Bro­se Bam­berg vor (mög­li­chem) End­spiel gegen Hamburg

symbolbild basketball

Bro­se Bam­berg emp­fängt in einem Nach­hol­spiel des 22. Spiel­tags des eay­s­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga die Ham­burg Towers. Spiel­be­ginn der von der dechant hoch- und inge­nieur­bau gmbh prä­sen­tier­ten letz­ten Haupt­run­den­be­geg­nung ist am Sonn­tag um 20.30 Uhr. Magen­t­aS­port über­trägt die Par­tie wie gewohnt live und exklu­siv auf sei­nen Kanä­len. Kom­men­ta­tor ist Ste­fan Koch.

Die Aus­gangs­la­ge ist klar: mit einem Sieg qua­li­fi­ziert sich Bro­se Bam­berg zum 21. Mal in Serie für die Play­offs – egal wie der direk­te Kon­kur­rent um Platz 8, die HAKRO Mer­lins Crails­heim, sei­ne letz­te Nach­hol­be­geg­nung gegen Chem­nitz bestrei­tet. Soll­ten die Hohen­lo­her die­se am Sams­tag­abend ver­lie­ren, dann wäre Bam­berg bereits da sicher qua­li­fi­ziert, unab­hän­gig des Ergeb­nis­ses gegen Ham­burg. Und es gibt sogar noch eine drit­te vor­zei­ti­ge Qua­li­fi­ka­ti­ons­mög­lich­keit, wenn näm­lich Crails­heim gegen Chem­nitz gewinnt und auch die BG Göt­tin­gen einen Sieg über den FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball ein­fährt. Auch in die­sem Fall wäre Bro­se, unab­hän­gig des Aus­gangs der Par­tie gegen die Towers, defi­ni­tiv in der Post­sea­son dabei.

Die Ham­burg Towers haben sämt­li­che Rech­nun­gen vor einer Woche ad acta legen kön­nen. Mit einem mehr als nur über­zeu­gen­den 101:57-Erfolg beim SYN­TAI­NICS MBC mach­ten die Han­se­städ­ter näm­lich die Play­offs klar, setz­ten sich auf Platz sie­ben fest. Dass sie vor der Par­tie gegen Bro­se nicht mehr zit­tern müs­sen, haben sie star­ken letz­ten zwei Mona­ten zu ver­dan­ken. Aus zehn Spie­len gab es sie­ben Sie­ge, dar­un­ter schön her­aus­ge­spiel­te wie gegen Mün­chen (87:83) oder in Chem­nitz (89:85). Es scheint also, dass die Mann­schaft von Chef­trai­ner Pedro Cal­les genau zum rich­ti­gen Zeit­punkt voll da ist. Hat­ten die Ham­bur­ger, wie nahe­zu jedes ande­re Team auch, wäh­rend der Sai­son immer wie­der mit Ver­let­zungs- und Coro­na­s­or­gen zu kämp­fen, hat sich die Mann­schaft in den letz­ten Wochen noch bes­ser gefun­den und sta­bi­li­siert. Allen vor­an der zum zwei­ten Mal in Serie zum besten Nach­wuchs­spie­ler der Bun­des­li­ga gewähl­te Justus Hol­latz hat noch­mals einen enor­men Sprung nach vor­ne gemacht, diri­giert das Team wie ein Vete­ran und hat in den letz­ten Par­tien auch ver­stärkt das Sco­ring für sich ent­deckt. Sei­ne erziel­ten 7,5 Punk­te im Schnitt brin­gen ihn tea­min­tern auf den sech­sten Platz der Scor­er­wer­tung. Ganz vor­ne in die­ser Wer­tung steht Cal­eb Homes­ley (16,3) vor Jay­lon Brown (14,9) und Maik Kot­sar (14,1). Über­haupt sind die Ham­burg Towers ein sehr offen­siv­star­kes Team, erziel­ten bis­lang rund 86 Punk­te pro Par­tie. Dabei ist das Spiel sehr auf den frei­en Mann an der Drei­er­li­nie aus­ge­legt. Knapp 32 Wür­fe neh­men Homes­ley und Co. pro Par­tie von jen­seits der 6,75m-Linie, ledig­lich Bonn ver­sucht es BBL-weit häu­fi­ger aus der Distanz. Auch wenn nur etwas mehr als jeder drit­te Wurf den Weg in den Korb fin­det, so kre­ieren sich die Ham­bur­ger durch star­ke Rebound­ar­beit immer wie­der zwei­te und drit­te Chan­cen. 37 Abpral­ler sicher­ten sie sich bis dato im Schnitt pro Spiel, 13 davon allei­ne am offen­si­ven Brett. Bei­des ist Bun­des­li­ga-Top3-Niveau. Eben­so wie das Assist­ver­hält­nis. 21 direk­te Korb­vor­la­gen ver­teil­ten die Han­se­städ­ter bis­lang durch­schnitt­lich pro Par­tie, mehr als die Hälf­te davon ent­fal­len auf die bei­den Spiel­ge­stal­ter Hol­latz (5,7) und Homes­ley (4,7). Letz­te­rer konn­te aller­dings auch nicht die 75:87-Hinspielniederlage sei­ner Mann­schaft Anfang Janu­ar ver­hin­dern – trotz sei­ner 27 Punk­te (fünf getrof­fe­ne Dreier).

Bro­se Bam­berg hat durch acht Sie­ge aus den letz­ten zehn Spie­len das vor ein paar Mona­ten noch für unmög­lich gehal­te­ne mög­lich gemacht und die Play­off­teil­nah­me in der eige­nen Hand. Ob es zu einem Ent­schei­dungs­spiel gegen Ham­burg kommt, hängt wie anfangs beschrie­ben an eini­gen ande­ren Kom­po­nen­ten, ändert an der Spiel­vor­be­rei­tung aber gar nichts. Head Coach Oren Amiel stellt sein Team auf ein „Do or Die“-Spiel ein, der Fokus der gesam­ten Mann­schaft ist hoch und äußerst kon­zen­triert. Dabei ist die Vor­be­rei­tung nicht ein­fach, denn mit Chri­sti­an Seng­fel­der und Omar Pre­witt feh­len aktu­ell zwei Spie­ler mit Sprung­ge­lenks­ver­let­zun­gen. Dass das Team aber mitt­ler­wei­le so gefe­stigt ist, dass es auch ohne sei­nen Kapi­tän aus­kom­men und Spie­le gewin­nen kann, haben die Par­tien in Hei­del­berg und gegen Braun­schweig gezeigt. In bei­den Begeg­nun­gen war Bro­se über nahe­zu die gesam­te Spiel­zeit die bestim­men­de Mann­schaft, hat­te die Sie­ge bei­de Male ver­dient und sich hier­durch eben die Chan­ce auf die Play­offs erar­bei­tet und gesi­chert. Zuletzt war es zwar kei­ne spie­le­ri­sche Glanz­lei­stung, jedoch stand vor allem in den ent­schei­den­den Pha­sen gegen Braun­schweig die Defen­si­ve mehr als ordent­lich. Zwölf Ste­als und unter ande­rem ledig­lich acht Gegen­punk­te im drit­ten Vier­tel zeig­ten das ein­drucks­voll. In der Offen­si­ve haben die Bam­ber­ger nach wie vor meh­re­re Spie­ler, die alle­samt heiß­lau­fen und eine Par­tie ent­schei­den kön­nen. Gegen die Nie­der­sach­sen war Tomáš Kyzlink mit 17 Punk­ten bester Bam­ber­ger Wer­fer, drei wei­te­re Akteu­re punk­te­ten zwei­stel­lig. Über die bis­he­ri­ge Sai­son gese­hen ist nach wie vor Kapi­tän Chri­sti­an Seng­fel­der Bro­ses effek­tiv­ster Spie­ler mit im Schnitt erziel­ten 16,6 Zäh­lern und 6,2 abge­grif­fe­nen Rebounds.

Tomáš Kyzlink: „Jetzt haben wir uns die­se Chan­ce erar­bei­tet, dann wol­len wir natür­lich auch noch den letz­ten Schritt gehen. Was Coach, Staff, Team und Fans in den letz­ten Wochen gelei­stet haben, ist unglaub­lich. Vie­le hat­ten uns abge­schrie­ben, aber wir haben immer an uns geglaubt. Dass wir die Play­offs nun in der eige­nen Hand haben, ist Bür­de und Freu­de zugleich. Ham­burg kommt mit einem Kan­ter­sieg aus Wei­ßen­fels und ohne Druck zu uns. Sie kön­nen also frei auf­spie­len. Aller­dings ist das für uns eigent­lich irrele­vant, denn wir müs­sen und dür­fen sowie­so nur auf uns schau­en. Wir müs­sen ver­su­chen, wie im Groß­teil der letz­ten Spie­le, defen­siv kon­trol­liert zu ste­hen. Wenn die Ver­tei­di­gung läuft, kommt die Offen­si­ve von ganz allei­ne. Gemein­sam mit unse­ren Fans wol­len wir in die Playoffs!“

Erreicht Bro­se Bam­berg die Post­sea­son, wären die ersten bei­den Par­tien der „Best-of-Five“-Serie am 13. und 15. Mai – wahr­schein­lich in Ber­lin. Spiel drei fän­de dann am 19. Mai in der BRO­SE ARE­NA statt.

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