Zet­tels Refle­xio­nen: Weg und Ziel

Peter Zettel
Peter Zettel

Um etwas zu wis­sen bedeu­tet noch lan­ge nicht, es auch zu tun. Es ist egal, wor­um es dabei geht, ob mit dem Nicht­rau­chen anzu­fan­gen oder Kyu­do zu prak­ti­zie­ren. Oder eben so zu leben, wie man erkannt hat, dass man leben sollte.

Ich habe in der Aus­ein­an­der­set­zung mit unse­rer Fami­li­en­ge­schich­te gelernt, dass ich anders leben muss, will ich wirk­lich leben. Das Wis­sen um das, was war, sagt mir nur, wes­halb ich lebe, wie ich lebe, war­um ich bin, wie ich bin, aber es macht mich nicht zu dem Men­schen, der ich ger­ne wäre.

Das ist eine Lebens­ent­schei­dung, die ich tref­fen muss, ich muss mein Leben ändern. So wie ich beschlos­sen hat­te, mir ein neu­es Auto zu kau­fen – und des­we­gen mit dem Rau­chen auf­hör­te, denn die Auf­wen­dun­gen dafür ent­spra­chen genau der Lea­sing­ra­te. Oder wes­halb ich kei­ne 125er mehr fah­ren woll­te und den Motor­rad­füh­rer­schein mach­te – weil ich nicht mehr von Last­wä­gen über­holt wer­den wollte.

Ob Motor­rad zu fah­ren, Kyu­do zu prak­ti­zie­ren, Nicht­rau­cher zu wer­den, einen Freund zu besu­chen oder nach den Gesetz­mä­ßig­kei­ten zu leben – all das setzt eine Ent­schei­dung und in der Fol­ge kon­kre­tes Tun voraus.

Eben Weg und Ziel. Ohne mich für ein Ziel ent­schie­den zu haben wer­de ich den Weg nicht gehen und ohne den Weg zu gehen wer­de ich das Ziel nicht erreichen.


Peter Zet­tel

ist pen­sio­nier­ter Anwalt. Seit ein paar Jah­ren ist er begei­ster­ter Motor­rad­fah­rer – sein per­sön­li­cher Weg der Selbst­er­kennt­nis. Er inter­es­siert sich für das, was die Welt bewegt und schreibt dar­über in sei­nem Blog zet​tel​.biz.

Alle bis­her im Wie­sent­bo­ten erschie­nen „Zet­tels Refle­xio­nen

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