Cobur­ger Grü­nen-MdB Johan­nes Wag­ner für Aus­bau erneu­er­ba­rer Energien

Mil­li­ar­den­in­ve­sti­tio­nen in Kli­ma­schutz und Energiesicherheit

Zum Kli­ma- und Trans­for­ma­ti­ons­fonds und zum Oster­pa­ket der Bun­des­re­gie­rung erklärt Johan­nes Wag­ner, grü­ner Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter für Coburg und Kro­nach: „Wenn wir jetzt in den mas­si­ven Aus­bau von Wind und Solar sowie mehr Ener­gie­ef­fi­zi­enz inve­stie­ren, hilft das nicht nur im Kampf gegen die Kli­ma­kri­se. Wir stel­len damit die Wei­chen für eine siche­re­re Ver­sor­gung mit preis­wer­ter und erneu­er­ba­rer Ener­gie. Das ist ein dop­pel­ter Gewinn. Sowohl die aus­ge­trock­ne­ten Böden, der Zustand unse­res Wal­des als auch die Preis­ex­plo­sio­nen durch Putins fos­si­le Ener­gie­im­por­te zei­gen, wie drin­gend wir han­deln müssen.

Als ober­frän­ki­scher Abge­ord­ne­ter freut es mich ganz beson­ders für mei­ne Regi­on, dass nun über den Kli­ma- und Trans­for­ma­ti­ons­fonds über 200 Mil­li­ar­den Euro bereit­ge­stellt wer­den, mit denen auch bei uns der Kli­ma­schutz bis 2026 noch­mal beschleu­nigt wird. Zusätz­lich wer­den wir mit wei­te­ren 20 Mil­li­ar­den Euro der Indu­strie bei der Umstel­lung auf eine Ener­gie­ver­sor­gung mit sau­be­rem Was­ser­stoff hel­fen. Wie drin­gend die­ser Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess ist, zeigt sich gera­de auch bei uns in der Regi­on. Die Her­aus­for­de­run­gen, denen sich bei­spiels­wei­se die Glas­in­du­strie auf­grund der gestie­ge­nen Ener­gie­prei­se gegen­über sieht, sind rie­sig. Der rasche Aus­stieg aus der fos­si­len Ener­gie­ver­sor­gung ist für den Stand­ort Ober­fran­ken und die hier ansäs­si­ge Indu­strie von vita­lem Interesse.

Die Men­schen in Ober­fran­ken wer­den aber auch ganz unmit­tel­bar pro­fi­tie­ren. Die Pro­duk­ti­on von Strom aus Erneu­er­ba­ren Ener­gien ist nicht nur kli­ma­freund­li­cher, son­dern schon jetzt in vie­len Fäl­len gün­sti­ger als die aus Gas, Koh­le oder Atom­ener­gie. Zugleich sen­ken Inve­sti­tio­nen in Ener­gie­ef­fi­zi­enz die spä­te­re Strom­rech­nung und ent­la­sten Verbraucher*innen und Unter­neh­men. Das in der Ampel-Regie­rung ver­ein­bar­te Ziel, die Strom­ver­sor­gung bis zum Jahr 2035 nahe­zu voll­stän­dig auf Erneu­er­ba­ren Ener­gien umzu­stel­len, bedeu­tet also auch, Men­schen dau­er­haft von hohen Strom­prei­sen zu entlasten.

Beim Aus­bau der Solar­ener­gie bie­ten vor allem unge­nutz­te Dach­flä­chen eine gro­ße Chan­ce. Davon gibt es in Coburg und Kro­nach auch an öffent­li­chen Gebäu­den und Gewer­be­im­mo­bi­li­en mehr als genug. Aber auch jeder pri­va­te Haus­be­sit­zer und jede Haus­be­sit­ze­rin kann prü­fen, ob das eige­ne Dach dafür in Fra­ge kommt. Für die­se Anla­gen wird es eine ange­mes­se­ne För­de­rung geben. Sehr gro­ße Dach­an­la­gen wer­den zudem wei­ter­hin über Aus­schrei­bun­gen gefördert.

Um einen schnel­len Aus­bau zu ermög­li­chen, ist es wich­tig, dass Anla­gen für Erneu­er­ba­re Ener­gien auch die Unter­stüt­zung aller Bür­ge­rin­nen und Bür­ger vor Ort fin­den. Des­halb wol­len wir, dass davon mög­lichst vie­le Men­schen als „Erzeuger*innen“ pro­fi­tie­ren. Auch Bür­ger­en­er­gie­ge­nos­sen­schaf­ten, so wie bei uns im Cobur­ger Land kön­nen dabei eine wich­ti­ge Rol­le spielen.

Wind- und Solar­pro­jek­te von Bür­ger­en­er­gie­ge­sell­schaf­ten wol­len wir näm­lich von den Aus­schrei­bun­gen aus­neh­men, so dass die­se unbü­ro­kra­tisch rea­li­siert wer­den kön­nen. Beglei­tend dazu wird ein neu­es För­der­pro­gramm für die Bür­ger­en­er­gie auf­ge­legt und auch die finan­zi­el­le Betei­li­gung der Kom­mu­nen an Wind- und Solar­pro­jek­ten wird weiterentwickelt.

Für den Umbau der Wirt­schaft schaf­fen wir die Vor­aus­set­zung, um die­se hin zu einer was­ser­stoff­ba­sier­ten Wirt­schaft zu ent­wickeln. Die Her­aus­for­de­run­gen müs­sen wir gemein­sam beherzt ange­hen. Ziel ist, dass Deutsch­land und damit auch Ober­fran­ken ein lang­fri­stig star­ker Wirt­schafts­stand­ort bleibt. Kli­ma­schutz ist dabei inzwi­schen die Vor­aus­set­zung für Wett­be­werbs­fä­hig­keit, Inno­va­ti­ons­kraft und Wohl­stand. Ohne Grü­nen Strom wird es in Zukunft nicht gehen.

Ein Aus­bau der Erneu­er­ba­ren Ener­gien ermög­licht es zugleich, sehr viel schnel­ler unab­hän­gig von Ener­gie­im­por­ten zu wer­den. Der rus­si­sche Angriffs­krieg auf die Ukrai­ne führt uns der­zeit schmerz­haft vor Augen, wie wich­tig die­ser Schritt ist. Ener­gie­sou­ve­rä­ni­tät ist eine Fra­ge der natio­na­len und der euro­päi­schen Sicherheit.“

Zum The­ma Oster­pa­ket und der Bedeu­tung für unse­re Regi­on unter­hält sich Johan­nes Wag­ner am Don­ners­tag, 19.5.2022, mit dem wirt­schafts­po­li­ti­schem Spre­cher der Grü­nen Bun­des­tags­frak­ti­on Die­ter Jan­ecek und wei­te­ren Gästen. Mehr Infor­ma­tio­nen zu der geplan­ten Online-Ver­an­stal­tung fin­den Sie unter: johan​nes​-wag​ner​.org

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