Euro­pa­wei­te Aus­stel­lung und Vor­trag über Ukrai­ne­krieg im Alten E‑Werk Bamberg

Die VHS im Alten E-Werk
Die VHS im Alten E-Werk (Foto: Stadtarchiv Bamberg, Jürgen Schraudner)

Die VHS Bam­berg Stadt infor­miert mit einem Son­der­pro­gramm zur Ukrai­ne. Bür­ger­mei­ster Wolf­gang Metz­ner eröff­net am Don­ners­tag, 19. Mai, um 18:30 Uhr die euro­pa­wei­te Aus­stel­lung „Ukrai­ne. Der Krieg in Euro­pa“ im Foy­er in der Tränk­gas­se 4. Am Mitt­woch, 25. Mai, refe­rie­ren der Prä­si­dent von Euro­pa Nostra, Dr. Uwe Koch, und die Lei­te­rin des Zen­trums Welt­erbe Bam­berg (ZWB), Patri­cia Alberth, über „Kul­tur­gü­ter im Ukrai­ne-Kon­flikt“ im Gro­ßen Saal.

„Wir wol­len mit Bil­dungs- und Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­ten, die Bezug neh­men auf den völ­ker­rechts­wid­ri­gen Angriffs­krieg auf die Ukrai­ne, einen klei­nen Bei­trag lei­sten“, sagt VHS-Lei­te­rin Dr. Anna Scher­baum. „Die VHS ist seit jeher ein geschütz­ter Raum, der Demo­kra­tie­be­wusst­sein fördert.“

Der offi­zi­el­le Auf­takt für die euro­pa­wei­te Schau fand am 8. Mai in Kyjiw statt. Tags dar­auf wur­de sie in War­schau und Vil­ni­us eröff­net. In Ber­lin ist sie ab 17. Mai zu sehen, und im Gefol­ge auch in zahl­rei­chen ande­ren deut­schen Städ­ten sowie in Brüssel.

Das vom Mini­ste­ri­um für Kul­tur und Infor­ma­ti­ons­po­li­tik der Ukrai­ne beauf­trag­te Ukrai­ni­sche Insti­tut für natio­na­le Erin­ne­rung hat die Infor­ma­ti­ons­aus­stel­lung vor­be­rei­tet, um die Ver­bre­chen des rus­si­schen Aggres­sors gegen das ukrai­ni­sche Volk auf­zu­zei­gen. Die Aus­stel­lung zeigt die histo­ri­schen Unter­schie­de zwi­schen der Ukrai­ne und Russ­land, Putins Moti­ve und sei­ne Vor­be­rei­tung und Recht­fer­ti­gung für den Krieg. Zu sehen sind aber auch Moment­auf­nah­men wäh­rend der Inva­si­on in der Ukraine.

Die Eröff­nung ist öffent­lich. Die Aus­stel­lung kann bis ein­schließ­lich 2. Juni zu den übli­chen VHS-Öff­nungs­zei­ten (Mon­tag bis Frei­tag von 8 bis 21.30 Uhr und Sams­tag von 8 bis 18 Uhr) besich­tigt werden.

Eine Woche spä­ter, am Mitt­woch, 25. Mai, 18 Uhr, beleuch­tet ein kosten­lo­ser VHS-Vor­trags­abend in Koope­ra­ti­on mit dem Zen­trum Welt­erbe Bam­berg die „Kul­tur­gü­ter im Ukrai­ne-Kon­flikt“. Der Angriff Russ­lands auf die Ukrai­ne ist ein Angriff auf die Men­schen und die kul­tu­rel­le Iden­ti­tät der Ukrai­ne, der auch das kul­tu­rel­le Erbe und ihre Kunst­schät­ze bedroht. Vor die­sem Hin­ter­grund stellt Dr. Uwe Koch, Lan­des­be­auf­trag­ter für die Kul­tur­ent­wick­lung in der Lau­sitz im Land Bran­den­burg und ehe­ma­li­ger Lei­ter der Geschäfts­stel­le des Deut­schen Natio­nal­ko­mi­tees für Denk­mal­schutz die inter­na­tio­na­le Fund­rai­sing-Kam­pa­gne von Euro­pa Nostra und Glo­bal Heri­ta­ge Fund für den Kul­tur­gü­ter­schutz in der Ukrai­ne vor.

Mit Blick auf die aktu­el­len Gescheh­nis­se rund um die anste­hen­de Sit­zung des UNESCO-Welt­erbe­ko­mi­tees wird Patri­cia Alberth, Lei­te­rin des Zen­trum Welt­erbe Bam­berg, die Posi­ti­on Russ­lands erläu­tern und Par­al­le­len zur Zer­stö­rung von Welt­erbe­stät­ten in ande­ren bewaff­ne­ten Kon­flik­ten aufzeigen.

Anfang Mai fand bereits eine Son­der­füh­rung zum Welt­erbe in der Ukrai­ne durchs ZWB statt. Die deut­sche Über­set­zung der Aus­stel­lung wur­de vom Bil­dungs­ver­ein Freund­schaft kennt kei­ne Gren­zen e.V., der auch in Bam­berg aktiv ist, mit Unter­stüt­zung des Pil­ecki-Insti­tuts in Ber­lin erstellt. Pro­jekt­part­ner sind das Litaui­sche Insti­tut für Geschich­te, das Zen­trum für Geschichts­for­schung der Pol­ni­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten in Ber­lin, das Pil­ecki-Insti­tut in Ber­lin, der Bil­dungs­ver­ein Freund­schaft kennt kei­ne Gren­zen e.V. und loka­le Orga­ni­sa­tio­nen in Bam­berg und ande­ren Städten.

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