu beherzigen.

Bei zahl­rei­chen Gegen­an­trä­gen im Mobi­li­täts­se­nat wur­de nicht fun­diert begrün­det, wie sie die Zie­le des Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plans, des Kli­ma­schut­zes, des Flä­chen­nut­zungs­plans, der Gewer­be­ent­wick­lung oder einer sozi­al gerech­ten Mobi­li­tät etc. bes­ser erfül­len. Vie­le die­ser Anträ­ge wir­ken ihnen auch ganz offen­sicht­lich ent­ge­gen und schüt­zen nur indi­vi­du­el­le Pri­vi­le­gi­en. Wer in die­ser Debat­te „Ideo­lo­gie!“ ruft, soll­te daher lie­ber erst mal prü­fen, ob er nicht im Glas­haus sitzt.

Uns ist bewusst, dass der ver­ab­schie­de­te Plan nur der Beginn eines lan­gen Pro­zes­ses ist. Vie­le Details sind noch nicht geklärt und wir sind auch nicht mit allem Inhalt voll­stän­dig ein­ver­stan­den. Vor allem feh­len zähl­ba­re Detail­zie­le, anhand derer beob­ach­tet wer­den kann, ob wir als Stadt im Plan lie­gen. Beru­hi­gend, dass wenig­stens die­ser Teil­be­schluss zum Moni­to­ring ein­stim­mig erfolg­te. Das lässt hof­fen, dass sich alle am Errei­chen der beschlos­se­nen Zie­le inter­es­sier­ten Tei­le der Bür­ger­schaft zusam­men­fin­den, um für das Jahr 2030 eine nach­hal­ti­ge, sozi­al gerech­te Mobi­li­tät für alle zu gestal­ten. Die Mit­mach­stadt Bam­berg, die sich noch dazu Smart City nen­nen darf, weckt Erwar­tun­gen, an deren Umset­zung wir als Umwelt­schutz­ver­ein ger­ne mitarbeiten.

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